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Zur GPA-djp Jugend:

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Frühlingsgefühle in Tunis!

Tunesien. Wie lebendig der Arabische Frühling noch ist, war beim Weltsozialforum (WSF), das von 26.-30. Februar in Tunis stattfand, deutlich spürbar. Ein Bericht von Florian Keller.

Woran merkt man, dass man in einem Land angekommen ist, das mitten in einer Revolution steckt? Ist es der Fakt, dass das erste, was man nach der Ankunft am Flughafen sieht, eine Gruppe von diskutierenden Arbeitern ist, die immer mal wieder einer (anscheinend) besonders guten Wortmeldung applaudieren? Dass die Bäcker sich im Streik befinden, und es deswegen kaum frisches Brot gibt? Ist es der Fakt, dass beim Abendessen in einer kleinen Imbissbude alle Anwesenden verstummen, sobald die Nachrichten das Sportprogramm unterbrechen und alle ihnen gebannt folgen? Dass der Wirt mit dem Ruf „Dégage“ (Hau ab) eine Papierkugel auf den Fernseher wirft, als der Premierminister gezeigt wird, und das mit einem zustimmenden Lachen honoriert wird? Merkt man es daran, dass auf einer Demonstration die Blöcke der altgedienten Gewerkschafts- und Parteiführer der Linken von Menschenketten junger AktivistInnen geschützt werden, die nicht selten aus 15- 16jährigen Mädchen bestehen? Oder ist es ganz einfach der Fakt, dass Menschen, wenn sie merken, dass man als Ausländer politisch interessiert ist, nicht einer Diskussion ausweichen, sondern begierig sind, Meinungen zu hören und auszutauschen? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus all dem und noch viel mehr, das zeigt, dass die Menschen nicht mehr hilflos und achselzuckend vor der Realität kapitulieren, sondern ihr mit dem Bewusstsein entgegentreten, sie selbst verändern zu können.

Konterrevolution
Und zu verändern gibt es in der tunesischen Realität einiges. Zusammenfassend beschrieb mir Ali, ein Aktivist einer selbstverwalteten Radiostation aus der revolutionären Hochburg Kasserine, die momentane Situation so: „Das Einzige, was sich mit der Revolution verändert hat ist, dass wir uns das Recht erkämpft haben, zu sagen was wir denken.“ Mittlerweile ist eine Koalitionsregierung aus der islamistischen Ennahda-Partei, einer Zentrums- und einer sozialdemokratischen Partei an der Macht, die abfällig „Troika“ genannt wird. Die Ausrichtung dieser Regierung ist klar: Die Privilegien der herrschenden Klasse und der ausländischen Konzerne werden verteidigt, wenn es sein muss auch mit Gewalt. Das prominenteste Opfer der Konterrevolution ist Chokri Belaïd, der Generalsekretär der „Volksfront“. In dieser sind seit Oktober die wichtigsten linken Organisationen des Landes vereinigt. Schon seit längerem kam es zu gewaltsamen Angriffen auf Gewerkschaftshäuser und linke Demonstrationen, bis schließlich am 6. Februar Belaïd umgebracht wurde. Die Revolutionäre machen dafür Mitglieder der „Bünde zur Verteidigung der Revolution“ verantwortlich, die entgegen ihrem Namen konterrevolutionäre Schlägertrupps sind und mit der regierenden Ennahda enge Verbindungen pflegen. Die Reaktion auf diesen Mord war gewaltig. Ein Generalstreik wurde für den Tag der Beerdigung ausgerufen und auch vollständig eingehalten. Das ganze Land kam zum Stillstand, 1,4 Mio. Menschen folgten allein in der Hauptstadt Tunis dem Sarg des Politikers. Den Grund dafür lieferte mir eine junge Journalistin: „Wenn Chokri Belaïd umgebracht werden kann, kann es uns alle treffen“.

