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GPA-djp-Studierende Wien erhalten Unterstützung von NR-Abgeordneten für faire Praktika!

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Die Studierenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wien holten sich heute im Parlament Unterstützung für ihr Anliegen, faire Bedingungen für PraktikantInnen durchzusetzen. Unter dem Motto „Praktika: fair statt prekär“ bekundeten Abgeordnete der SPÖ und der Grünen ihre Solidarität.

„Bei Praktika hat sich seit geraumer Zeit eine Missbrauchskultur durchgesetzt, die für die Betroffenen untragbar geworden ist. Unter dem Titel Praktikum werden in großem Ausmaß legale Arbeitsverhältnisse umgangen und tausende junge Menschen ausgebeutet und um ihre Ansprüche gebracht. Es freut uns sehr, dass Abgebordnete von Parlamentsparteien unser Anliegen, endlich faire Bedingungen für junge und in Ausbildung befindliche Menschen durchzusetzen, offensiv unterstützen“ so der Vorsitzende der GPA-djp Studierenden Wien Christian Hofmann.

Katharina Kucharowits, die SPÖ-Jugendsprecherin betonte: „Es ist unfassbar, was einige junge Leute beim Berufseinstieg erleben. Sie sind mit so genannten „Praktika” konfrontiert, werden nicht gescheit oder gar nicht dafür bezahlt, obwohl sie eigentlichen einen vollwertigen Job machen. Kurz gesagt, sie werden von Unternehmen ausgebeutet. Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb weg mit unter- und unbezahlten Praktika und her mit einem gerechten und fairen Lohn für die geleistete Arbeit.“

Daniela Holzinger : “Praktikum bedeutet Ausbildung, nicht Ausbeutung! Viele Studierende erleben leider aber zunehmend das Gegenteil und werden als Billigarbeitskräfte missbraucht – ohne Mehrwert für Studium oder Beruf. Das muss ein Ende haben!”

Für den Abgeordneten der Grünen Julian Schmid „kann es nicht sein, dass unsere ganze Generation schlechtere Arbeitsverhältnisse hat als die Generationen vor uns – und das obwohl wir am besten ausgebildet sind und sich manche Unternehmen mit uns eine goldene Nase verdienen! Wir brauchen hier mehr Fairness, bessere Rechte & lückenlosere Gesetze!“

Schon seit über einem halben Jahr kämpft die GPA-djp, unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BASK) und von der „Plattform Generation Praktikum“ auf der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at für mehr Rechte junger ArbeitnehmerInnen. PraktikantInnen können auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die Angaben werden zur Prüfung an die jeweiligen Gebietskrankenkassen weitergeleitet, die bei Vorliegen von Arbeitsverträgen die sozialversicherungsrechtliche Richtigstellung verlangen können. Zudem werden besonders dreiste Inserate, mit denen PratikantInnenstellen ausgeschrieben werden, auf der Internetseite veröffentlicht.

Die GPA-djp Studierenden Wien auf facebook: https://www.facebook.com/pages/GPA-djp-Studierende-Wien/554750177986407

 

Pflichtpraktikum in HAK und HAS: Rahmenbedingungen entschärft

Fair_statt_prekär

Nebenjobs von HAS- und HAK-SchülerInnen müssen angerechnet werden. Der Appell an die Arbeitgeber ist nach Kollektivvertrag zu entlohnen.

Mit dem aktuellen Schuljahr 2014/15 wurden für die Lehrpläne an Handelsschulen, Handelsakademien und deren Aufbaulehrgänge Pflichtpraktika von vier beziehungsweise acht Wochen eingeführt. Das freut uns als Gewerkschaft naturgemäß nicht. „Weil auch die ursprünglich geplante Umsetzung nicht unseren Vorstellungen entsprochen hat, haben wir gemeinsam mit der Arbeiterkammer Änderungen gefordert und einen sogenannten Durchführungserlass initiiert, in dem alle unsere Anliegen und Forderungen nach langen Verhandlungen durchgesetzt werden. Es ist uns gelungen, die Rahmenbedingungen zu gestalten“, so Helmut Gotthartsleitner, Bundesjugendsekretär der GPA-djp.

