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GPA-djp kürt besten kaufmännischen Lehrling Salzburgs

vl. stv Vorsitzender GPA-djp Jürgen Fischer, Katharina H., Landessiegerin Christine S., Christina O., Jugendsekretärin GPA-d

17- jährige Christine Schnitzhofer (Bild: Mitte) aus Seekirchen setzte sich gegen starke Konkurrenz aus dem ganzen Bundesland durch

„Der Lehrlingswettbewerb der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) hat eine lange Tradition. Auch in diesem Jahr beteiligten sich über 2.300 kaufmännische Lehrlinge aus dem gesamten Bundesland. Am 9. Mai wurden die Top platzierten der Klassen zur Landesausscheidung eingeladen, um die Besten der Besten zu ermitteln“, freut sich Ines Rehrl, Jugendsekretärin der GPA-djp Salzburg.

Starke Konkurrenz

Die 17-jährige Christine Schnitzhofer aus Seekirchen konnte sich schlussendlich gegen eine beachtlich starke Konkurrenz durchsetzen. Die neue Landessiegerin wird in der Raiffeisenbank zur Bankkauffrau ausgebildet und besucht die Landesberufsschule in Zell am See. Die junge Gewinnerin darf nun ein Jahr lang den Titel „Bester kaufmännischer Lehrling Salzburgs“ tragen. Ehrengast Jürgen Fischer, stellvertretender Vorsitzender der GPA-djp Salzburg, überreichte den Nachwuchskräften ihre verdienten Urkunden.

Die SiegerInnen des Landesberufswettbewerbes nach Lehrjahren:

  1. Lehrjahr:
    Christine Schnitzhofer, LBS Zell am See, Bankkauffrau
    Lehrbetrieb: Raiffeisenbank
  2. Lehrjahr
    Frau Katharina Hofbauer, LBS 6, Bürokauffrau
    Lehrbetrieb: Georg Pappas Automobil Gmbh
  3. Lehrjahr
    Frau Christina Obermoser, LBS 6, Bürokauffrau
    Lehrbetrieb: Salzburger Gebietskrankenkasse

„Die GPA-djp Jugend Salzburg gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern, die an diesem umfangreichen Berufswettbewerb teilgenommen haben. Gerade weil die GPA-djp Jugend Salzburg in letzter Zeit mehrmals Mängel in der Ausbildung aufzeigte, freut es uns besonders, diese Personen hervorzuheben, die wirklich auf hohem Niveau ausgebildet werden. Wir gratulieren auch den Ausbildungsbetrieben zu diesen hervorragenden zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so Christopher Simonlehner, Vorsitzender der GPA-djp Jugend Salzburg.

Solidarität mit Jahn B. – Antifaschismus ist kein Verbrechen!

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Während es in den letzten Wochen auch in Linz gelang, breit und vielfältig gegen rechte Umtriebe zu mobilisieren, geht nun die justizielle Repression gegen AntifaschistInnen weiter. Jahn B. wurde unmittelbar nach der Demonstration gegen das Burschenschafter-Event „Fest der Freiheit“ Anfang Juni 2014 in Wien festgenommen. Sein „Verbrechen“ war es, dass er die amtshandelnden PolizistInnen aufforderte, den blutig geschlagenen Antifaschisten Hüseyin ins Krankenhaus zu bringen. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wien wird Jahn nun folgendes vorgeworfen: angebliche schwere Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe.

Getroffen hat es Jahn – gemeint sind aber wir alle

Die Anklage gegen Jahn reiht sich in die skandalträchtigen Vorverurteilungen von AntifaschistInnen des letzten Jahres ein, sodass für ihn – wie zuvor für Josef, Hüseyin und zig andere AntifaschistInnen – längst die Schuldvermutung gilt. Es spielt keine Rolle, was er als Einzelner getan oder eben nicht getan hat, vielmehr geht es darum, Protest gegen Rechts zu kriminalisieren und AntifaschistInnen mundtot zu machen.

