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Solidarität mit Jahn B. – Antifaschismus ist kein Verbrechen!

April 1, 2015 - Author: barbarakasper

Während es in den letzten Wochen auch in Linz gelang, breit und vielfältig gegen rechte Umtriebe zu mobilisieren, geht nun die justizielle Repression gegen AntifaschistInnen weiter. Jahn B. wurde unmittelbar nach der Demonstration gegen das Burschenschafter-Event „Fest der Freiheit“ Anfang Juni 2014 in Wien festgenommen. Sein „Verbrechen“ war es, dass er die amtshandelnden PolizistInnen aufforderte, den blutig geschlagenen Antifaschisten Hüseyin ins Krankenhaus zu bringen. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wien wird Jahn nun folgendes vorgeworfen: angebliche schwere Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe.

Getroffen hat es Jahn – gemeint sind aber wir alle

Die Anklage gegen Jahn reiht sich in die skandalträchtigen Vorverurteilungen von AntifaschistInnen des letzten Jahres ein, sodass für ihn – wie zuvor für Josef, Hüseyin und zig andere AntifaschistInnen – längst die Schuldvermutung gilt. Es spielt keine Rolle, was er als Einzelner getan oder eben nicht getan hat, vielmehr geht es darum, Protest gegen Rechts zu kriminalisieren und AntifaschistInnen mundtot zu machen.

Jahns erster Prozesstag ist bereits am 8. April 2015 und muss von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet werden. Das Rechtsinfokollektiv sucht zurzeit noch ZeugInnen und Beweise, die der Aufklärung des Sachverhalts dienlich sind. Unter http://at.rechtsinfokollektiv.org/zeug_innenaufruf-4-6-2014-schottentor/ finden sich die notwendigen Informationen. Auch die GPA-djp Jugend ruft die Öffentlichkeit auf, die Augen auf den Prozess nächste Woche zu richten. Zivilcourage darf nicht aus der Öffentlichkeit verdrängt, kriminalisiert und verurteilt werden. Die Verhandlung findet am 8. April um 9:00 Uhr im Saal 208 des Wiener Landesgerichts statt.

Nähere Infos zum Fall sowie Informationen zum Spendenkonto findest du unter http://linz-gegen-rechts.at/solidaritaet-mit-jahn-b-antifaschismus-ist-kein-verbrechen/

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Kein Salon dem Rechtsextremismus!

Dezember 28, 2014 - Author: barbarakasper

Setze am 27. und 30. Jänner 2015 ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

2015 ist ein wichtiges Gedenkjahr. Wir erinnern uns an die Befreiung der Konzentrationslager und die Zerschlagung des menschenverachtenden NS-Regimes. Vor 70 Jahren ist der Grundstein für Demokratie in Europa gelegt worden. Doch immer noch müssen wir uns die Diskriminierung, Herabwürdigung und Hetze der Ewiggestrigen und RassitInnen gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe oder anderer religiöser Einstellung anhören. Und genau jene, die Asylsuchende als „diese ganzen Erd- und Höhlenmenschen“ beschimpfen, dürfen drei Tage nachdem am 27 Jänner 2015 am Wiener Heldenplatz an die Opfer des Holocausts gedacht wird, zum „Akademiker Ball“ einladen. Ein Ball wo sich Rechte und Rechtsextreme aus ganz Europa in der Hofburg vernetzen und feiern. Das ist unausstehlich!

70 Jahre danach

Am 27. Jänner 2015 jährt sich die Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee zum 70. Mal. Auschwitz ist das Synonym der massenhaften und industriellen Vernichtung von JüdInnen, Roma und Sinti, Homosexuellen, politisch Andersdenkenden wie SozialdemokratInnen, KommunistInnen, ChristInnen und vieler mehr durch das nationalsozialistische Regime. Auch 70 Jahre danach tragen wir die gesellschaftliche Verantwortung dafür, dass sich dieses Verbrechen, das Millionen von Menschen das Leben gekostet hat, nicht wiederholt. Wir müssen mit aller Kraft und Macht für Demokratie, Rechtsstaat, die Würde des Menschen sowie für Grund- und Menschenrechte einstehen. Wir müssen antifaschistisch bleiben und handeln!

