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GPA-djp kürt besten kaufmännischen Lehrling Salzburgs

Mai 12, 2015 - Author: barbarakasper

17- jährige Christine Schnitzhofer (Bild: Mitte) aus Seekirchen setzte sich gegen starke Konkurrenz aus dem ganzen Bundesland durch

„Der Lehrlingswettbewerb der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) hat eine lange Tradition. Auch in diesem Jahr beteiligten sich über 2.300 kaufmännische Lehrlinge aus dem gesamten Bundesland. Am 9. Mai wurden die Top platzierten der Klassen zur Landesausscheidung eingeladen, um die Besten der Besten zu ermitteln“, freut sich Ines Rehrl, Jugendsekretärin der GPA-djp Salzburg.

Starke Konkurrenz

Die 17-jährige Christine Schnitzhofer aus Seekirchen konnte sich schlussendlich gegen eine beachtlich starke Konkurrenz durchsetzen. Die neue Landessiegerin wird in der Raiffeisenbank zur Bankkauffrau ausgebildet und besucht die Landesberufsschule in Zell am See. Die junge Gewinnerin darf nun ein Jahr lang den Titel „Bester kaufmännischer Lehrling Salzburgs“ tragen. Ehrengast Jürgen Fischer, stellvertretender Vorsitzender der GPA-djp Salzburg, überreichte den Nachwuchskräften ihre verdienten Urkunden.

Die SiegerInnen des Landesberufswettbewerbes nach Lehrjahren:

  1. Lehrjahr:
    Christine Schnitzhofer, LBS Zell am See, Bankkauffrau
    Lehrbetrieb: Raiffeisenbank
  2. Lehrjahr
    Frau Katharina Hofbauer, LBS 6, Bürokauffrau
    Lehrbetrieb: Georg Pappas Automobil Gmbh
  3. Lehrjahr
    Frau Christina Obermoser, LBS 6, Bürokauffrau
    Lehrbetrieb: Salzburger Gebietskrankenkasse

„Die GPA-djp Jugend Salzburg gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern, die an diesem umfangreichen Berufswettbewerb teilgenommen haben. Gerade weil die GPA-djp Jugend Salzburg in letzter Zeit mehrmals Mängel in der Ausbildung aufzeigte, freut es uns besonders, diese Personen hervorzuheben, die wirklich auf hohem Niveau ausgebildet werden. Wir gratulieren auch den Ausbildungsbetrieben zu diesen hervorragenden zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so Christopher Simonlehner, Vorsitzender der GPA-djp Jugend Salzburg.

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Gewerkschaftskritik an neuem Lehrberuf Hotelkaufmann/-frau

März 26, 2015 - Author: helmutgotthartsleitner
Wo sind die Arbeitsplätze?

Auf geteilte Freude stößt bei den Gewerkschaften vida und GPA-djp das bei der Regierungsklausur präsentierte „Lehrberufspaket 2015“. „Natürlich begrüßen wir jede Verbesserung in der Ausbildung von Jugendlichen, gleichzeitig können wir aber nicht nachvollziehen, dass die Regierung jetzt Vorschläge in das Paket hineinnimmt, die mit uns bzw. den zuständigen Stellen nicht vereinbart waren. Das ist ein klares Verlassen der Sozialpartnerschaft und wird von uns sicherlich nicht ohne weiteres hingenommen“, so Andreas Gollner, vida-Fachsekretär für den Bereich Tourismus, und GPA-djp Jugendsekretär Helmut Gotthartsleitner.