Jahns erster Prozesstag ist bereits am 8. April 2015 und muss von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet werden. Das Rechtsinfokollektiv sucht zurzeit noch ZeugInnen und Beweise, die der Aufklärung des Sachverhalts dienlich sind. Unter http://at.rechtsinfokollektiv.org/zeug_innenaufruf-4-6-2014-schottentor/ finden sich die notwendigen Informationen. Auch die GPA-djp Jugend ruft die Öffentlichkeit auf, die Augen auf den Prozess nächste Woche zu richten. Zivilcourage darf nicht aus der Öffentlichkeit verdrängt, kriminalisiert und verurteilt werden. Die Verhandlung findet am 8. April um 9:00 Uhr im Saal 208 des Wiener Landesgerichts statt.

Nähere Infos zum Fall sowie Informationen zum Spendenkonto findest du unter http://linz-gegen-rechts.at/solidaritaet-mit-jahn-b-antifaschismus-ist-kein-verbrechen/

Gewerkschaftskritik an neuem Lehrberuf Hotelkaufmann/-frau

Wo sind die Arbeitsplätze?

Auf geteilte Freude stößt bei den Gewerkschaften vida und GPA-djp das bei der Regierungsklausur präsentierte “Lehrberufspaket 2015″. “Natürlich begrüßen wir jede Verbesserung in der Ausbildung von Jugendlichen, gleichzeitig können wir aber nicht nachvollziehen, dass die Regierung jetzt Vorschläge in das Paket hineinnimmt, die mit uns bzw. den zuständigen Stellen nicht vereinbart waren. Das ist ein klares Verlassen der Sozialpartnerschaft und wird von uns sicherlich nicht ohne weiteres hingenommen”, so Andreas Gollner, vida-Fachsekretär für den Bereich Tourismus, und GPA-djp Jugendsekretär Helmut Gotthartsleitner.

“Völlig neue Lehrberufe” der Regierung sind schon ein alter Hut Heftige Kritik üben die Gewerkschafter an der von den Regierungsparteien geplanten Schaffung des Lehrberufes “Hotelkaufmann/-frau”. “Es gibt bereits eine Lehrausbildung zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten. Warum die Regierung jetzt eine neue Ausbildung schaffen will, die nahezu deckungsgleich ist, erschließt sich mir nicht”, kritisiert Gollner. Auch Gotthartsleitner bekräftigt: “Dieser Lehrberuf stellt für uns im derzeitigen Planungsstand eine mehr oder weniger sinnlose Ergänzung der Ausbildung zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten dar. Wenn es mehr Fachpersonal an den Rezeptionen braucht, können ja Hotel- und GastgewerbeassistentInnen eingesetzt werden.” So sieht das auch vida-Fachsekretär Gollner: “Keine Branche braucht zwei ähnliche Lehrberufe. Wenn die Regierung Änderungsbedarf ortet, soll sie es sagen, aber nicht alte Modelle als neue, große Würfe verkaufen. Offenbar sollen mit der Schaffung des neuen Lehrberufes nur die Hoteliers besänftigt werden, die sich durch die Steuerreform unter Druck sehen. Wir werden es nicht zulassen, dass die Ausbildung junger Menschen aufs Spiel gesetzt wird, nur um eine bestimmte Gruppe zufrieden zu stellen.”

 Modernisierung ja, aber nicht im Alleingang! “Wir verlangen, dass die Regierung diesen geplanten Lehrberuf aus dem Gesamtpaket wieder herausnimmt und mit uns darüber verhandelt”, so Gollner. “Auch wir sind für eine moderne Ausbildung, dafür muss sich die Arbeitgeberseite aber mit uns an einen Tisch setzen. Gemeinsam können wir die beste Lösung für eine gute und qualitativ hochwertige Ausbildung im Sinne der Jugendlichen erreichen – wie das auch bisher der Fall war”, so Gotthartsleitner abschließend.

Dem „Geschäftsmodell“ Praktikum endlich einen Riegel vorschieben!