Ungebrochen
Auf dem WSF wurde deutlich, dass die Revolution ungebrochen ist. Vielmehr noch, sie erweitert ihre Basis laufend und für die breiten Massen wird immer klarer, wer auf welcher Seite steht. Vor allem der konterrevolutionäre Charakter der regierenden Islamisten wird immer deutlicher. Dies zeigte sich etwa bei den Wahlen zur Studierendenvertretung. Im März 2012 lag die linke, revolutionäre UGET mit 36% nur knapp vor der islamistischen UGTE mit 31%. In diesem Jahr konnte die UGET schon 71% der Stimmen auf sich vereinen! Doch am Beispiel der UGET wird auch deutlich, woran die gesamte Bewegung krankt. Während die Basis zu einem großen Teil aus KommunistInnen besteht, wird der Posten des Generalsekretärs weiterhin von dem über 40jährigen Ezzeddine Zaâtour, gehalten der noch unter Ben Ali die Führung dieser Organisation übernahm. Seit 2003 hat kein Kongress mehr stattgefunden, bei dem diese Position zur Wahl gestanden wäre. Wenn die UGET eine revolutionäre Kraft darstellt, dann ist das nicht wegen, sondern trotz ihrer Führung und nur durch die enorme Opferbereitschaft ihrer AktivistInnen der Fall!

Ähnliches gilt auch für den Gewerkschaftsdachverband UGTT. Die enorme Autorität, die die Organisation durch ihre Rolle in der Revolution auf lokaler Ebene erringen konnte, steht im scharfen Kontrast zur Politik der landesweiten Führung. Am 13. Dezember blies die Gewerkschaftsführung in letzter Minute einen Generalstreik gegen die Regierung ab, zu dem sie zuvor auf enormen Druck von unten widerwillig aufgerufen hatte. Und auf dem Weltsozialforum verstaubte am Stand der Gewerkschaft Literatur über sozialpartnerschaftliche Lösungsansätze, während an den Tischen daneben Literatur über Revolution, Sozialismus und Klassenkampf wegging wie warme Semmeln.

Fakt ist aber: In Tunesien braucht es keine Partnerschaft mit einer immer diktatorischer agierenden Regierung, sondern eine zweite Revolution, um die demokratischen und sozialen Ziele der Bewegung durchzusetzen.

 

von Florian Keller

ÖGJ solidarisch mit entlassenen Beschäftigten des SPAR-Tankstellenshops in Dättwil (Schweiz)!

Als GewerkschafterInnen sind wir von den Geschehnissen rund um den SPAR Tankstellenshop Dättwil in der Schweiz entrüstet. Wir sind entrüstet darüber, dass die Streikenden von SPAR fristlos entlassen wurden und wir sind entrüstet, dass der SPAR Tankstellenshop auf richterliche Anordnung von der Polizei geräumt wurde.In der heutigen Sitzung des Bundesjugendvorstandes der österreichischen Gewerkschaftsjugend haben wir daher über die aktuellen Geschehnisse berichtet. Gemeinsam haben wir, von der Österreichischen Gewerkschaftsjugend nachfolgende Solidaritätsbotschaft beschlossen:

NEIN ZUR ENTLASSUNG VON STREIKENDEN BEI SPAR SCHWEIZ!

Nach knapp zwei Wochen Streik der SPAR Beschäftigten in einer Tankstellen-Filiale in der Schweiz, weigern sich die SPAR-EntscheidungsträgerInnen noch immer sich mit den Beschäftigten um eine Konfliktlösung zu bemühen. Die Beschäftigten setzen  sich gegen die Arbeitsbedingungen, für mehr Gehalt und gegen unrechtmäßige Überstunden ein. Nun wurden die streikenden von SPAR fristlos entlassen.

Die Schweizer KollegInnen der Gewerkschaft UNIA ziehen nun gegen SPAR und für die Beschäftigten vor Gericht. Als österreichische Gewerkschaftsjugend verurteilen wir das Vorgehen von SPAR aufs schärfste und solidarisieren uns mit den Beschäftigten und den KollegInnen in der Schweiz.