Mehr als eine „Tanzveranstaltung“

Bereits zum dritten Mal wird der „Akademikerball“ von der Wiener FPÖ ausgerichtet. Zuvor organisierte der Dachverband der Wiener deutschnationalen Burschenschaften den so genannten „WKR-Ball“. Diese „Tanzveranstaltung“ soll dem Rechtsextremismus in Österreich und Europa einen harmlosen und legitimen Schein geben. Doch ungefährlich ist die extreme Rechte keineswegs. Die Zahl antisemitischer und rassistischer Übergriffe in Europa steigt. Noch immer verleugnen oder verharmlosen Menschen den Holocaust. Nationalismus, antidemokratische und faschistische Parteien erleben Renaissance in europäischen Ländern, siehe Ungarn oder Frankreich.

Kundgebungen

Solchen Ideologien darf die Republik nicht die Tore öffnen. Daher lädt das Bündnis JETZT ZEICHEN SETZEN am
Freitag, den 30.1.2015 am Heldenplatz zur Kundgebung unter dem Motto „Kein Salon dem Rechtsextremismus!“ ein. Wir fordern: Die Räume der Republik sollen Veranstaltungen und Vernetzungsaktivitäten der extrem Rechten keinen Platz mehr bieten!

Wir laden euch außerdem alle herzlich ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Am Montag, dem 27. Jänner 2015, um 17.00 Uhr am Heldenplatz beim Weiheraum des äußeren Burgtors in 1010 Wien.

Mehr Infos auf www.jetztzeichensetzen.at

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ÖVP-Steuermodell: Verteilungsgerechtigkeit sieht anders aus

Dezember 12, 2014 - Author: barbarakasper

Schon auf den ersten Blick lassen sich einige deutliche Unterschiede zum ÖGB/AK-Modell erkennen.

Auch wenn immer wieder betont wird, dass Österreich ein Hochsteuerland wäre und wir ein Ausgabenproblem hätten – die Wahrheit ist: Wir haben ein Verteilungsproblem. Den Löwenanteil der Steuereinnahmen stemmen nämlich die ArbeitnehmerInnen, während Vermögenssteuern hierzulande einen sehr geringen Beitrag zum Staatshaushalt leisten. Es besteht also die dringende Notwendigkeit, die Steuerlast auch gerechter zu verteilen.

Wie verteilt sich die Steuerentlastung?

Ohne der Analyse, die derzeit von ÖGB und AK-ExpertInnen erstellt wird, vorgreifen zu wollen, ist deutlich erkennbar, dass die ÖVP-Reformpläne die ArbeitnehmerInnen deutlich weniger entlasten würden als die von ÖGB/AK. Menschen mit niedrigen Einkommen, die eine Entlastung am dringendsten bräuchten, würden nach dem ÖVP-Modell teilweise leer ausgehen. Dabei würde gerade deren Entlastung direkt in den Konsum fließen und so die Wirtschaft ankurbeln.

Wer wird entlastet?

Nach Angaben der ÖVP würden die (Lohn-)SteuerzahlerInnen im Schnitt um 900 Euro pro Jahr entlastet, Familien mit etwa 410 zusätzlichen Euro und Unternehmer sogar mit 2.000 Euro. Hier ist  – bei insgesamt geringerem Entlastungsvolumen – ganz klar und deutlich eine Verschiebung zugunsten der Unternehmer erkennbar. Der ÖGB ist immer für eine Erleichterungen der Familien eingetreten, aber in Form von Sachleistungen, wie flächendeckende ganztägige Kinderbetreuung oder gratis Schulmaterialien – davon würden alle ÖsterreicherInnen profitieren.