Pflichtpraktika als Arbeitsverhältnisse

Damit ist klargestellt, dass diese Pflichtpraktika in Form von Arbeitsverhältnissen stattfinden und laut Kollektivvertrag bezahlt werden müssen. Damit ist das Recht auf die entsprechende kollektivvertragliche Entlohnung im Gesetz verankert ist „Das ist nichts anderes als der gesetzliche Aufruf an die Arbeitgeber, sich an die Spielregeln zu halten und die betroffenen SchülerInnen fair zu entlohnen. An die Schulen ergeht der Aufruf, die SchülerInnen unter Einbindung der Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen auf die Arbeitswelt vorzubereiten: der Durchführungserlass hält fest, dass die Pflichtpraktika in mehreren Unterrichtsgegenständen vor- und nachzubereiten, und dass die SchülerInnen über ihre Rechte und Pflichten zu informieren sind“, hält Gotthartsleitner fest. Erfreulich ist außerdem auch, dass endlich die Realität der SchülerInnen anerkannt wird, indem Nebenjobs wie zum Beispiel im Handel oder im Büro auf das Praktikum angerechnet werden müssen

Skepsis bleibt

Als GPA-djp-Jugend sehen wir diese Einführung der Pflichtpraktika vor allem wegen der fehlenden Praktikumsplätze und wegen der Erfahrungen mit uneinsichtigen Arbeitgebern skeptisch. „Trotzdem ist der vom Bildungsministerium veröffentlichte Erlass ein Zeichen der Stärke der Gewerkschaft und dafür, dass wir uns im Interesse der betroffenen SchülerInnen einbringen. Unsere gewerkschaftliche Arbeit für eine faire – und vor allem gesetzeskonforme – Entlohnung junger ArbeitnehmerInnen bleibt auf unserer Agenda ganz oben!“, so Gotthartsleitner abschließend.

Mehr Infos:

HAK_HAS_Pflichtpraktikum_Ueberblick

Durchfuehrungserlass_HAK_HAS_Pflichtpraktikum_2015

HAS_Praxisportfolio

HAK_Praxisportfolio

 

Kein Salon dem Rechtsextremismus!

Lichtermeer

Setze am 27. und 30. Jänner 2015 ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

2015 ist ein wichtiges Gedenkjahr. Wir erinnern uns an die Befreiung der Konzentrationslager und die Zerschlagung des menschenverachtenden NS-Regimes. Vor 70 Jahren ist der Grundstein für Demokratie in Europa gelegt worden. Doch immer noch müssen wir uns die Diskriminierung, Herabwürdigung und Hetze der Ewiggestrigen und RassitInnen gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe oder anderer religiöser Einstellung anhören. Und genau jene, die Asylsuchende als „diese ganzen Erd- und Höhlenmenschen“ beschimpfen, dürfen drei Tage nachdem am 27 Jänner 2015 am Wiener Heldenplatz an die Opfer des Holocausts gedacht wird, zum „Akademiker Ball“ einladen. Ein Ball wo sich Rechte und Rechtsextreme aus ganz Europa in der Hofburg vernetzen und feiern. Das ist unausstehlich!

70 Jahre danach

Am 27. Jänner 2015 jährt sich die Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee zum 70. Mal. Auschwitz ist das Synonym der massenhaften und industriellen Vernichtung von JüdInnen, Roma und Sinti, Homosexuellen, politisch Andersdenkenden wie SozialdemokratInnen, KommunistInnen, ChristInnen und vieler mehr durch das nationalsozialistische Regime. Auch 70 Jahre danach tragen wir die gesellschaftliche Verantwortung dafür, dass sich dieses Verbrechen, das Millionen von Menschen das Leben gekostet hat, nicht wiederholt. Wir müssen mit aller Kraft und Macht für Demokratie, Rechtsstaat, die Würde des Menschen sowie für Grund- und Menschenrechte einstehen. Wir müssen antifaschistisch bleiben und handeln!