Faire Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung und der Arbeit entsprechende Anstellungen sollten Grundsätze der Beschäftigungspolitik sein. Wenn sich ArbeitnehmerInnen für ihre Rechte und ihre Arbeitsbedingungen einsetzen dann verdient das Unterstützung! Die Entlassung der Streikenden muss schnellstens rückgängig gemacht und die Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden!

Daher solidarisieren wir uns als Österreichische Gewerkschaftsjugend mit den Beschäftigten von SPAR und unterstützen die KollegInnen der UNIA Schweiz in ihrer gewerkschaftlichen Arbeit.

Unterstütz auch du, die Proteste und schicke Solidaritätsbotschaften und ein Foto an web@unia.ch und an fabian.molina@unia.ch! Mehr Infos rund um das Thema sind hier zu finden!

Schulanrechnung an Lehrzeit verhindert Lohndumping!

AbsolventInnen von mittleren und höheren Schulen haben bereits einen Abschluss! Firmen wollen nur billige Arbeitskräfte! Bezugnehmend auf einen Artikel in der Salzburger Krone möchte die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) klar stellen, dass der neue Erlass für die Anrechnungen von Schulzeiten an Lehrzeiten nun endlich ein Ausbeuten von jungen Menschen verhindert.

Mit Lehre über € 30.000,- weniger Gehalt! „In den vergangenen Jahren wurde es von manchen Betrieben einfach übertrieben! So haben Firmen systematisch nach Absolventen von mittleren und höheren Schulen gesucht um diese nach dem Schulabschluss wieder in eine Ausbildung zu drängen! In einem Handelsbetrieb beträgt der Unterschied in den 3 Lehrjahren über € 30.000,-. Dazu kommen noch diverse Förderungen, welche auch direkt den Firmen zugutekommt. Dass Betriebe nun junge Leute überhaupt den Beruf verwehren finde ich unerträglich, stützt allerdings unsere These, dass in den vergangenen Jahren einfach nur billige gut ausgebildete junge Arbeitskräfte gesucht wurden“, zeigt sich Ines Rehrl, Jugendsekretärin der GPA-djp Salzburg, empört.

Beispiel einer Annahof-Absolventin „Ich habe die HBLA in Salzburg besucht und erlebte nach meinem Abschluss einige unangenehme Überraschungen. Kein Betrieb wollte meinen Abschluss anerkennen, da ich ja anscheinend keine Praxiserfahrung vorweisen konnte. Ein halbes Jahr nach meinem Abschluss erkannte ich, dass ich am Arbeitsmarkt keine Chance hatte und lies mich von einem Reisebüro als Lehrling im 2. Lehrjahr einstellen, obwohl ich dank meiner Ausbildung einen gleichwertigen Abschluss als Bürokauffrau oder Restaurantfachfrau erworben habe.“, so die junge Betroffene.

„Die Firmen müssen ihre Verantwortung wieder mehr wahrnehmen. Es kommen aus Salzburgs Schulen gut ausgebildete junge Menschen. Das theoretische Wissen ist zu hundert Prozent vorhanden. Um Praxiserfahrung zu sammeln, müssen auch die Betriebe ihren Beitrag leisten und junge Menschen in Beschäftigung nehmen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, ergänzt Ines Rehrl.

„Dass nun genau jene Firmen, die jahrelang von dieser Gesetzeslücke profitiert haben, als erstes laut aufschreien war uns klar. So gab es auch in der Vergangenheit genug Unternehmen, die Schulabsolventen als normale Fachkraft anstellten. Jetzt wird es Zeit, dass auch die im Artikel angesprochene Firma ihre soziale Verantwortung wahrnimmt und SchulabsolventInnen mit guten Noten auch ohne Praxiserfahrung normal anstellt und fair bezahlt“, so die Jugendsekretärin weiter.