Weniger Sozialversicherungsbeiträge, weniger Leistungen

Die geplante Staffelung der Sozialversicherungsbeiträge ist aus Sicht des ÖGB abzulehnen, da die genauen Auswirkungen auf die Leistungen der Sozialversicherungsträger derzeit noch nicht abschätzbar sind. Hier bedarf es noch einer genaueren Analyse. Positiv zu sehen ist aber, dass sich die ÖVP erstmals bereit zeigt, die Höchstbeitragsgrundlage heraufzusetzen. Damit würden auch Menschen mit höheren Einkommen einen gerechteren Beitrag zur Finanzierung des Sozialstaats leisten. Der ÖGB fordert allerdings weiterhin, dass das Sozialversicherungssystem auf Basis einer Wertschöpfungsabgabe finanziert wird.

Pensionskürzungen führen zu Altersarmut

Alle Alarmglocken beginnen zu schrillen, wenn man sich die Finanzierungsvorschläge für die „Phase 2“ der ÖVP-Pläne ansieht: Zwei Milliarden Euro Entlastung sollen durch Einsparungen hereinkommen, hauptsächlich in den Bereichen Arbeitsmarkt und Pensionen. Pensions- und andere Sozialkürzungen würden nur dazu führen, dass sich die ArbeitnehmerInnen ihre  Entlastung hintenherum und langfristig erst recht wieder selbst bezahlen müssten. Darüber hinaus ist die Ankündigung einer Entlastung von zwei Milliarden bis 2020 äußert sonderbar, da sie nur von der nächsten Regierung umgesetzt werden könnte. Die derzeitige wurde nämlich  bis 2018 gewählt.

Wer soll das bezahlen?

In Sachen Gegenfinanzierung bleiben viele Fragen offen, die deutliche Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen bedeuten könnten. Zusätzlich soll den heimischen Spitzenverdienern mit der Erhöhung des Spitzensteuersatzes erst ab einem Einkommen ab 100.000 Euro ein zusätzlicher steuerlicher Vorteil gewährt werden.

Grundsätzlich ist es positiv, dass nunmehr beide Regierungsparteien ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt haben und somit die Ausgangspositionen der Koalitionspartner klar abgesteckt sind. Der ÖGB drängt weiterhin auf rasche und konstruktive Verhandlungen, damit das von der Regierung selbst gesteckte Ziel einer Einigung bis 17. März erreicht wird.

Eigenen Vorteil ausrechnen

Wer sich seine Steuerentlastung, die das AK/ÖGB Modell bringen würde, ausrechnen mag, kann das unter www.lohnsteuer-runter.at machen.

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No pasarán – wir weichen nicht zurück!

Dezember 11, 2014 - Author: barbarakasper

Nein zum Burschenbundball! Aufruf zur Demo am 10. Jänner 2015 in Linz!

Jedes Jahr im Winter feiern sich deutschnationale Burschenschaften im Linzer „Palais des Kaufmännischen Vereins“. Am Samstag, dem 10. Jänner 2015, wird es wieder soweit sein. Der Burschenbundball in Linz eröffnet damit nicht nur die rechtsextreme Ballsaison im Jahr 2015, sondern er stellt neben dem Wiener Akademikerball für Rechtsextreme schon längst eine der wichtigsten Festlichkeiten dar.

Ewiggestrig und rechtsextrem

Die Burschenschaft Arminia Czernowitz, die maßgeblich an der Durchführung des Balls beteiligt ist, gehört laut dem DÖW (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes) auch innerhalb der Burschenschaften klar dem rechtsextremen Flügel an. Ihr gehören auch vier FPÖ-Politiker an: Markus Hein (Fraktionschef FPÖ Linz, Linzer Gemeinderat), Michael Raml (Linzer Gemeinderat), Detlef Wimmer (Obmann FPÖ Linz, Linzer Sicherheitsstadtrat) und Werner Pfeffer (Linzer Gemeinderat). Zuletzt rückte die Burschenschaft im Jahr 2010 in den medialen Fokus, weil sie bei einem ihrer Plakate eindeutig nationalsozialistische Symbolik verwendete und dabei lediglich das Hakenkreuz des ursprünglichen Sujets übermalte. Auch das „Corps Alemannia Wien zu Linz” ist an der Organisation des Balls beteiligt: Das Corps, dem auch FPÖ-Landesrat Haimbuchner angehört, versucht trotz einschlägiger Geschichte gerne einen harmlosen Eindruck zu erwecken. Doch während des NS-Faschismus löste sich das Corps selbst auf und wurde zur NS-Kameradschaft „Horst-Wessel”. Wessel, seines Zeichens SA-Sturmführer, war selbst Mitglied dieser Korporation.