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Erste Betroffene klagen Arbeitgeber, Rechtshilfe von der GPA-djp! „Die Watchlist Praktikum stößt seit ihrer Gründung vor mehr als einem halben Jahr auf großes Interesse, aber mittlerweile vergeht wirklich kaum ein Tag, an dem sich nicht Betroffene für diese Möglichkeit bedanken, ihre schlechten Erfahrungen zu melden, oder uns auf weitere Unternehmen aufmerksam machen, in denen die Umgehung von wasserdichten Anstellungen junger ArbeitnehmerInnen unter dem Deckmantel eines Praktikums System hat“, berichtet Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

Bei www.watchlist-praktikum.at können PraktikantInnen auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die erhobenen Daten werden an die Gebietskrankenkassen weitergeleitet, um die jeweiligen Unternehmen zu prüfen, was derzeit in mehr als 200 Fällen ansteht. Die Palette der gemeldeten Missstände geht quer durch alle Branchen, die mittlerweile rund 65.000 Klicks belegen den Handlungsbedarf, so Kronberger weiter: „Monatelange Vertretungen von Beschäftigten, die in Karenz sind, zum Nulltarif, oder Lehrverhältnisse, die nach dem Praktikum in Aussicht gestellt werden und dann nach einem Monat im Weihnachtsgeschäft ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, werden uns genauso gemeldet wie viele krass unterbezahlte Arbeitsverhältnisse und andere arbeitsrechtliche Umgehungen. Einige Betroffene haben sich dazu entschieden, ihre (ehemaligen) Arbeitgeber zu klagen und ihre Gehaltsansprüche geltend zu machen, die GPA-djp leistet bereits in mehreren Verfahren Rechtshilfe. Auch Klagen nach den Lohn und Sozialdumpinggesetz stehen im Raum.“

„Es ist wirklich nicht einzusehen, dass Praktika immer öfter ein lukratives Geschäftsmodell für Unternehmen werden, denen SchülerInnen und Studierende mehr oder weniger ausgeliefert sind, weil ihre Lehrpläne Praktika vorschreiben“, ergänzt Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp: „Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch: Die Entlohnung von PraktikantInnen muss nach Kollektivvertrag erfolgen. Die Lehrinhalte von Praktika müssen in den Hochschullehrplänen definiert werden und wir brauchen eine Beweislastumkehr. Es kann nicht zum Status Quo werden, dass immer die PraktikantInnen aktiv werden müssen, um zu beweisen, dass keine Lerninhalte oder Ausbildungen angeboten wurden – die Arbeitgeber sollen erklären müssen, was sie vermitteln: PraktkantInnen haben unsere volle Unterstützung, diesem Geschäftsmodell muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden!“

 

Mehr Kohle für Lehrlinge bei Autoverleihern!

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Mit 1. März 2015 steigt deine Lehrlingsentschädigung als Lehrling bei Autoverleihern wie Buchbinder, Six und Co um 2,1 Prozent. Ein Erfolg der GPA-djp Jugend!

Durch einen Antrag der GPA-djp Jugend beim Bundeseinigungsamt konnte eine neuerliche Festsetzung der Lehrlingsentschädigungen für Autoverleihunternehmungen wie Buchbinder, Six und Co erreicht werden. Mit 1. März 2015 bekommst du also mehr Kohle. Und das Beste daran ist: Wir konnten auch dein Urlaubs- und Weihnachtsgeld sichern.

Wir sind deine Gewerkschaft und darum ist es uns wichtig, dass du über deine Rechte bescheid weißt und für deine Arbeit auch entsprechend bezahlt wirst. Wir setzen uns für dich ein, und sind dafür verantwortlich, dass:

  • du ab 1. Jänner 2014 im 1. Lehrjahr um mind. 10,50 Euro/Monat, im 2. Lehrjahr um mind. 15 Euro/Monat und im 3. Lehrjahr um mind. 21 Euro/Monat mehr verdienst und das 14 mal im Jahr!
  • das bedeutet, dass du im 1. Lehrjahr um mind. 147 Euro/Jahr, im 2. Lehrjahr um mind. 210 Euro/Jahr und im 3. Lehrjahr um mind. 294 Euro/Jahr mehr im Sackerl hast.
  • dir diese Erhöhung der Lehrlingsentschädigung in drei Lehrjahren um  651 Euro mehr Kohle bringt.
  • es Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld überhaupt gibt. Denn ohne Gewerkschaft gibt es keinen Anspruch auf  Sonderzahlungen.