„Wir bleiben weiterhin unserem Kurs treu, dass wir Lohndumping von jungen Menschen ganz klar verhindern wollen. Die Situation von einzelnen jungen Menschen, die sich nun genau bei jenen Firmen bewerben, welche das System ausnutzten, tut uns natürlich leid. Wir sind uns aber sicher, dass es für fleißige Schülerinnen und Schüler viele Betriebe gibt, die sich der Leistung und des Könnens der jungen Leute durchaus bewusst sind“, so Ines Rehrl abschließend.

Europas Jugend in der Krise

Wo sind die Arbeitsplätze?

Wo sind die Arbeitsplätze?

Nachdem die Jugendarbeitslosigkeit in Europa mit knapp 25 Prozent ein noch nie dagewesenes Hoch erreicht hat, haben sich die europäische Kommission und das europäische Parlament im Frühjahr 2013 auf die sogenannte Jugendgarantie geeinigt.

Generell ist das ein guter Schritt in eine jugendfreundliche Zukunft, allerdings ist es wirklich nur ein erster Schritt und es kann in keinem Fall von einer langfristigen Lösung ausgegangen werden. Jugendgarantie bedeutet, dass Jugendliche nach spätestens vier Monaten Arbeitslosigkeit in verschiedene Aus- und Weiterbildungsprogramme, in Praktika oder wenn möglich in echte Beschäftigungsverhältnisse integriert werden sollen. Jetzt stellt sich allerdings die Frage, in wieweit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für eine der am besten ausgebildeten Generationen in Europa eine echte Alternative darstellen. Auf kurz oder lang werden mit solchen Aktionen nur die Zahlen geschönt – langfristig wird sich aber dadurch an der Gesamtsituation nicht viel ändern. Hinzuzufügen ist, dass es noch lange nicht in allen Ländern Praxis ist Praktika auch zu bezahlen.

Europas Jugend steht vor einem massiven Problem – sie sind sehr gut ausgebildete junge Leute ohne Perspektive. In Griechenland beispielsweise nähert sich die Jugendarbeitslosigkeit der 60 Prozent Marke, Spanien liegt mit 50 und Portugal mit über 40 Prozent nur knapp dahinter. Es trifft aber nicht nur jene Länder die unter der Intervention der Troika stehen, auch Schweden hat gerade mit massiven Protesten der Jugend zu kämpfen. Ausschlaggebend dafür war ein Vorschlag der Regierung junge Menschen mit 75 Prozent des kollektivvertraglichen Gehaltes abzuspeisen.

Es braucht also langfristige Lösungen – bezüglich der Jugendgarantie kann niemand abschätzen in welchen Brachen und in welchen Verhältnissen die jungen ArbeitnehmerInnen landen sollen und werden. Fakt ist jedoch, dass es in Europa momentan nicht genug Arbeit gibt. Überall wird gespart und gekürzt, aber an den falschen Stellen. Es darf nicht sein, dass genau bei der Zukunft gespart wird. Es kann nicht sein, dass Europas Jugend jegliche Aussichten genommen werden.

Devise muss sein, Arbeit zu schaffen. Es muss gehandelt werden – aktiv gehandelt werden. Erste Schritte wären zum Beispiel nationale Bildungsabschlüsse auch international anzuerkennen, weiteren Privatisierungen muss unverzüglich ein Riegel vorgeschoben werden, Bankenrettungspakete müssen der Vergangenheit angehören und es muss sofort in Zukunftsperspektiven für Jugendliche – wie (Aus-) Bildung und Infrastruktur investiert werden. Investitionen in den Arbeitsmarkt sind unvermeidlich!

Europas Jugend hat echte Chancen verdient – nicht nur kurzfristige Maßnahmen um die Statistiken zu schönen.

Diktatur in der Wiege der Demokratie

In der Nacht von 11. auf 12. Juni 2013 hat die griechische Regierung angeordnet, den staatlichen Rundfunkbetreiber ERT mit sofortiger Wirkung zu schließen.