Weil es schon immer so war…


Nicht nur deutschnationale Burschenschafter schwingen auf diesem Ball ihr Tanzbein, auch PolitikerInnen und Persönlichkeiten aus konservativen Kreisen sind stets gern gesehene Ballgäste: Die Teilnahme reichte in den vergangenen Jahren von Landeshauptmann Pühringer bis hin zu VertreterInnen der Johannes Kepler Universität Linz. Auch der Ehrenschutz des Burschenbundballs wird zum wiederholten Male von Persönlichkeiten aus Politik und Universität gestellt. Gerade die bereitwillige Unterstützung aus diesen Personenkreisen wertet den ewiggestrigen Burschenbundball enorm auf und schlägt eine Brücke von der extremen Rechten hinein in die bürgerliche Mitte.

Gemeinsam gegen den rechtsextremen Burschenbundball!

Das Bündnis „Linz gegen Rechts“, dem mittlerweile rund 60 Organisationen angehören, ruft daher am Samstag, 10. Jänner 2015, zu einer breiten, antifaschistischen Demonstration gegen den im Palais des kaufmännischen Vereins stattfindenden Burschenbundball auf. Unser Anliegen ist ein entschlossener, lautstarker und friedlicher Protest gegen die Abhaltung dieses rechtsextremen Ereignisses. Die SponsorInnen der letzten Jahre fordern wir auf, diesen Ball nicht mit ihren finanziellen Mitteln zu unterstützen, insbesondere die Energie AG, die Sparkasse OÖ, die Hypo OÖ, die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, die Gesellschaft für den Wohnungsbau, Wohnbau 2000 und das Johannes Kepler Heim für Studierende. Die offizielle Politik und Personen im Umfeld der Johannes Kepler Universität fordern wir ebenfalls auf, dem Ball fernzubleiben und keinen Ehrenschutz zu übernehmen!

Wir sagen: Nein zu Faschismus, Nein zum Burschenbundball!linz gegen rechts

No pasarán – wir weichen nicht zurück!
Samstag, 10. Jänner 2015
Beginn: 17:30 Uhr, Hauptbahnhof Linz

Alle Infos unter: www.linz-gegen-rechts.at // facebook.com/linz.gegen.rechts

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Zu wenig zum Leben

November 27, 2014 - Author: barbarakasper

Die Handelsumfrage 2014 der GPA-djp Jugend zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten nicht mit ihrer Lehrlingsentschädigung zufrieden ist.

Jährlich werden die Gehälter, Löhne und Lehrlingsentschädigungen von den Gewerkschaften neu verhandelt und eine jährliche Einkommenserhöhung erreicht. Dennoch sind 56,50 Prozent der befragten Lehrlinge mit der Höhe ihrer Lehrlingsentschädigung nicht zufrieden. Nachvollziehbar, denn Wohnen, Lebensmittel, Energie und Mobilität werden stets teurer. Da bringt auch die jährliche Gehaltserhöhung oder die Erhöhung der Lehrlingsentschädigung nicht sehr viel, da die Inflation das meiste gleich wieder auffrisst. Die jungen Menschen spüren also kaum etwas von einer Gehaltserhöhung.

Anstieg an überbetrieblicher Ausbildung

Ein weiterer Grund für die Unzufriedenheit mit der Höhe der Lehrlingsentschädigung ist womöglich eine hohe Beteiligung von Lehrlingen aus überbetrieblichen Ausbildungsstätten (ÜBA) an der Umfrage. Generell steigt die Zahl junger Menschen, die nicht in Betrieben sondern in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ihren Beruf erlernen. Wurden 1980 noch 194.089 Lehrlinge in den heimischen Betrieben ausgebildet, waren es im Jahr 2012 nur mehr 125.228. Davon wurden 9.521 Lehrlinge nicht in Betrieben ausgebildet, sondern in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen, die vom AMS finanziert werden. Insgesamt bilden lediglich 20 Prozent der Betriebe, die das machen können, auch Lehrlinge aus.