Jetzt Mitglied werden!
Als Gewerkschaft sind wir immer nur so stark, wie Menschen gemeinsam mit uns für ihre Rechte eintreten. Es liegt also an dir, dass du dir nicht alles gefallen lässt. Wenn bei dir im Job nicht alles so ist, wie es eigentlich sein sollte, melde dich bei uns. Gemeinsam können wir etwas verändern. Da wir von Politik und Wirtschaft unabhängig sind, finanzieren wir uns nur über die Beiträge unserer Mitglieder. Bei uns kann jeder Lehrling und jede/r Angestellte Mitglied werden. Welche Vorteile du neben dem gemeinsamen Durchsetzen deiner Rechte im Job hast, findest du auf www.jugend.gpa-djp.at/seidabei. Der Mitgliedsbeitrag beträgt immer 1 Prozent deiner monatlichen Bruttolehrlingsentschädigung bzw. deines Bruttogehaltes.

GPA-djp-Studierende Wien erhalten Unterstützung von NR-Abgeordneten für faire Praktika!

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Die Studierenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wien holten sich heute im Parlament Unterstützung für ihr Anliegen, faire Bedingungen für PraktikantInnen durchzusetzen. Unter dem Motto „Praktika: fair statt prekär“ bekundeten Abgeordnete der SPÖ und der Grünen ihre Solidarität.

„Bei Praktika hat sich seit geraumer Zeit eine Missbrauchskultur durchgesetzt, die für die Betroffenen untragbar geworden ist. Unter dem Titel Praktikum werden in großem Ausmaß legale Arbeitsverhältnisse umgangen und tausende junge Menschen ausgebeutet und um ihre Ansprüche gebracht. Es freut uns sehr, dass Abgebordnete von Parlamentsparteien unser Anliegen, endlich faire Bedingungen für junge und in Ausbildung befindliche Menschen durchzusetzen, offensiv unterstützen“ so der Vorsitzende der GPA-djp Studierenden Wien Christian Hofmann.

Katharina Kucharowits, die SPÖ-Jugendsprecherin betonte: „Es ist unfassbar, was einige junge Leute beim Berufseinstieg erleben. Sie sind mit so genannten „Praktika” konfrontiert, werden nicht gescheit oder gar nicht dafür bezahlt, obwohl sie eigentlichen einen vollwertigen Job machen. Kurz gesagt, sie werden von Unternehmen ausgebeutet. Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb weg mit unter- und unbezahlten Praktika und her mit einem gerechten und fairen Lohn für die geleistete Arbeit.“

Daniela Holzinger : “Praktikum bedeutet Ausbildung, nicht Ausbeutung! Viele Studierende erleben leider aber zunehmend das Gegenteil und werden als Billigarbeitskräfte missbraucht – ohne Mehrwert für Studium oder Beruf. Das muss ein Ende haben!”

Für den Abgeordneten der Grünen Julian Schmid „kann es nicht sein, dass unsere ganze Generation schlechtere Arbeitsverhältnisse hat als die Generationen vor uns – und das obwohl wir am besten ausgebildet sind und sich manche Unternehmen mit uns eine goldene Nase verdienen! Wir brauchen hier mehr Fairness, bessere Rechte & lückenlosere Gesetze!“

Schon seit über einem halben Jahr kämpft die GPA-djp, unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BASK) und von der „Plattform Generation Praktikum“ auf der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at für mehr Rechte junger ArbeitnehmerInnen. PraktikantInnen können auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die Angaben werden zur Prüfung an die jeweiligen Gebietskrankenkassen weitergeleitet, die bei Vorliegen von Arbeitsverträgen die sozialversicherungsrechtliche Richtigstellung verlangen können. Zudem werden besonders dreiste Inserate, mit denen PratikantInnenstellen ausgeschrieben werden, auf der Internetseite veröffentlicht.

Die GPA-djp Studierenden Wien auf facebook: https://www.facebook.com/pages/GPA-djp-Studierende-Wien/554750177986407

 

Pflichtpraktikum in HAK und HAS: Rahmenbedingungen entschärft

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Nebenjobs von HAS- und HAK-SchülerInnen müssen angerechnet werden. Der Appell an die Arbeitgeber ist nach Kollektivvertrag zu entlohnen.