Durch diese Maßnahme verlieren nicht nur rund 2700 Menschen quasi über Nacht ihren Arbeitsplatz und somit ihre Lebensgrundlage, sondern dieses Vorgehen ist auch demokratiepolitisch scharf zu verurteilen. Öffentlich-rechtliche Einrichtungen bilden den Grundstock einer demokratischen Informationsmethodik – haben sie doch einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Die griechischen Kolleginnen und Kollegen haben nicht vor, sich der Diktatur des Staatsapparates widerstandslos zu beugen – sie besetzen das Gebäude und nutzen solidarisierte private TV-Sender um sich gegen dieses weitere Spardiktat zu richten.

Dieses Vorgehen der konservativen griechischen Regierung entbehrt jeder Auffassung von Demokratie. Die Menschen in Griechenland, von der durch Spekulanten hervorgerufenen Krise stark geschwächt, brauchen unsere Hilfe und unsere Solidarität. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Sparpolitik die Menschen in noch größere Nöte stürzt und zudem die demokratische Basis Europas gefährdet.

Unsere griechischen Kolleginnen und Kollegen sind auf unterschiedliche Art auf Unterstützung angewiesen. Einerseits geht es um eine breite Öffentlichkeit um auf die momentanen Zustände aufmerksam zu machen und sich massiv gegen die Machenschaften der Troika-geleiteten Regierung zu stellen. Andererseits gilt es aber auch direkte Hilfe zu leisten. Denn nicht nur die Meinungsfreiheit steht in Griechenland auf der Kippe, auch die medizinische Versorgung ist auf ein Minimum reduziert. Die „Klinik der Solidarität“ hilft zum Beispiel genau dort wo das Gesundheitssystem kaputtgespart wurde.

Innerhalb der europäischen Union müssen  wir jetzt vermehrt Zusammenhalt beweisen. Vor allem die Länder die unter Intervention der Troika stehen, brauchen unsere aktive Solidarität und Unterstützung.

Der griechische TV-Sender ERT sendete gestern als letztes ausgestrahltes Bild: „Es tut uns leid – wir leben in einer Diktatur“. Lassen wir es nicht soweit kommen, dass es innerhalb der Union zu aktiven diktatorischen Handlungen kommen kann – ohne Konsequenzen für die demokratiefeindlichen Regierungen!

Solidarität mit unseren KollegInnen in der Türkei!

Protest

(c) bilderbox.at

Seit Tagen kämpfen hunderttausende Jugendliche und Arbeitende in der Türkei um ihre Freiheit. Seit Jahren schränkt die Regierung Erdogan immer mehr Grundrechte ein, geht mit diktatorischen Maßnahmen gegen die Linke und die Gewerkschaftsbewegung vor.

So wurden dutzende AktivistInnen der Gewerkschaft im öffentlichen Dienst, KESK, wegen angeblicher „Mitgliedschaft in einer Terroristischen Vereinigung“ eingesperrt. Auch die Demonstration am 1. Mai in Istanbul wurde dieses Jahr mit voller Wucht des Staatsapparates angegriffen. Hunderte Tränengasgranaten und Wasserwerfer wurden gegen GewerkschafterInnen und SozialistInnen eingesetzt, die versuchten, den zentralen Taksim-Platz zu erreichen. Mit der selben brutalen Gewalt ging die Polizei auch gegen die friedlichen BesetzerInnen des Gezi-Parks vor, die mit dieser Maßnahme versuchten, diesen letzten großen Park im Zentrum Istanbuls zu erhalten. Hunderte Menschen wurden durch auf Kopfhöhe abgefeuerte Tränengasgranaten, Schlagstockeinsätze und Wasserwerfer, die auf die Köpfe der Menschen zielten, verletzt. Es gibt auch mehrere Todesopfer. Tausende wurden festgenommen und die Medien in der Türkei haben tagelang geschwiegen.Wir sprechen den Protestierenden in der Türkei hiermit unsere ganze Solidarität aus. Wir werden jede Solidaritätsaktion und -demonstration hier in Österreich mit all unserer Kraft unterstützen und dafür kämpfen, dass die Wahrheit über den Widerstand in der Türkei auch hier bekannt wird. Außerdem werden wir eine Protestnote an die türkische Botschaft schicken. Hoch die Internationale Solidarität!