Mehr als eine „Tanzveranstaltung“

Bereits zum dritten Mal wird der „Akademikerball“ von der Wiener FPÖ ausgerichtet. Zuvor organisierte der Dachverband der Wiener deutschnationalen Burschenschaften den so genannten „WKR-Ball“. Diese „Tanzveranstaltung“ soll dem Rechtsextremismus in Österreich und Europa einen harmlosen und legitimen Schein geben. Doch ungefährlich ist die extreme Rechte keineswegs. Die Zahl antisemitischer und rassistischer Übergriffe in Europa steigt. Noch immer verleugnen oder verharmlosen Menschen den Holocaust. Nationalismus, antidemokratische und faschistische Parteien erleben Renaissance in europäischen Ländern, siehe Ungarn oder Frankreich.

Kundgebungen

Solchen Ideologien darf die Republik nicht die Tore öffnen. Daher lädt das Bündnis JETZT ZEICHEN SETZEN am
Freitag, den 30.1.2015 am Heldenplatz zur Kundgebung unter dem Motto „Kein Salon dem Rechtsextremismus!“ ein. Wir fordern: Die Räume der Republik sollen Veranstaltungen und Vernetzungsaktivitäten der extrem Rechten keinen Platz mehr bieten!

Wir laden euch außerdem alle herzlich ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Am Montag, dem 27. Jänner 2015, um 17.00 Uhr am Heldenplatz beim Weiheraum des äußeren Burgtors in 1010 Wien.

Mehr Infos auf www.jetztzeichensetzen.at

ÖGB vergibt Stipendien

Johann-Böhm-Fonds fördert Diplomarbeiten und Dissertationen

Bis zu 5.000 Euro für wissenschaftliche Arbeiten. Bewerbungsfrist: 15. Mai 2015.

Der Johann-Böhm-Fonds will die Forschung zu Themen fördern, die für die ArbeitnehmerInnen-Vertretung von Bedeutung sind. Deshalb vergibt der ÖGB jedes Jahr Stipendien, die je nach Art der wissenschaftlichen Arbeit mit bis zu 5.000 Euro honoriert werden. Ziel ist es, qualitativ hochwertige Arbeiten zu bekommen, die dann dem ÖGB-Verlag zur Publikation vorgeschlagen werden können.

Im Studienjahr 2015 werden Arbeiten zu folgenden Themen gefördert:

  • Crowdwork – Lücken und Erfordernisse arbeitsrechtlicher Erfassung
  • Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung (Stichwort: Online-Handel) auf die Beschäftigung und die Beschäftigungsbedingungen im österreichischen Handel
  • Die interregionale Gewerkschaftsarbeit des ÖGB als Beitrag zur österreichischen Nachbarschaftspolitik

Spätestens zum Zeitpunkt der Bewerbung muss der/die BewerberIn Gewerkschaftsmitglied sein.

ACHTUNG! Die Bewerbungsfrist endete am 15. Mai 2015.

Genauere Informationen zu Höhe und Kriterien der Förderung erhalten Sie bei:

ÖGB-Referat für Rechtspolitik
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien
Mag. Martin Müller
Tel: 01/53 444-39179
E-Mail:
sozialpolitik@oegb.at
www.oegb.at/Stipendien

Mehr Infos:
Externe_Richtlinien_zur_Vergabe_von_Johann_Boehm_Stipendien
CrowdworkLuecken_und_Erfordernisse_arbeitsrechtlicher_Erfassung
Auswirkungen_der_zunehmenden_Digitalisierung_auf_die_Beschaeftigten
Die_interregionale_Gewerkschaftsarbeit_des_OEGB

 

 

ÖVP-Steuermodell: Verteilungsgerechtigkeit sieht anders aus

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Schon auf den ersten Blick lassen sich einige deutliche Unterschiede zum ÖGB/AK-Modell erkennen.

Auch wenn immer wieder betont wird, dass Österreich ein Hochsteuerland wäre und wir ein Ausgabenproblem hätten – die Wahrheit ist: Wir haben ein Verteilungsproblem. Den Löwenanteil der Steuereinnahmen stemmen nämlich die ArbeitnehmerInnen, während Vermögenssteuern hierzulande einen sehr geringen Beitrag zum Staatshaushalt leisten. Es besteht also die dringende Notwendigkeit, die Steuerlast auch gerechter zu verteilen.