„Völlig neue Lehrberufe“ der Regierung sind schon ein alter Hut Heftige Kritik üben die Gewerkschafter an der von den Regierungsparteien geplanten Schaffung des Lehrberufes „Hotelkaufmann/-frau“. „Es gibt bereits eine Lehrausbildung zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten. Warum die Regierung jetzt eine neue Ausbildung schaffen will, die nahezu deckungsgleich ist, erschließt sich mir nicht“, kritisiert Gollner. Auch Gotthartsleitner bekräftigt: „Dieser Lehrberuf stellt für uns im derzeitigen Planungsstand eine mehr oder weniger sinnlose Ergänzung der Ausbildung zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten dar. Wenn es mehr Fachpersonal an den Rezeptionen braucht, können ja Hotel- und GastgewerbeassistentInnen eingesetzt werden.“ So sieht das auch vida-Fachsekretär Gollner: „Keine Branche braucht zwei ähnliche Lehrberufe. Wenn die Regierung Änderungsbedarf ortet, soll sie es sagen, aber nicht alte Modelle als neue, große Würfe verkaufen. Offenbar sollen mit der Schaffung des neuen Lehrberufes nur die Hoteliers besänftigt werden, die sich durch die Steuerreform unter Druck sehen. Wir werden es nicht zulassen, dass die Ausbildung junger Menschen aufs Spiel gesetzt wird, nur um eine bestimmte Gruppe zufrieden zu stellen.“

 Modernisierung ja, aber nicht im Alleingang! „Wir verlangen, dass die Regierung diesen geplanten Lehrberuf aus dem Gesamtpaket wieder herausnimmt und mit uns darüber verhandelt“, so Gollner. „Auch wir sind für eine moderne Ausbildung, dafür muss sich die Arbeitgeberseite aber mit uns an einen Tisch setzen. Gemeinsam können wir die beste Lösung für eine gute und qualitativ hochwertige Ausbildung im Sinne der Jugendlichen erreichen – wie das auch bisher der Fall war“, so Gotthartsleitner abschließend.

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Dem „Geschäftsmodell“ Praktikum endlich einen Riegel vorschieben!

März 13, 2015 - Author: helmutgotthartsleitner

Erste Betroffene klagen Arbeitgeber, Rechtshilfe von der GPA-djp! „Die Watchlist Praktikum stößt seit ihrer Gründung vor mehr als einem halben Jahr auf großes Interesse, aber mittlerweile vergeht wirklich kaum ein Tag, an dem sich nicht Betroffene für diese Möglichkeit bedanken, ihre schlechten Erfahrungen zu melden, oder uns auf weitere Unternehmen aufmerksam machen, in denen die Umgehung von wasserdichten Anstellungen junger ArbeitnehmerInnen unter dem Deckmantel eines Praktikums System hat“, berichtet Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

Bei www.watchlist-praktikum.at können PraktikantInnen auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die erhobenen Daten werden an die Gebietskrankenkassen weitergeleitet, um die jeweiligen Unternehmen zu prüfen, was derzeit in mehr als 200 Fällen ansteht. Die Palette der gemeldeten Missstände geht quer durch alle Branchen, die mittlerweile rund 65.000 Klicks belegen den Handlungsbedarf, so Kronberger weiter: „Monatelange Vertretungen von Beschäftigten, die in Karenz sind, zum Nulltarif, oder Lehrverhältnisse, die nach dem Praktikum in Aussicht gestellt werden und dann nach einem Monat im Weihnachtsgeschäft ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, werden uns genauso gemeldet wie viele krass unterbezahlte Arbeitsverhältnisse und andere arbeitsrechtliche Umgehungen. Einige Betroffene haben sich dazu entschieden, ihre (ehemaligen) Arbeitgeber zu klagen und ihre Gehaltsansprüche geltend zu machen, die GPA-djp leistet bereits in mehreren Verfahren Rechtshilfe. Auch Klagen nach den Lohn und Sozialdumpinggesetz stehen im Raum.“