Mit dem aktuellen Schuljahr 2014/15 wurden für die Lehrpläne an Handelsschulen, Handelsakademien und deren Aufbaulehrgänge Pflichtpraktika von vier beziehungsweise acht Wochen eingeführt. Das freut uns als Gewerkschaft naturgemäß nicht. „Weil auch die ursprünglich geplante Umsetzung nicht unseren Vorstellungen entsprochen hat, haben wir gemeinsam mit der Arbeiterkammer Änderungen gefordert und einen sogenannten Durchführungserlass initiiert, in dem alle unsere Anliegen und Forderungen nach langen Verhandlungen durchgesetzt werden. Es ist uns gelungen, die Rahmenbedingungen zu gestalten“, so Helmut Gotthartsleitner, Bundesjugendsekretär der GPA-djp.

Pflichtpraktika als Arbeitsverhältnisse

Damit ist klargestellt, dass diese Pflichtpraktika in Form von Arbeitsverhältnissen stattfinden und laut Kollektivvertrag bezahlt werden müssen. Damit ist das Recht auf die entsprechende kollektivvertragliche Entlohnung im Gesetz verankert ist „Das ist nichts anderes als der gesetzliche Aufruf an die Arbeitgeber, sich an die Spielregeln zu halten und die betroffenen SchülerInnen fair zu entlohnen. An die Schulen ergeht der Aufruf, die SchülerInnen unter Einbindung der Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen auf die Arbeitswelt vorzubereiten: der Durchführungserlass hält fest, dass die Pflichtpraktika in mehreren Unterrichtsgegenständen vor- und nachzubereiten, und dass die SchülerInnen über ihre Rechte und Pflichten zu informieren sind“, hält Gotthartsleitner fest. Erfreulich ist außerdem auch, dass endlich die Realität der SchülerInnen anerkannt wird, indem Nebenjobs wie zum Beispiel im Handel oder im Büro auf das Praktikum angerechnet werden müssen

Skepsis bleibt

Als GPA-djp-Jugend sehen wir diese Einführung der Pflichtpraktika vor allem wegen der fehlenden Praktikumsplätze und wegen der Erfahrungen mit uneinsichtigen Arbeitgebern skeptisch. „Trotzdem ist der vom Bildungsministerium veröffentlichte Erlass ein Zeichen der Stärke der Gewerkschaft und dafür, dass wir uns im Interesse der betroffenen SchülerInnen einbringen. Unsere gewerkschaftliche Arbeit für eine faire – und vor allem gesetzeskonforme – Entlohnung junger ArbeitnehmerInnen bleibt auf unserer Agenda ganz oben!“, so Gotthartsleitner abschließend.

Mehr Infos:

HAK_HAS_Pflichtpraktikum_Ueberblick

Durchfuehrungserlass_HAK_HAS_Pflichtpraktikum_2015

HAS_Praxisportfolio

HAK_Praxisportfolio

 

Kein Salon dem Rechtsextremismus!

Lichtermeer

Setze am 27. und 30. Jänner 2015 ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

2015 ist ein wichtiges Gedenkjahr. Wir erinnern uns an die Befreiung der Konzentrationslager und die Zerschlagung des menschenverachtenden NS-Regimes. Vor 70 Jahren ist der Grundstein für Demokratie in Europa gelegt worden. Doch immer noch müssen wir uns die Diskriminierung, Herabwürdigung und Hetze der Ewiggestrigen und RassitInnen gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe oder anderer religiöser Einstellung anhören. Und genau jene, die Asylsuchende als „diese ganzen Erd- und Höhlenmenschen“ beschimpfen, dürfen drei Tage nachdem am 27 Jänner 2015 am Wiener Heldenplatz an die Opfer des Holocausts gedacht wird, zum „Akademiker Ball“ einladen. Ein Ball wo sich Rechte und Rechtsextreme aus ganz Europa in der Hofburg vernetzen und feiern. Das ist unausstehlich!

70 Jahre danach

Am 27. Jänner 2015 jährt sich die Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee zum 70. Mal. Auschwitz ist das Synonym der massenhaften und industriellen Vernichtung von JüdInnen, Roma und Sinti, Homosexuellen, politisch Andersdenkenden wie SozialdemokratInnen, KommunistInnen, ChristInnen und vieler mehr durch das nationalsozialistische Regime. Auch 70 Jahre danach tragen wir die gesellschaftliche Verantwortung dafür, dass sich dieses Verbrechen, das Millionen von Menschen das Leben gekostet hat, nicht wiederholt. Wir müssen mit aller Kraft und Macht für Demokratie, Rechtsstaat, die Würde des Menschen sowie für Grund- und Menschenrechte einstehen. Wir müssen antifaschistisch bleiben und handeln!