Wie verteilt sich die Steuerentlastung?

Ohne der Analyse, die derzeit von ÖGB und AK-ExpertInnen erstellt wird, vorgreifen zu wollen, ist deutlich erkennbar, dass die ÖVP-Reformpläne die ArbeitnehmerInnen deutlich weniger entlasten würden als die von ÖGB/AK. Menschen mit niedrigen Einkommen, die eine Entlastung am dringendsten bräuchten, würden nach dem ÖVP-Modell teilweise leer ausgehen. Dabei würde gerade deren Entlastung direkt in den Konsum fließen und so die Wirtschaft ankurbeln.

Wer wird entlastet?

Nach Angaben der ÖVP würden die (Lohn-)SteuerzahlerInnen im Schnitt um 900 Euro pro Jahr entlastet, Familien mit etwa 410 zusätzlichen Euro und Unternehmer sogar mit 2.000 Euro. Hier ist  – bei insgesamt geringerem Entlastungsvolumen – ganz klar und deutlich eine Verschiebung zugunsten der Unternehmer erkennbar. Der ÖGB ist immer für eine Erleichterungen der Familien eingetreten, aber in Form von Sachleistungen, wie flächendeckende ganztägige Kinderbetreuung oder gratis Schulmaterialien – davon würden alle ÖsterreicherInnen profitieren.

Weniger Sozialversicherungsbeiträge, weniger Leistungen

Die geplante Staffelung der Sozialversicherungsbeiträge ist aus Sicht des ÖGB abzulehnen, da die genauen Auswirkungen auf die Leistungen der Sozialversicherungsträger derzeit noch nicht abschätzbar sind. Hier bedarf es noch einer genaueren Analyse. Positiv zu sehen ist aber, dass sich die ÖVP erstmals bereit zeigt, die Höchstbeitragsgrundlage heraufzusetzen. Damit würden auch Menschen mit höheren Einkommen einen gerechteren Beitrag zur Finanzierung des Sozialstaats leisten. Der ÖGB fordert allerdings weiterhin, dass das Sozialversicherungssystem auf Basis einer Wertschöpfungsabgabe finanziert wird.

Pensionskürzungen führen zu Altersarmut

Alle Alarmglocken beginnen zu schrillen, wenn man sich die Finanzierungsvorschläge für die „Phase 2“ der ÖVP-Pläne ansieht: Zwei Milliarden Euro Entlastung sollen durch Einsparungen hereinkommen, hauptsächlich in den Bereichen Arbeitsmarkt und Pensionen. Pensions- und andere Sozialkürzungen würden nur dazu führen, dass sich die ArbeitnehmerInnen ihre  Entlastung hintenherum und langfristig erst recht wieder selbst bezahlen müssten. Darüber hinaus ist die Ankündigung einer Entlastung von zwei Milliarden bis 2020 äußert sonderbar, da sie nur von der nächsten Regierung umgesetzt werden könnte. Die derzeitige wurde nämlich  bis 2018 gewählt.

Wer soll das bezahlen?

In Sachen Gegenfinanzierung bleiben viele Fragen offen, die deutliche Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen bedeuten könnten. Zusätzlich soll den heimischen Spitzenverdienern mit der Erhöhung des Spitzensteuersatzes erst ab einem Einkommen ab 100.000 Euro ein zusätzlicher steuerlicher Vorteil gewährt werden.

Grundsätzlich ist es positiv, dass nunmehr beide Regierungsparteien ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt haben und somit die Ausgangspositionen der Koalitionspartner klar abgesteckt sind. Der ÖGB drängt weiterhin auf rasche und konstruktive Verhandlungen, damit das von der Regierung selbst gesteckte Ziel einer Einigung bis 17. März erreicht wird.

Eigenen Vorteil ausrechnen

Wer sich seine Steuerentlastung, die das AK/ÖGB Modell bringen würde, ausrechnen mag, kann das unter www.lohnsteuer-runter.at machen.

No pasarán – wir weichen nicht zurück!

no pasaran

Nein zum Burschenbundball! Aufruf zur Demo am 10. Jänner 2015 in Linz!