„Es ist wirklich nicht einzusehen, dass Praktika immer öfter ein lukratives Geschäftsmodell für Unternehmen werden, denen SchülerInnen und Studierende mehr oder weniger ausgeliefert sind, weil ihre Lehrpläne Praktika vorschreiben“, ergänzt Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp: „Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch: Die Entlohnung von PraktikantInnen muss nach Kollektivvertrag erfolgen. Die Lehrinhalte von Praktika müssen in den Hochschullehrplänen definiert werden und wir brauchen eine Beweislastumkehr. Es kann nicht zum Status Quo werden, dass immer die PraktikantInnen aktiv werden müssen, um zu beweisen, dass keine Lerninhalte oder Ausbildungen angeboten wurden – die Arbeitgeber sollen erklären müssen, was sie vermitteln: PraktkantInnen haben unsere volle Unterstützung, diesem Geschäftsmodell muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden!“

 

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Mehr Kohle für Lehrlinge bei Autoverleihern!

- Author: helmutgotthartsleitner

Mit 1. März 2015 steigt deine Lehrlingsentschädigung als Lehrling bei Autoverleihern wie Buchbinder, Six und Co um 2,1 Prozent. Ein Erfolg der GPA-djp Jugend!

Durch einen Antrag der GPA-djp Jugend beim Bundeseinigungsamt konnte eine neuerliche Festsetzung der Lehrlingsentschädigungen für Autoverleihunternehmungen wie Buchbinder, Six und Co erreicht werden. Mit 1. März 2015 bekommst du also mehr Kohle. Und das Beste daran ist: Wir konnten auch dein Urlaubs- und Weihnachtsgeld sichern.

Wir sind deine Gewerkschaft und darum ist es uns wichtig, dass du über deine Rechte bescheid weißt und für deine Arbeit auch entsprechend bezahlt wirst. Wir setzen uns für dich ein, und sind dafür verantwortlich, dass:

  • du ab 1. Jänner 2014 im 1. Lehrjahr um mind. 10,50 Euro/Monat, im 2. Lehrjahr um mind. 15 Euro/Monat und im 3. Lehrjahr um mind. 21 Euro/Monat mehr verdienst und das 14 mal im Jahr!
  • das bedeutet, dass du im 1. Lehrjahr um mind. 147 Euro/Jahr, im 2. Lehrjahr um mind. 210 Euro/Jahr und im 3. Lehrjahr um mind. 294 Euro/Jahr mehr im Sackerl hast.
  • dir diese Erhöhung der Lehrlingsentschädigung in drei Lehrjahren um  651 Euro mehr Kohle bringt.
  • es Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld überhaupt gibt. Denn ohne Gewerkschaft gibt es keinen Anspruch auf  Sonderzahlungen.

Jetzt Mitglied werden!
Als Gewerkschaft sind wir immer nur so stark, wie Menschen gemeinsam mit uns für ihre Rechte eintreten. Es liegt also an dir, dass du dir nicht alles gefallen lässt. Wenn bei dir im Job nicht alles so ist, wie es eigentlich sein sollte, melde dich bei uns. Gemeinsam können wir etwas verändern. Da wir von Politik und Wirtschaft unabhängig sind, finanzieren wir uns nur über die Beiträge unserer Mitglieder. Bei uns kann jeder Lehrling und jede/r Angestellte Mitglied werden. Welche Vorteile du neben dem gemeinsamen Durchsetzen deiner Rechte im Job hast, findest du auf www.jugend.gpa-djp.at/seidabei. Der Mitgliedsbeitrag beträgt immer 1 Prozent deiner monatlichen Bruttolehrlingsentschädigung bzw. deines Bruttogehaltes.

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GPA-djp-Studierende Wien erhalten Unterstützung von NR-Abgeordneten für faire Praktika!

Februar 26, 2015 - Author: helmutgotthartsleitner

Die Studierenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wien holten sich heute im Parlament Unterstützung für ihr Anliegen, faire Bedingungen für PraktikantInnen durchzusetzen. Unter dem Motto „Praktika: fair statt prekär“ bekundeten Abgeordnete der SPÖ und der Grünen ihre Solidarität.

