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Gewaltfrei leben

November 25, 2014 - Author: barbarakasper

Heute, am 25. November ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Ein Thema, das leider noch immer ein viel zu großes Problem darstellt und in unserer Gesellschaft viel zu oft tabuisiert und verschwiegen wird.

Jede dritte Frau in der europäischen Union ist von Gewalt betroffen. In Österreich erlebt jede fünfte Frau ab dem 15. Lebensjahr mindestens einmal in ihrem Leben eine Form von physischer oder sexueller Gewalt. Meist passiert Gewalt gegen Frauen und Kinder im häuslichen Umfeld, innerhalb der Familie. Aber auch außerhalb, beispielsweise am Arbeitsplatz, in der Schule oder auf der Universität sind Frauen damit konfrontiert. Das Strafrecht ist lückenhaft, Übergriffe werden oftmals verharmlost oder heruntergespielt und die Täter nicht oder unzureichend bestraft.

Hilfe
Diejenigen die Schutz und Hilfe suchen können sich an die Autonomen Frauenhäuser wenden. Zumindest 30 dieser Häuser für Frauen gibt es in Österreich. Das sind immer noch viel zu wenige, da jedes Jahr auch Frauen aufgrund von Platzmangel, wieder weggeschickt werden müssen. Vor allem in ländlichen Regionen fehlen sie. Als erste Anlaufstelle und Kontaktaufnahme dient außerdem die Frauenhelpline, die unter 0800 222 555 anonym und kostenlos, rund um die Uhr telefonisch erreichbar ist. Gewalt kann in den unterschiedlichsten Formen auftreten, ob physisch, psychisch, sexuelle, sexualisierte, finanzielle oder strukturelle Gewalt. Sie alle stellen ein Problem dar. Betroffene benötigen mehr Unterstützung und Schutz, weshalb präventive sowie gesetzliche Maßnahmen dringend ausgebaut werden müssen.

16 Tage gegen Gewalt
16 Tage gegen Gewalt an Frauen ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember), um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen. Österreich nimmt seit 1992 an der Kampagne teil. Auch die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser beteiligen sich aktiv mit verschiedenen Veranstaltungen und Projekten an der Kampagne. Alle Infos unter www.aoef.at/index.php/16-tage-gegen-gewalt.

Linktipps:

Autonome Frauenhäuser
www.aoef.at

WAVE – Women Against Violence Euope ist das europäische Netzwerk gegen Gewalt an Frauen
www.wave-network.org

Frauenhelpline
www.frauenhelpline.at, Tel.: 0800 222 555

Kampagne „GEWALTFREI LEBEN
www.gewaltfreileben.at

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„Europa darf nicht zwischen Norden und Süden unterscheiden“

Mai 23, 2014 - Author: barbarakasper
Studienassistentin Ruth de Frutas und Politik- und Kommunikationswissenschafter Bernardo Díaz Nosty, von der Univerität Málaga, Spanien

Studienassistentin Ruth de Frutas und Politik- und Kommunikationswissenschafter Bernardo Díaz Nosty, von der Universität Málaga, Spanien

In der EU gibt es zu wenig Solidarität, es fehlen europäische Medien und Leitfiguren und die Jugendlichen sind enttäuscht, sagen Bernardo Díaz Nosty, Politik- und Kommunikationswissenschafter an der Universität Málaga, Spanien, und die Studienassistentin Ruth de Frutas.

 

Was markiert die EU-Wahl 2014 aus Ihrer Sicht?

Bernardo: Der Unterschied dieser Wahl zur letzten EU-Wahl ist der, dass sich die Einstellung der Spanier zur Europäischen Union gewaltig geändert hat. Bis zur letzten EU-Wahl 2009 war Europa beliebt und die Bevölkerung vertrat den Europagedanken. Sie dachten, Europa sei exzellent und das beste für Spanien. Seither hat sich viel geändert: Den ökonomischen Umbruch und die Sparpolitik verstehen die Leute als Diktat der EU. Und durch die restriktive Staatspolitik haben sie viele Rechte verloren, die über lange Zeit erkämpft werden mussten. Zum Beispiel im Sozialbereich oder bei den Arbeitsbedingungen. Aber noch mehr herrscht eine Abneigung, es fehlt das Interesse.

Auch bei jungen Menschen?

B: Viele Jugendliche verbinden Europa mit Erasmus, Austauschprogrammen, Freundschaften – mit praktischen Dingen. Die Jugend von heute ist kosmopolitischer, moderner, kann mehr Sprachen und hat weniger Probleme in der Kommunikation – das ist gut. Sie interessieren sich für Europa, aber eher am Rande des politischen Geschehens. An die Politik der EU glauben sie wenig. Dieses Europa von jetzt interessiert sie nicht.

Warum interessiert Jugendliche dieses Europa nicht?

B: Weil es die Probleme nicht löst. Wenn es um das tägliche Leben geht, hält sich die EU gerne raus – bei Jugendarbeitslosigkeit, Ausbildung, Immigration. Dazu kommt, dass manche Länder, wie Deutschland, mehr zählen als andere.

Wie wird die EU-Wahl in Spanien ausgehen?

B: Was am Wahltag passieren wird, ist schwierig zu sagen. Ich denke, es wird noch weniger Wahlbeteiligung geben und die kleinen Parteien werden an Stärke gewinnen. Das Ergebnis wird wie ein Fächer aufgehen. Die großen Parteien, die schon im EU Parlament sind, wie die PSOE (sozialistisch) und die PP (rechtskonservativ) wollen sehen und werden darum ringen, wer der Stärkere ist. Es geht ihnen dabei nicht um die EU-Wahl sondern um die öffentliche Meinung hier in Spanien. Bizarr.

Ruth: Das merkt man auch im Wahlkampf. Es geht nur um lokale Themen. Wenn man bedenkt, dass es sich um EU-Wahlen handelt, würde man denken es werden auch EU-Themen behandelt. Aber nein, es wirkt wie eine nationale Wahl. Es geht um Themen, die die Bürger betreffen aber ohne Verbindung zu Europa. Ein anderer Grund warum sich die Jugendlichen nicht dafür interessieren.

Wie erleben Sie die EU?

B: In den letzten vier, fünf Jahren der Krise, erlebt man hier ein sehr unsolidarisches Europa. Ein Europa, das schwächere Staaten ausbremst. Ein Europa, das einen Unterschied zwischen Norden und Süden macht, in dem viele Mythen bestehen, als würden die Menschen im Süden nicht arbeiten, oder als wären wir die Verbrecher. Und das tut den Menschen, den Spaniern und Spanierinnen sehr weh. Entweder sind wir ein vereintes Europa oder nicht. Die EU muss beginnen zu verstehen, dass es für Probleme unterschiedliche Lösungen gibt.

R: Das desillusioniert auch viele Jugendliche, die Europa als Raum der Toleranz erleben, wo sie Erasmus und gemeinsame Erfahrungen machen. Aber wenn es dann um ökonomische Probleme geht, ist es auf einmal nicht so. Was für klare Differenzen. Entweder gibt es dieses Projekt um eine Europäische Bürgerschaft zu schaffen und zu vereinen, oder das Projekt funktioniert nicht, wenn ein Problem auftaucht. (mehr …)

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