Sei dabei: Bundesjugendforum 2013 – Auf die Barrikaden!

Auf die Barrikaden!

Auf die Barrikaden!

Mittlerweile ist das Bundesjugendforum der GPA-djp Jugend zum Fixpunkt geworden. Heuer geht’s vom 20. bis 22. September nach Kärnten ins Jugendgästehaus Cap Wörth (9220 Velden am See, Seecorso 37-39). Sei auch du bei der größten Veranstaltung der GPA-djp Jugend dabei!

Spannende Diskussionen und Workshops! Wissen sammeln und dabei auch noch Spaß haben! Was anderswo ein Fremdwort ist, lässt sich bei der GPA-djp Jugend in die Tat umsetzen. Aus 8 Workshops kannst du dir dein Thema auswählen und gemeinsam mit anderen SchülerInnen, Studierenden, Lehrlingen und jungen ArbeitnehmerInnen diskutieren. Hier die angebotenen Workshops:

  • Kapitalismus Kritik
  • Gender Mainstreaming – Was soll’s?
  • Solidarität Grenzenlos
  • Mitbestimmung vs. Entdemokratisierung
  • Themen zum Thema machen! Aktionen mal anders
  • Unite against fascism! Antifaschismus & Antirassismus
  • Lehrlingsausbildung – Worauf muss ich achten?
  • Organizing als Mittel zur Interessendurchsetzung
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Neue Leute kennen lernen und Spaß haben! Mehr als 140 SchülerInnen, Studierende, Lehrlinge und junge ArbeitnehmerInnen nehmen gemeinsam mit dir am Bundesjugendforum teil. Natürlich kommt dabei auch der Spaß nicht zu kurz. Neben einer Party mit Karaoke und allem was dazu gehört und einem Band-Abend gibt es auch noch einen ArbeiterInnenlieder-Abend! Also: Fangt schon mal an zu üben!
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Auf die Barrikaden! Sparpakete anstelle von Investitionen, Bankenrettung auf dem Rücken der Menschen, Sozialabbau und Hürden in der Bildung! Das sind nur einige Themen die uns auf die Barrikaden und vor allem auf die Straße treiben. Genau darum findet an diesem Wochenende auch das 6. GPA-djp Bundesjugendforum statt. Bei diesem wählen wir ein neues Team für das GPA-djp Bundesjugendpräsidium und diskutieren die politische Positionierung für die nächsten Jahre! Wir lassen nicht zu, dass mit uns Politik gemacht wird – wir können das selber.
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Aktionismus 2 Go! Bis zum Bundesjugendforum dauert es noch eine weile aber das heißt nicht dass wir untätig sind. Also druck das “Auf die Barrikaden” Symbol aus und sag uns mit einem Foto von dir, was dich auf die Barrikaden treibt. Je kreativer desto besser! Einfach das Foto auf Facebook posten und deine FreundInnen einladen das gleiche zu machen! Los geht’s!
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Los – Jetzt anmelden! Ab sofort kannst du dich hier anmelden! Für Mitglieder der GPA-djp Jugend ist die Teilnahme (An- & Abreise, Verpflegung, Nächtigung, Workshops…) kostenlos. Die Anreise erfolgt übrigens am Freitag im laufe des Vormittages! Zurück geht’s dann am Sonntag nach dem Mittagessen!
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Du willst mehr Wissen! Mehr Infos zum 6. GPA-djp Bundesjugendforum mit dem Motto „Auf die Barrikaden” senden wir dir nach deiner Anmeldung via Email zu. Solltest du schon jetzt fragen haben erreichst du die GPA-djp Jugend via Email an jugend@gpa-djp.at. Also: Wir sehen uns in Kärnten!
Links:

Heute | 6. Juni 2013 | 17 Uhr | Wien: DEMONSTRATION: WE STILL DEMAND HUMAN RIGHTS!