„Bei Praktika hat sich seit geraumer Zeit eine Missbrauchskultur durchgesetzt, die für die Betroffenen untragbar geworden ist. Unter dem Titel Praktikum werden in großem Ausmaß legale Arbeitsverhältnisse umgangen und tausende junge Menschen ausgebeutet und um ihre Ansprüche gebracht. Es freut uns sehr, dass Abgebordnete von Parlamentsparteien unser Anliegen, endlich faire Bedingungen für junge und in Ausbildung befindliche Menschen durchzusetzen, offensiv unterstützen“ so der Vorsitzende der GPA-djp Studierenden Wien Christian Hofmann.

Katharina Kucharowits, die SPÖ-Jugendsprecherin betonte: „Es ist unfassbar, was einige junge Leute beim Berufseinstieg erleben. Sie sind mit so genannten „Praktika“ konfrontiert, werden nicht gescheit oder gar nicht dafür bezahlt, obwohl sie eigentlichen einen vollwertigen Job machen. Kurz gesagt, sie werden von Unternehmen ausgebeutet. Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb weg mit unter- und unbezahlten Praktika und her mit einem gerechten und fairen Lohn für die geleistete Arbeit.“

Daniela Holzinger : „Praktikum bedeutet Ausbildung, nicht Ausbeutung! Viele Studierende erleben leider aber zunehmend das Gegenteil und werden als Billigarbeitskräfte missbraucht – ohne Mehrwert für Studium oder Beruf. Das muss ein Ende haben!“

Für den Abgeordneten der Grünen Julian Schmid „kann es nicht sein, dass unsere ganze Generation schlechtere Arbeitsverhältnisse hat als die Generationen vor uns – und das obwohl wir am besten ausgebildet sind und sich manche Unternehmen mit uns eine goldene Nase verdienen! Wir brauchen hier mehr Fairness, bessere Rechte & lückenlosere Gesetze!“

Schon seit über einem halben Jahr kämpft die GPA-djp, unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BASK) und von der „Plattform Generation Praktikum“ auf der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at für mehr Rechte junger ArbeitnehmerInnen. PraktikantInnen können auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die Angaben werden zur Prüfung an die jeweiligen Gebietskrankenkassen weitergeleitet, die bei Vorliegen von Arbeitsverträgen die sozialversicherungsrechtliche Richtigstellung verlangen können. Zudem werden besonders dreiste Inserate, mit denen PratikantInnenstellen ausgeschrieben werden, auf der Internetseite veröffentlicht.

Die GPA-djp Studierenden Wien auf facebook: https://www.facebook.com/pages/GPA-djp-Studierende-Wien/554750177986407

 

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ÖGB vergibt Stipendien

Dezember 17, 2014 - Author: barbarakasper

Bis zu 5.000 Euro für wissenschaftliche Arbeiten. Bewerbungsfrist: 15. Mai 2015.

Der Johann-Böhm-Fonds will die Forschung zu Themen fördern, die für die ArbeitnehmerInnen-Vertretung von Bedeutung sind. Deshalb vergibt der ÖGB jedes Jahr Stipendien, die je nach Art der wissenschaftlichen Arbeit mit bis zu 5.000 Euro honoriert werden. Ziel ist es, qualitativ hochwertige Arbeiten zu bekommen, die dann dem ÖGB-Verlag zur Publikation vorgeschlagen werden können.

Im Studienjahr 2015 werden Arbeiten zu folgenden Themen gefördert:

  • Crowdwork – Lücken und Erfordernisse arbeitsrechtlicher Erfassung
  • Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung (Stichwort: Online-Handel) auf die Beschäftigung und die Beschäftigungsbedingungen im österreichischen Handel
  • Die interregionale Gewerkschaftsarbeit des ÖGB als Beitrag zur österreichischen Nachbarschaftspolitik

Spätestens zum Zeitpunkt der Bewerbung muss der/die BewerberIn Gewerkschaftsmitglied sein.