Ungleiche Bezahlung

Nicht nur, dass junge Menschen gerne so realitätsgetreu wie möglich im Betrieb ausgebildet werden möchten, verdienen sie in überbetrieblichen Ausbildungsstätten auch entsprechend weniger. Während ein ÜBA-Lehrling im ersten und zweiten Lehrjahr 294 Euro und im dritten Lehrjahr 679,50 Euro zur Deckung des Lebensunterhaltes (DLU) bekommt, verdient ein Lehrling im Handel 504 bzw. 520 Euro im ersten Lehrjahr, 641 bzw. 661 Euro im zweiten und 913 bzw. 941 Euro im dritten Lehrjahr.

Daten und Fakten zur Umfrage

Bei der jährlichen Handelsumfrage der GPA-djp Jugend wurden im Frühjahr 2014 16.332 Fragebögen an alle Lehrlinge, die dem Kollektivvertrag Handel angehören, versandt. 2.050 Fragebögen wurden retourniert und ausgewertet. Die Teilnahme beläuft sich somit auf 12,55 Prozent.

Alle Ergebnisse auf goo.gl/Lxa5yl

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Gewaltfrei leben

November 25, 2014 - Author: barbarakasper

Heute, am 25. November ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Ein Thema, das leider noch immer ein viel zu großes Problem darstellt und in unserer Gesellschaft viel zu oft tabuisiert und verschwiegen wird.

Jede dritte Frau in der europäischen Union ist von Gewalt betroffen. In Österreich erlebt jede fünfte Frau ab dem 15. Lebensjahr mindestens einmal in ihrem Leben eine Form von physischer oder sexueller Gewalt. Meist passiert Gewalt gegen Frauen und Kinder im häuslichen Umfeld, innerhalb der Familie. Aber auch außerhalb, beispielsweise am Arbeitsplatz, in der Schule oder auf der Universität sind Frauen damit konfrontiert. Das Strafrecht ist lückenhaft, Übergriffe werden oftmals verharmlost oder heruntergespielt und die Täter nicht oder unzureichend bestraft.

Hilfe
Diejenigen die Schutz und Hilfe suchen können sich an die Autonomen Frauenhäuser wenden. Zumindest 30 dieser Häuser für Frauen gibt es in Österreich. Das sind immer noch viel zu wenige, da jedes Jahr auch Frauen aufgrund von Platzmangel, wieder weggeschickt werden müssen. Vor allem in ländlichen Regionen fehlen sie. Als erste Anlaufstelle und Kontaktaufnahme dient außerdem die Frauenhelpline, die unter 0800 222 555 anonym und kostenlos, rund um die Uhr telefonisch erreichbar ist. Gewalt kann in den unterschiedlichsten Formen auftreten, ob physisch, psychisch, sexuelle, sexualisierte, finanzielle oder strukturelle Gewalt. Sie alle stellen ein Problem dar. Betroffene benötigen mehr Unterstützung und Schutz, weshalb präventive sowie gesetzliche Maßnahmen dringend ausgebaut werden müssen.

16 Tage gegen Gewalt
16 Tage gegen Gewalt an Frauen ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember), um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen. Österreich nimmt seit 1992 an der Kampagne teil. Auch die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser beteiligen sich aktiv mit verschiedenen Veranstaltungen und Projekten an der Kampagne. Alle Infos unter www.aoef.at/index.php/16-tage-gegen-gewalt.

Linktipps:

Autonome Frauenhäuser
www.aoef.at

WAVE – Women Against Violence Euope ist das europäische Netzwerk gegen Gewalt an Frauen
www.wave-network.org

Frauenhelpline
www.frauenhelpline.at, Tel.: 0800 222 555

Kampagne „GEWALTFREI LEBEN
www.gewaltfreileben.at

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Verbotene Überstunden

November 21, 2014 - Author: barbarakasper

Überstunden sind für Lehrlinge unter 18 Jahre gesetzlich verboten. Die Handelsumfrage 2014 der GPA-djp Jugend zeigt aber, dass mehr als die Hälfte aller befragten Handelslehrlinge schon einmal Überstunden leisten musste.