Jedes Jahr im Winter feiern sich deutschnationale Burschenschaften im Linzer „Palais des Kaufmännischen Vereins“. Am Samstag, dem 10. Jänner 2015, wird es wieder soweit sein. Der Burschenbundball in Linz eröffnet damit nicht nur die rechtsextreme Ballsaison im Jahr 2015, sondern er stellt neben dem Wiener Akademikerball für Rechtsextreme schon längst eine der wichtigsten Festlichkeiten dar.

Ewiggestrig und rechtsextrem

Die Burschenschaft Arminia Czernowitz, die maßgeblich an der Durchführung des Balls beteiligt ist, gehört laut dem DÖW (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes) auch innerhalb der Burschenschaften klar dem rechtsextremen Flügel an. Ihr gehören auch vier FPÖ-Politiker an: Markus Hein (Fraktionschef FPÖ Linz, Linzer Gemeinderat), Michael Raml (Linzer Gemeinderat), Detlef Wimmer (Obmann FPÖ Linz, Linzer Sicherheitsstadtrat) und Werner Pfeffer (Linzer Gemeinderat). Zuletzt rückte die Burschenschaft im Jahr 2010 in den medialen Fokus, weil sie bei einem ihrer Plakate eindeutig nationalsozialistische Symbolik verwendete und dabei lediglich das Hakenkreuz des ursprünglichen Sujets übermalte. Auch das „Corps Alemannia Wien zu Linz” ist an der Organisation des Balls beteiligt: Das Corps, dem auch FPÖ-Landesrat Haimbuchner angehört, versucht trotz einschlägiger Geschichte gerne einen harmlosen Eindruck zu erwecken. Doch während des NS-Faschismus löste sich das Corps selbst auf und wurde zur NS-Kameradschaft „Horst-Wessel”. Wessel, seines Zeichens SA-Sturmführer, war selbst Mitglied dieser Korporation.

Weil es schon immer so war…


Nicht nur deutschnationale Burschenschafter schwingen auf diesem Ball ihr Tanzbein, auch PolitikerInnen und Persönlichkeiten aus konservativen Kreisen sind stets gern gesehene Ballgäste: Die Teilnahme reichte in den vergangenen Jahren von Landeshauptmann Pühringer bis hin zu VertreterInnen der Johannes Kepler Universität Linz. Auch der Ehrenschutz des Burschenbundballs wird zum wiederholten Male von Persönlichkeiten aus Politik und Universität gestellt. Gerade die bereitwillige Unterstützung aus diesen Personenkreisen wertet den ewiggestrigen Burschenbundball enorm auf und schlägt eine Brücke von der extremen Rechten hinein in die bürgerliche Mitte.

Gemeinsam gegen den rechtsextremen Burschenbundball!

Das Bündnis „Linz gegen Rechts“, dem mittlerweile rund 60 Organisationen angehören, ruft daher am Samstag, 10. Jänner 2015, zu einer breiten, antifaschistischen Demonstration gegen den im Palais des kaufmännischen Vereins stattfindenden Burschenbundball auf. Unser Anliegen ist ein entschlossener, lautstarker und friedlicher Protest gegen die Abhaltung dieses rechtsextremen Ereignisses. Die SponsorInnen der letzten Jahre fordern wir auf, diesen Ball nicht mit ihren finanziellen Mitteln zu unterstützen, insbesondere die Energie AG, die Sparkasse OÖ, die Hypo OÖ, die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, die Gesellschaft für den Wohnungsbau, Wohnbau 2000 und das Johannes Kepler Heim für Studierende. Die offizielle Politik und Personen im Umfeld der Johannes Kepler Universität fordern wir ebenfalls auf, dem Ball fernzubleiben und keinen Ehrenschutz zu übernehmen!