Mehr als eine „Tanzveranstaltung“

Bereits zum dritten Mal wird der „Akademikerball“ von der Wiener FPÖ ausgerichtet. Zuvor organisierte der Dachverband der Wiener deutschnationalen Burschenschaften den so genannten „WKR-Ball“. Diese „Tanzveranstaltung“ soll dem Rechtsextremismus in Österreich und Europa einen harmlosen und legitimen Schein geben. Doch ungefährlich ist die extreme Rechte keineswegs. Die Zahl antisemitischer und rassistischer Übergriffe in Europa steigt. Noch immer verleugnen oder verharmlosen Menschen den Holocaust. Nationalismus, antidemokratische und faschistische Parteien erleben Renaissance in europäischen Ländern, siehe Ungarn oder Frankreich.

Kundgebungen

Solchen Ideologien darf die Republik nicht die Tore öffnen. Daher lädt das Bündnis JETZT ZEICHEN SETZEN am
Freitag, den 30.1.2015 am Heldenplatz zur Kundgebung unter dem Motto „Kein Salon dem Rechtsextremismus!“ ein. Wir fordern: Die Räume der Republik sollen Veranstaltungen und Vernetzungsaktivitäten der extrem Rechten keinen Platz mehr bieten!

Wir laden euch außerdem alle herzlich ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Am Montag, dem 27. Jänner 2015, um 17.00 Uhr am Heldenplatz beim Weiheraum des äußeren Burgtors in 1010 Wien.

Mehr Infos auf www.jetztzeichensetzen.at

ÖGB vergibt Stipendien

Johann-Böhm-Fonds fördert Diplomarbeiten und Dissertationen

Bis zu 5.000 Euro für wissenschaftliche Arbeiten. Bewerbungsfrist: 15. Mai 2015.

Der Johann-Böhm-Fonds will die Forschung zu Themen fördern, die für die ArbeitnehmerInnen-Vertretung von Bedeutung sind. Deshalb vergibt der ÖGB jedes Jahr Stipendien, die je nach Art der wissenschaftlichen Arbeit mit bis zu 5.000 Euro honoriert werden. Ziel ist es, qualitativ hochwertige Arbeiten zu bekommen, die dann dem ÖGB-Verlag zur Publikation vorgeschlagen werden können.

Im Studienjahr 2015 werden Arbeiten zu folgenden Themen gefördert:

  • Crowdwork – Lücken und Erfordernisse arbeitsrechtlicher Erfassung
  • Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung (Stichwort: Online-Handel) auf die Beschäftigung und die Beschäftigungsbedingungen im österreichischen Handel
  • Die interregionale Gewerkschaftsarbeit des ÖGB als Beitrag zur österreichischen Nachbarschaftspolitik

Spätestens zum Zeitpunkt der Bewerbung muss der/die BewerberIn Gewerkschaftsmitglied sein.

ACHTUNG! Die Bewerbungsfrist endete am 15. Mai 2015.

Genauere Informationen zu Höhe und Kriterien der Förderung erhalten Sie bei:

ÖGB-Referat für Rechtspolitik
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien
Mag. Martin Müller
Tel: 01/53 444-39179
E-Mail:
sozialpolitik@oegb.at
www.oegb.at/Stipendien

Mehr Infos:
Externe_Richtlinien_zur_Vergabe_von_Johann_Boehm_Stipendien
CrowdworkLuecken_und_Erfordernisse_arbeitsrechtlicher_Erfassung
Auswirkungen_der_zunehmenden_Digitalisierung_auf_die_Beschaeftigten
Die_interregionale_Gewerkschaftsarbeit_des_OEGB

 

 

ÖVP-Steuermodell: Verteilungsgerechtigkeit sieht anders aus

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Schon auf den ersten Blick lassen sich einige deutliche Unterschiede zum ÖGB/AK-Modell erkennen.