Für Jugendliche gelten eigene Arbeitszeitbestimmungen. So dürfen Jugendliche bis 18 Jahre nicht länger als acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich arbeiten. Überstunden sind also verboten. Wenn sie dennoch Überstunden leisten, gebührt ihnen ein Zuschlag von 50 Prozent auf den Normallohn. Bei Lehrlingen, die älter als 18 Jahre alt sind, ist für die Berechnung der Überstundenentlohnung der niedrigste im Betrieb vereinbarte FacharbeiterInnenlohn bzw. das niedrigste Angestelltengehalt heranzuziehen. Kollektivverträge können auch für Lehrlinge, die noch nicht 18 Jahre alt sind, höhere Überstundenentgelte vorsehen.

Mehr als die Hälfte muss Überstunden leisten

Die Handelsumfrage der GPA-djp Jugend zeigt, dass 57,90 Prozent aller befragten Lehrlinge im Handel schon einmal Überstunden leisten musste. Bei den 16 bis 18-jährigen sind es mit 53,90 Prozent noch immer mehr als die Hälfte, und sogar 18 Prozent der unter 16-jährigen mussten Überstunden leisten. Daraus folgt, dass Betriebe gesetzliche Schutzbestimmungen für Jugendliche nicht ernstnehmen. Überstunden für Lehrlinge und Jugendliche sind nicht nur verboten, sondern auch völlig unverständlich, da Lehrlinge zur Ausbildung im Betrieb sind. Denn was soll in einer Überstunde gelernt oder gelehrt werden, was nicht auch während der regulären acht Stunden Arbeitszeit möglich ist.

Teilweise unbezahlt und unfreiwillig

Auf die Frage wie viele Überstunden die Lehrlinge pro Monat erbringen, antworteten 42,20 Prozent, dass sie bis zu fünf Überstunden pro Monat leisten, 10,60 Prozent sagen aus, dass sie bis zu 15 Überstunden erbringen und 4,70 Prozent machen sogar über 15 Überstunden im Monat. Gerade weil es sich um Lehrlinge und zum Teil auch noch Jugendliche handelt, sind diese Zahlen erschreckend. Hinzu kommt, dass 35,70 Prozent der Befragten angeben, dass ihnen zumindest einmal die Überstunden weder in Geld oder Zeit ausbezahlt wurden. 50,80 Prozent sagen auch, dass sie die Überstunden unfreiwillig erbringen haben müssen.

Daten und Fakten zur Umfrage

Bei der jährlichen Handelsumfrage der GPA-djp Jugend wurden im Frühjahr 2014 16.332 Fragebögen an alle Lehrlinge, die dem Kollektivvertrag Handel angehören, versandt. 2.050 Fragebögen wurden retourniert und ausgewertet. Die Teilnahme beläuft sich somit auf 12,55 Prozent.

Alle Ergebnisse auf goo.gl/Lxa5yl

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Lehrstellen sind Mangelware

- Author: barbarakasper

Die Handelsumfrage 2014 der GPA-djp Jugend zeigt: 50 Prozent der Befragten haben Probleme bei der Lehrstellensuche und 42,2 Prozent der Handelslehrlinge üben nicht ihren Wunschberuf aus.

Fakt ist, immer weniger Betriebe bilden Lehrlinge selbst aus. Die angebotenen Lehrstellen gehen seit den 1980ern kontinuierlich zurück. Wurden 1980 noch 194.089 Lehrlinge in den heimischen Betrieben ausgebildet, waren es im Jahr 2012 nur mehr 125.228. Davon wurden 9.521 Lehrlinge nicht in Betrieben ausgebildet, sondern in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen, die vom AMS finanziert werden. Insgesamt bilden lediglich 20 Prozent der Betriebe, die das machen können, auch Lehrlinge aus. Dass die Bereitschaft Lehrlinge auszubilden eindeutig zurückgeht, lässt sich somit nicht leugnen.