Wir sagen: Nein zu Faschismus, Nein zum Burschenbundball!linz gegen rechts

No pasarán – wir weichen nicht zurück!
Samstag, 10. Jänner 2015
Beginn: 17:30 Uhr, Hauptbahnhof Linz

Alle Infos unter: www.linz-gegen-rechts.at // facebook.com/linz.gegen.rechts

Der 8. Dezember kann auch im Handel ein Feiertag sein

bilderbox.com

(bilderbox.com)

Viele ÖsterreicherInnen freuen sich darauf, das bevorstehende verlängerte freie Wochenende zu genießen – eine Erholungspause, die für Hunderttausende Angestellte im Handel nicht gilt: Sie tragen mit ihrer Arbeit am 8. Dezember sehr wesentlich dazu bei, dass die Weihnachtsumsätze auch heuer wieder stimmen. “Diese aufgrund von Weihnachtshektik, Sonderangeboten und Feiertagsrabatten vielerorts anstrengende Arbeit muss dementsprechend honoriert werden“, erinnert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) die Unternehmen daran, sich an die im Kollektivvertrag geregelten Rahmenbedingungen zu halten:

Sonderregeln am 8.Dezember
Geschäfte dürfen am 8. Dezember zwischen 10.00 und 18.00 Uhr geöffnet haben. Der Arbeitseinsatz ist freiwillig, die Angestellten können laut Kollektivvertrag am Feiertag nicht gegen ihren Willen eingesetzt werden. Der Arbeitgeber muss für den Feiertag das laufende Feiertagsentgelt bezahlen, egal ob gearbeitet wird oder nicht. Arbeiten Handelsangestellte im Rahmen ihrer normal üblichen Arbeitszeit am Feiertag, dann ist diese Arbeitszeit zusätzlich zum Feiertagsentgelt abzugelten. Arbeiten die Handelsangestellten außerhalb ihrer normalen Arbeitszeiteinteilung am 8. Dezember, dann steht ihnen zusätzlich zum Feiertagsentgelt ein Überstundenzuschlag von 100% zu. Für Arbeitsleistungen bis zu 4 Stunden kommt Zeitausgleich in der Höhe eines halben Tages dazu, für Arbeitsleistungen über 4 Stunden gebührt Zeitausgleich in der Höhe eines ganzen Tages. Dieses Zeitguthaben muss bis zum 31. März 2015 aufgebraucht werden.

Zuschläge
Außerdem dürfen auch die besonderen Zuschläge nicht vergessen werden, so Katzian weiter. So werden beispielsweise geringfügig Beschäftigte besonders in der angeblich ruhigsten Zeit des Jahres auch zu Zeiten eingesetzt, in denen Zuschläge anfallen: im Abendverkauf nach 18.30 Uhr oder an Samstagen nach 13.00 Uhr. “Für alle diese Zeiten gibt es Zuschläge, auf die auch geringfügig Beschäftigte Anspruch haben.”

Dank an Unternehmen, die ihren Angestellten einen freien Tag schenken!
Auch heuer haben sich führende Handelsunternehmen wieder dazu entschlossen, den 8. Dezember geschlossen zu halten, um ihren Angestellten zumindest einen freien Tag im Advent zu ermöglichen, so Wolfgang Katzian abschließend: „Das bedeutet Wertschätzung für die Leistung der Angestellten, bei diesen Unternehmen bedanken wir uns! Die Arbeitszeit ist einer der Taktgeber für den Wohlstand unserer Gesellschaft, weil zum Wohlstand natürlich auch die gemeinsame Freizeit gehört und das gilt auch für Handelsangestellte. In diesem Sinne bleiben wir dabei, dass die Arbeit an Sonn- und Feiertagen die Ausnahme bleiben muss!“

Zu wenig zum Leben

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Die Handelsumfrage 2014 der GPA-djp Jugend zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten nicht mit ihrer Lehrlingsentschädigung zufrieden ist.

Jährlich werden die Gehälter, Löhne und Lehrlingsentschädigungen von den Gewerkschaften neu verhandelt und eine jährliche Einkommenserhöhung erreicht. Dennoch sind 56,50 Prozent der befragten Lehrlinge mit der Höhe ihrer Lehrlingsentschädigung nicht zufrieden. Nachvollziehbar, denn Wohnen, Lebensmittel, Energie und Mobilität werden stets teurer. Da bringt auch die jährliche Gehaltserhöhung oder die Erhöhung der Lehrlingsentschädigung nicht sehr viel, da die Inflation das meiste gleich wieder auffrisst. Die jungen Menschen spüren also kaum etwas von einer Gehaltserhöhung.