Mehr als ein halbes Jahr Proteste
In vielen europäischen Ländern regte sich diesen Herbst immenser Widerstand gegen das Asylsystem. Im September 2012 zogen Geflüchtete in Deutschland 600 Kilometer von Würzburg nach Berlin und errichteten dort ein Protestcamp. In Reaktion auf ihre prekäre Lebenssituation haben somalische Geflüchtete in Österreich am 10. Oktober zwei Tage und Nächte vor dem östereichischen Parlament protestiert um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.

Traiskirchen – Sigmund-Freud-Park – Votivkirche – Servitenkloster
Am 24. November sind Geflüchtete vom Lager Traiskirchen nach Wien marschiert, um auf katastrophale Missstände im Asylwesen aufmerksam zu machen und ihre Rechte einzufordern. Nach einem Monat Protestcamp bei eisigen Temperaturen im Sigmund-Freud-Park blieben die Forderungen der Refugee-Aktivisten und ihren Unterstützenden von der Politik weitgehend ungehört. Erst nach der gewaltsamen Räumung des Parks durch die Polizei, der Besetzung der Votivkirche und mehreren Hungerstreiks der Refugee-Aktivisten konnte die Politik den Protest nicht länger ignorieren. Mit dem Versprechen auf eine Lösung siedelten die Aktivisten am 3. März 2013 ins leerstehende Servitenkloster im 9. Bezirk um. (weiterlesen …)

GPA-djp-Katzian: Freie Gewerkschaften gestalten Demokratie und moderne Arbeitswelt!

Wenig beeindruckt von Profilierungsneurosen eines mittelmäßigen Provinzpolitikers! „Die gewerkschaftsfeindlichen Anwürfe eines mittelmäßigen und von Ehrgeiz zerfressenen Provinzpolitikers beeindrucken uns wenig. Nach zehn Jahren gescheiterten Versuchen, in anderen Parteien Wichtigkeit zu erlangen, glaubt dieser Mann, es nun endlich im Team Stronach zu schaffen “, reagiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) im Rahmen der heutigen Sitzung des Bundesvorstandes der GPA-djp auf jüngste Äußerungen von Robert Lugar (Team Stronach).

„Ernst nehmen sollten wir aber sehr wohl eine Geisteshaltung, die in den Worten Lugars zum Ausdruck kommt, auch im Wissen, dass gewichtigere Menschen als Herr Lugar durchaus Sympathien mit solchen Haltungen hegen. Angesichts der sich verschärfenden sozialen Krise in der Europäischen Union empfinden es manche Unternehmer und ihre politischen Handlanger offenbar als verlockend, die Kraft der Gewerkschaftsbewegung nahhaltig zu schwächen und das politische Programm autoritär durchzusetzen. Dem stellen wir uns mit Selbstbewusstsein und aller Kraft entgegen. Ein demokratisches staatliches Gemeinwesen verträgt sich nicht mit patriarchalem Gehabe, das meint, einer freien Interessenvertretung einen bestimmten Platz politisch zuweisen zu können “, so Katzian.

„Die aggressiven Angriffe auf Freie Gewerkschaften ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte autoritärer Staatssysteme, die versuchen, ihre Programme mit antidemokratischen Mitteln durchzusetzen. Auch in unserem Land begann das dunkle Kapitel von Krieg und Faschismus mit den Angriffen auf die Freien Gewerkschaften und deren Eingliederung in staatliche Institutionen im Rahmen des autoritären Ständestaates und später des Nationalsozialismus. Aktuell existieren keine Gewerkschaftsrechte in Ländern wie Saudi Arabien, im Sudan, in Laos, in Jordanien oder Eritrea, schwere Einschränkungen der Gewerkschaftsfreiheit können wir in Weißrussland, Kolumbien, Guatemala, Kuwait, Katar und in den Vereinigten Arabischen Emirate beobachten. Wir werden nie zulassen, dass unsere Demokratie auf das Niveau solcher Länder zurückgeschraubt wird“, so Katzian