Auch wenn immer wieder betont wird, dass Österreich ein Hochsteuerland wäre und wir ein Ausgabenproblem hätten – die Wahrheit ist: Wir haben ein Verteilungsproblem. Den Löwenanteil der Steuereinnahmen stemmen nämlich die ArbeitnehmerInnen, während Vermögenssteuern hierzulande einen sehr geringen Beitrag zum Staatshaushalt leisten. Es besteht also die dringende Notwendigkeit, die Steuerlast auch gerechter zu verteilen.

Wie verteilt sich die Steuerentlastung?

Ohne der Analyse, die derzeit von ÖGB und AK-ExpertInnen erstellt wird, vorgreifen zu wollen, ist deutlich erkennbar, dass die ÖVP-Reformpläne die ArbeitnehmerInnen deutlich weniger entlasten würden als die von ÖGB/AK. Menschen mit niedrigen Einkommen, die eine Entlastung am dringendsten bräuchten, würden nach dem ÖVP-Modell teilweise leer ausgehen. Dabei würde gerade deren Entlastung direkt in den Konsum fließen und so die Wirtschaft ankurbeln.

Wer wird entlastet?

Nach Angaben der ÖVP würden die (Lohn-)SteuerzahlerInnen im Schnitt um 900 Euro pro Jahr entlastet, Familien mit etwa 410 zusätzlichen Euro und Unternehmer sogar mit 2.000 Euro. Hier ist  – bei insgesamt geringerem Entlastungsvolumen – ganz klar und deutlich eine Verschiebung zugunsten der Unternehmer erkennbar. Der ÖGB ist immer für eine Erleichterungen der Familien eingetreten, aber in Form von Sachleistungen, wie flächendeckende ganztägige Kinderbetreuung oder gratis Schulmaterialien – davon würden alle ÖsterreicherInnen profitieren.

Weniger Sozialversicherungsbeiträge, weniger Leistungen

Die geplante Staffelung der Sozialversicherungsbeiträge ist aus Sicht des ÖGB abzulehnen, da die genauen Auswirkungen auf die Leistungen der Sozialversicherungsträger derzeit noch nicht abschätzbar sind. Hier bedarf es noch einer genaueren Analyse. Positiv zu sehen ist aber, dass sich die ÖVP erstmals bereit zeigt, die Höchstbeitragsgrundlage heraufzusetzen. Damit würden auch Menschen mit höheren Einkommen einen gerechteren Beitrag zur Finanzierung des Sozialstaats leisten. Der ÖGB fordert allerdings weiterhin, dass das Sozialversicherungssystem auf Basis einer Wertschöpfungsabgabe finanziert wird.

Pensionskürzungen führen zu Altersarmut

Alle Alarmglocken beginnen zu schrillen, wenn man sich die Finanzierungsvorschläge für die „Phase 2“ der ÖVP-Pläne ansieht: Zwei Milliarden Euro Entlastung sollen durch Einsparungen hereinkommen, hauptsächlich in den Bereichen Arbeitsmarkt und Pensionen. Pensions- und andere Sozialkürzungen würden nur dazu führen, dass sich die ArbeitnehmerInnen ihre  Entlastung hintenherum und langfristig erst recht wieder selbst bezahlen müssten. Darüber hinaus ist die Ankündigung einer Entlastung von zwei Milliarden bis 2020 äußert sonderbar, da sie nur von der nächsten Regierung umgesetzt werden könnte. Die derzeitige wurde nämlich  bis 2018 gewählt.

Wer soll das bezahlen?

In Sachen Gegenfinanzierung bleiben viele Fragen offen, die deutliche Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen bedeuten könnten. Zusätzlich soll den heimischen Spitzenverdienern mit der Erhöhung des Spitzensteuersatzes erst ab einem Einkommen ab 100.000 Euro ein zusätzlicher steuerlicher Vorteil gewährt werden.

Grundsätzlich ist es positiv, dass nunmehr beide Regierungsparteien ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt haben und somit die Ausgangspositionen der Koalitionspartner klar abgesteckt sind. Der ÖGB drängt weiterhin auf rasche und konstruktive Verhandlungen, damit das von der Regierung selbst gesteckte Ziel einer Einigung bis 17. März erreicht wird.

Eigenen Vorteil ausrechnen

Wer sich seine Steuerentlastung, die das AK/ÖGB Modell bringen würde, ausrechnen mag, kann das unter www.lohnsteuer-runter.at machen.

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