Anstieg an überbetrieblicher Ausbildung

Ein weiterer Grund für die Unzufriedenheit mit der Höhe der Lehrlingsentschädigung ist womöglich eine hohe Beteiligung von Lehrlingen aus überbetrieblichen Ausbildungsstätten (ÜBA) an der Umfrage. Generell steigt die Zahl junger Menschen, die nicht in Betrieben sondern in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ihren Beruf erlernen. Wurden 1980 noch 194.089 Lehrlinge in den heimischen Betrieben ausgebildet, waren es im Jahr 2012 nur mehr 125.228. Davon wurden 9.521 Lehrlinge nicht in Betrieben ausgebildet, sondern in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen, die vom AMS finanziert werden. Insgesamt bilden lediglich 20 Prozent der Betriebe, die das machen können, auch Lehrlinge aus.

Ungleiche Bezahlung

Nicht nur, dass junge Menschen gerne so realitätsgetreu wie möglich im Betrieb ausgebildet werden möchten, verdienen sie in überbetrieblichen Ausbildungsstätten auch entsprechend weniger. Während ein ÜBA-Lehrling im ersten und zweiten Lehrjahr 294 Euro und im dritten Lehrjahr 679,50 Euro zur Deckung des Lebensunterhaltes (DLU) bekommt, verdient ein Lehrling im Handel 504 bzw. 520 Euro im ersten Lehrjahr, 641 bzw. 661 Euro im zweiten und 913 bzw. 941 Euro im dritten Lehrjahr.

Daten und Fakten zur Umfrage

Bei der jährlichen Handelsumfrage der GPA-djp Jugend wurden im Frühjahr 2014 16.332 Fragebögen an alle Lehrlinge, die dem Kollektivvertrag Handel angehören, versandt. 2.050 Fragebögen wurden retourniert und ausgewertet. Die Teilnahme beläuft sich somit auf 12,55 Prozent.

Alle Ergebnisse auf goo.gl/Lxa5yl

Verbotene Überstunden

Ueberstunden - extra hours

Überstunden sind für Lehrlinge unter 18 Jahre gesetzlich verboten. Die Handelsumfrage 2014 der GPA-djp Jugend zeigt aber, dass mehr als die Hälfte aller befragten Handelslehrlinge schon einmal Überstunden leisten musste.

Für Jugendliche gelten eigene Arbeitszeitbestimmungen. So dürfen Jugendliche bis 18 Jahre nicht länger als acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich arbeiten. Überstunden sind also verboten. Wenn sie dennoch Überstunden leisten, gebührt ihnen ein Zuschlag von 50 Prozent auf den Normallohn. Bei Lehrlingen, die älter als 18 Jahre alt sind, ist für die Berechnung der Überstundenentlohnung der niedrigste im Betrieb vereinbarte FacharbeiterInnenlohn bzw. das niedrigste Angestelltengehalt heranzuziehen. Kollektivverträge können auch für Lehrlinge, die noch nicht 18 Jahre alt sind, höhere Überstundenentgelte vorsehen.

Mehr als die Hälfte muss Überstunden leisten

Die Handelsumfrage der GPA-djp Jugend zeigt, dass 57,90 Prozent aller befragten Lehrlinge im Handel schon einmal Überstunden leisten musste. Bei den 16 bis 18-jährigen sind es mit 53,90 Prozent noch immer mehr als die Hälfte, und sogar 18 Prozent der unter 16-jährigen mussten Überstunden leisten. Daraus folgt, dass Betriebe gesetzliche Schutzbestimmungen für Jugendliche nicht ernstnehmen. Überstunden für Lehrlinge und Jugendliche sind nicht nur verboten, sondern auch völlig unverständlich, da Lehrlinge zur Ausbildung im Betrieb sind. Denn was soll in einer Überstunde gelernt oder gelehrt werden, was nicht auch während der regulären acht Stunden Arbeitszeit möglich ist.