“Viele Kolleginnen und Kollegen innerhalb unserer Gewerkschaft haben mit Mut und Rückgrat und unter Einsatz ihres Lebens für ein freies und demokratisches Österreich mit demokratischen Rechten gekämpft. Auf diesem Kampf fußt das politische Selbstverständnis unserer Republik. Diesen Werten fühlen wir uns verpflichtet und die aktuellen Äußerungen bestärken uns im Bewusstsein, diesen Weg niemals zu verlassen, das sind wir unseren VorkämpferInnen schuldig. Freie Gewerkschaften stehen heute für Mitbestimmung und für die Gestaltung einer modernen Arbeitswelt in einer freien Demokratie. Die Ideen von Herrn Lugar und seinen Freunden bestärken uns in diesem Einsatz und machen uns selbstbewusster “, so Katzian abschließend zu den GPA-djp Delegierten.

JVR-Arbeit gut und kompetent gestalten!

JVR Toolbox

JVR Toolbox (c) www.bilderbox.at

Gerne unterstützt euch die GPA-djp Jugend bei eurer Tätigkeit als Jugendvertrauensrat. Egal ob bei der Wahl, bei rechtlichen Fragen oder bei Angeboten die ihr für die Lehrlinge und jugendlichen ArbeitnehmerInnen im Betrieb umsetzen oder organisieren wollt.

In der TOOLBOX für JugendvertrauensrätInnen findet ihr Gesetzestexte, Plakate, Folder, Broschüren und das Handbuch für JugendvertrauensrätInnen. Also kurz gesagt: Alles was ihr für eine gelungene JVR-Arbeit braucht. Hier eine kurze Auflistung aller Inhalte der JVR Toolbox, die ihr im gesamten Paket downloaden könnt:

  • JVR Handbuch
    Handbuch mit Infos für JugendvertrauensrätInnen!
  • JVR Wahl – Alle Fristen im Überblick
    Damit ihr immer alles im Griff habt!
  • Jugendvertrauensrat – Imagefolder
    Alle Infos auf einen Blick!
  • Das Berufsausbildungsgesetz!
    Der Gesetzestext zum BAG im Wortlaut
  • Das Kinder- & Jugendlichenbeschäftigungsgesetz!
    Der Gesetzestext zum KJBG im Wortlaut
  • Der JVR in der Betriebsratswahlordnung (BRWO)
    Auszug aus der BRWO
  • Der JVR im Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG)
    Auszug aus dem ArbVG
  • A3 Plakat – Einladung Jugendversammlung (bearbeitbar)
    Damit ihr eure KollegInnen zur Jugendversammlung einladen könnt!
  • A3 Plakat: Heute wird gewählt (bearbeitbar)
    Damit ihr eure KollegInnen auf die Wahl hinweisen könnt!
  • Powerpoint „Die Jugendversammlung“
    Um bei der Jugendversammlung alle Infos parat zu haben!
  • Powerpoint „Der Jugendvertrauensrat“
    Aufgaben und die Wahl eines JVR einfach erklärt!
  • Powerpoint „Lehrlinge – Rechte und Pflichten“
    Informationen für die Lehrlinge
  • GPA-djp Mitgliedsanmeldung
    Damit ihr die Lehrlinge als GPA-djp Mitglieder werben könnt!

Ihr habt weitere Ideen oder euch fehlt noch etwas in der TOOLBOX? Dann sendet uns doch einfach ein Email mit euren Vorschlägen an jugend@gpa-djp.at. Noch mehr nützlichen Downloads findest du übrigens hier!

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ACHTUNG: Damit ihr die TOOLBOX downloaden könnt, müsst ihr euch hier auf der Homepage www.jugend.gpa-djp.at registrieren und einloggen. Wenn ihr dabei Hilfe braucht, meldet euch unter 050301-21510 oder per Email an jugend@gpa-djp.at. Gerne senden wir euch die Unterlagen auch zu.

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