Das zeigen auch die Ergebnisse der Umfrage, die die GPA-djp Jugend unter Lehrlingen im Handel durchführte. 50 Prozent der Befragten gaben an, dass es für sie schwer war eine Lehrstelle zu finden. Dass die Hälfte der Lehrlinge im Handel Probleme bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hatten, stellt der Wirtschaft kein gutes Zeugnis aus und bestätigt nur, dass immer weniger Betriebe bereit dazu sind ihre eigenen, dringend benötigten Fachkräfte auszubilden. Gleichzeitig beschweren sich aber viele Unternehmer und Unternehmerinnen über einen Fachkräftemangel.

Großteils zufrieden mit Ausbildung

82,10 Prozent der befragten Lehrlinge geben an, mit der Ausbildung zufrieden zu sein. Dennoch gibt es den Jugendlichen zufolge viele Problemfelder. Einige Lehrlinge beklagen, dass sie wenig lernen, in Wahrheit auch etwas anderes lernen wollten oder zu einem großen Teil nur im Lager tätig sind. Ist das der Fall kommt es kaum zum Kundenkontakt, doch gerade im Einzelhandel stellt das Kunden- und Verkaufsgespräch einen essentiellen Teil der Lehrausbildung dar. Außerdem geben Lehrlinge an, dass sie Überstunden leisten müssten, der Druck hoch ist, der Verdienst aber gering.

Daten und Fakten zur Umfrage

Bei der jährlichen Handelsumfrage der GPA-djp Jugend wurden im Frühjahr 2014 16.332 Fragebögen an alle Lehrlinge, die dem Kollektivvertrag Handel angehören, versandt. 2.050 Fragebögen wurden retourniert und ausgewertet. Die Teilnahme beläuft sich somit auf 12,55 Prozent.

Alle Ergebnisse auf goo.gl/Lxa5yl

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Mein Bachelor hat MehrWERT

Oktober 24, 2014 - Author: barbarakasper

Anerkennung der Mindeststudienzeit für Bachelor und Master Titel als Ausbildungszeiten in allen österreichischen KVs gefordert. GPA-djp Studierende Wien starten Kampagne.

„Laut der heuer von der GPA-djp-Jugend gemeinsam mit der ÖH durchgeführten Umfrage arbeiten über 84 Prozent der Studierenden während des Semesters. Für viele stellt das eine außerordentliche Belastung dar, Studierende arbeiten vielfach außerdem unter besonders prekären Bedingungen. Diese Situation ist nicht zu akzeptieren: „Wenn Studierende arbeiten, haben sie die gleichen Rechte wie alle anderen ArbeitnehmerInnen in Österreich. Das wollen wir ihnen mit unserer neuen Kampagne „Mein Bachelor hat MehrWERT“ näher bringen“, erklärt Christian Hofmann, Vorsitzender der Studierendengruppe Wien in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp).

Besonders im Bereich Praktika gebe es zahlreiche Probleme, sowohl was die Bezahlung als auch was die Ausbildung von PraktikantInnen betreffe, so Hofmann weiter: „Wir wissen aus unseren Beratungen, dass sogenannte Praktika oft mehr Schein als Sein sind: von Ausbildung ist keine Rede, die Studierenden werden als Hilfskräfte eingesetzt, und das oft zum Nulltarif.“ Man könne diesbezüglich nicht alle Arbeitgeber in einen Topf werfen, einige Branchen wie Graphik & Design oder der Mediensektor falle aber besonders auf, wenn es um die Ausbeutung von studentischen Arbeitskräften gehe, so Hoffmann: „Oft verbergen sich unter dem Label des Volontariats, das eigentlich als kurzes Schnuppern gedacht ist, längere Arbeitsverhältnisse oder besser Ausbeutungsverhältnisse. Wir fordern daher die gesetzliche Abschaffung des Volontariats in seiner heutigen Form. Wo Arbeit geleistet wird, muss sie auch bezahlt werden.“