Teilweise unbezahlt und unfreiwillig

Auf die Frage wie viele Überstunden die Lehrlinge pro Monat erbringen, antworteten 42,20 Prozent, dass sie bis zu fünf Überstunden pro Monat leisten, 10,60 Prozent sagen aus, dass sie bis zu 15 Überstunden erbringen und 4,70 Prozent machen sogar über 15 Überstunden im Monat. Gerade weil es sich um Lehrlinge und zum Teil auch noch Jugendliche handelt, sind diese Zahlen erschreckend. Hinzu kommt, dass 35,70 Prozent der Befragten angeben, dass ihnen zumindest einmal die Überstunden weder in Geld oder Zeit ausbezahlt wurden. 50,80 Prozent sagen auch, dass sie die Überstunden unfreiwillig erbringen haben müssen.

Daten und Fakten zur Umfrage

Bei der jährlichen Handelsumfrage der GPA-djp Jugend wurden im Frühjahr 2014 16.332 Fragebögen an alle Lehrlinge, die dem Kollektivvertrag Handel angehören, versandt. 2.050 Fragebögen wurden retourniert und ausgewertet. Die Teilnahme beläuft sich somit auf 12,55 Prozent.

Alle Ergebnisse auf goo.gl/Lxa5yl

Lehrstellen sind Mangelware

(c) www.bilderbox.at

Die Handelsumfrage 2014 der GPA-djp Jugend zeigt: 50 Prozent der Befragten haben Probleme bei der Lehrstellensuche und 42,2 Prozent der Handelslehrlinge üben nicht ihren Wunschberuf aus.

Fakt ist, immer weniger Betriebe bilden Lehrlinge selbst aus. Die angebotenen Lehrstellen gehen seit den 1980ern kontinuierlich zurück. Wurden 1980 noch 194.089 Lehrlinge in den heimischen Betrieben ausgebildet, waren es im Jahr 2012 nur mehr 125.228. Davon wurden 9.521 Lehrlinge nicht in Betrieben ausgebildet, sondern in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen, die vom AMS finanziert werden. Insgesamt bilden lediglich 20 Prozent der Betriebe, die das machen können, auch Lehrlinge aus. Dass die Bereitschaft Lehrlinge auszubilden eindeutig zurückgeht, lässt sich somit nicht leugnen.

Das zeigen auch die Ergebnisse der Umfrage, die die GPA-djp Jugend unter Lehrlingen im Handel durchführte. 50 Prozent der Befragten gaben an, dass es für sie schwer war eine Lehrstelle zu finden. Dass die Hälfte der Lehrlinge im Handel Probleme bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hatten, stellt der Wirtschaft kein gutes Zeugnis aus und bestätigt nur, dass immer weniger Betriebe bereit dazu sind ihre eigenen, dringend benötigten Fachkräfte auszubilden. Gleichzeitig beschweren sich aber viele Unternehmer und Unternehmerinnen über einen Fachkräftemangel.

Großteils zufrieden mit Ausbildung

82,10 Prozent der befragten Lehrlinge geben an, mit der Ausbildung zufrieden zu sein. Dennoch gibt es den Jugendlichen zufolge viele Problemfelder. Einige Lehrlinge beklagen, dass sie wenig lernen, in Wahrheit auch etwas anderes lernen wollten oder zu einem großen Teil nur im Lager tätig sind. Ist das der Fall kommt es kaum zum Kundenkontakt, doch gerade im Einzelhandel stellt das Kunden- und Verkaufsgespräch einen essentiellen Teil der Lehrausbildung dar. Außerdem geben Lehrlinge an, dass sie Überstunden leisten müssten, der Druck hoch ist, der Verdienst aber gering.

Daten und Fakten zur Umfrage

Bei der jährlichen Handelsumfrage der GPA-djp Jugend wurden im Frühjahr 2014 16.332 Fragebögen an alle Lehrlinge, die dem Kollektivvertrag Handel angehören, versandt. 2.050 Fragebögen wurden retourniert und ausgewertet. Die Teilnahme beläuft sich somit auf 12,55 Prozent.

Alle Ergebnisse auf goo.gl/Lxa5yl

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