Außerdem fordert auch die Studierendengruppe Wien der GPA-djp eine gesetzliche Definition des Ausbildungsinhalts eines Praktikums ist, erklärt Hoffmann: „Die Arbeitgeber sollen ganz im Sinne der Fachkräfteausbildung darlegen, was die Ausbildungsinhalte der Praktika darstellen, die sie anbieten. Im Sinne der Leistungsgerechtigkeit müssen Praktika außerdem in jedem Fall nach dem Kollektivvertrag der Branche bezahlt werden.“

„Für viele JungakademikerInnen kommt es spätestens nach dem Abschluss ihres Studiums zu einem bösen Erwachen, wenn sie nämlich feststellen, dass ihr Abschluss keine Auswirkung auf ihr Startgehalt hat. Als Studierende in der GPA-djp Wien fordern wir deswegen die Anerkennung der Mindeststudienzeit für Bachelor und Master Titel (sechs bzw. vier Semester) als Ausbildungszeiten in allen österreichischen Kollektiverträgen! Es kann nicht sein, dass junge Menschen die Bereitschaft zeigen, zu lernen, und dann von der Wirtschaft bei der Entlohnung die kalte Schulter gezeigt bekommen. Wir werden in den kommenden Monaten mit Aktionen vor den Universitäten darauf aufmerksam machen, dass der Bachelor MehrWERT hat“, so Hofmann abschließend.

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Tätigkeitsbeschreibungen und Lerninhalte für Praktika definieren!

Oktober 15, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Weit mehr als 100 ganz konkrete Meldungen bei Watchlist Praktikum bestätigen Missstände! Dass die sogenannten „Praktika“ viel zu oft unter- oder gar unbezahlt sowie ohne soziale Absicherung, also z.B. ohne Meldung bei der Sozialversicherung, absolviert werden müssen, ist hinlänglich bekannt. „Viele Studierende müssen diese Situation mehr oder weniger akzeptieren, weil sie die Praktika zur Fortsetzung ihres Studiums brauchen. Zur schlechten oder fehlenden Bezahlung kommt aber auch, dass die Betroffenen in vielen Fällen überhaupt nicht ausgebildet werden, sondern zu unterbezahlten Hilfstätigkeiten oder schlicht als Urlaubsvertretungen herangezogen werden“, erklärt Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) diesen Teufelskreis.

Für diesen Missstand könnte rasch Abhilfe geschaffen werden: „Wenn in den Hochschullehrplänen sogenannte Pflichtpraktika vorgeschrieben sind, dann könnte auch klar definiert werden, wie diese Praktika ausgestaltet sein könnten. Das heißt, es sollten Tätigkeitsbeschreibungen bzw. Lerninhalte und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards festgeschrieben werden“, fordert Kronberger.

Derzeit beschränkt sich die Beschreibung der Pflichtpraktika auf eine gewisse Stunden- oder Monatsanzahl, wie genau sie gestaltet sein müssen, das wissen also weder die Studierenden noch die Unternehmen.

„Ein Zustand, der natürlich Tür und Tor für Missstände öffnet. Mit einer klaren inhaltlichen Definition der würden sich auch viele Unternehmen leichter tun“, unterstützt GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian die Forderung: „Es ist nicht einzusehen, dass viele junge Menschen ihren ersten Kontakt in der Arbeitswelt unter oft fragwürdigen Verhältnissen absolvieren müssen.“

Auch die inzwischen weit mehr als 100 Meldungen bei der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at beweisen den Handlungsbedarf. Eine Vielzahl der Meldungen über Missstände beim Absolvieren eines Praktikums wurde an die Gebietskrankenkasse weitergeleitet. Jetzt wird jeder einzelne Fall geprüft und Betriebe, die sich nicht an die arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen halten, haben zunächst mit sozialversicherungsrechtlichen Nachzahlungen zu rechnen. „Bei Praktika handelt es sich offenbar immer öfter nicht um Ausbildungs-, sondern um Umgehungsverträge. Diese Entwicklung könnte mit einer klaren Definition der Tätigkeits- und Lerninhalte gebremst werden“, so Kronberger und Katzian abschließend.

 

 

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