ACHTUNG! Die Bewerbungsfrist endete am 15. Mai 2015.

Genauere Informationen zu Höhe und Kriterien der Förderung erhalten Sie bei:

ÖGB-Referat für Rechtspolitik
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien
Mag. Martin Müller
Tel: 01/53 444-39179
E-Mail:
sozialpolitik@oegb.at
www.oegb.at/Stipendien

Mehr Infos:
Externe_Richtlinien_zur_Vergabe_von_Johann_Boehm_Stipendien
CrowdworkLuecken_und_Erfordernisse_arbeitsrechtlicher_Erfassung
Auswirkungen_der_zunehmenden_Digitalisierung_auf_die_Beschaeftigten
Die_interregionale_Gewerkschaftsarbeit_des_OEGB

 

 

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ÖVP-Steuermodell: Verteilungsgerechtigkeit sieht anders aus

Dezember 12, 2014 - Author: barbarakasper

Schon auf den ersten Blick lassen sich einige deutliche Unterschiede zum ÖGB/AK-Modell erkennen.

Auch wenn immer wieder betont wird, dass Österreich ein Hochsteuerland wäre und wir ein Ausgabenproblem hätten – die Wahrheit ist: Wir haben ein Verteilungsproblem. Den Löwenanteil der Steuereinnahmen stemmen nämlich die ArbeitnehmerInnen, während Vermögenssteuern hierzulande einen sehr geringen Beitrag zum Staatshaushalt leisten. Es besteht also die dringende Notwendigkeit, die Steuerlast auch gerechter zu verteilen.

Wie verteilt sich die Steuerentlastung?

Ohne der Analyse, die derzeit von ÖGB und AK-ExpertInnen erstellt wird, vorgreifen zu wollen, ist deutlich erkennbar, dass die ÖVP-Reformpläne die ArbeitnehmerInnen deutlich weniger entlasten würden als die von ÖGB/AK. Menschen mit niedrigen Einkommen, die eine Entlastung am dringendsten bräuchten, würden nach dem ÖVP-Modell teilweise leer ausgehen. Dabei würde gerade deren Entlastung direkt in den Konsum fließen und so die Wirtschaft ankurbeln.

Wer wird entlastet?

Nach Angaben der ÖVP würden die (Lohn-)SteuerzahlerInnen im Schnitt um 900 Euro pro Jahr entlastet, Familien mit etwa 410 zusätzlichen Euro und Unternehmer sogar mit 2.000 Euro. Hier ist  – bei insgesamt geringerem Entlastungsvolumen – ganz klar und deutlich eine Verschiebung zugunsten der Unternehmer erkennbar. Der ÖGB ist immer für eine Erleichterungen der Familien eingetreten, aber in Form von Sachleistungen, wie flächendeckende ganztägige Kinderbetreuung oder gratis Schulmaterialien – davon würden alle ÖsterreicherInnen profitieren.

Weniger Sozialversicherungsbeiträge, weniger Leistungen

Die geplante Staffelung der Sozialversicherungsbeiträge ist aus Sicht des ÖGB abzulehnen, da die genauen Auswirkungen auf die Leistungen der Sozialversicherungsträger derzeit noch nicht abschätzbar sind. Hier bedarf es noch einer genaueren Analyse. Positiv zu sehen ist aber, dass sich die ÖVP erstmals bereit zeigt, die Höchstbeitragsgrundlage heraufzusetzen. Damit würden auch Menschen mit höheren Einkommen einen gerechteren Beitrag zur Finanzierung des Sozialstaats leisten. Der ÖGB fordert allerdings weiterhin, dass das Sozialversicherungssystem auf Basis einer Wertschöpfungsabgabe finanziert wird.

Pensionskürzungen führen zu Altersarmut

Alle Alarmglocken beginnen zu schrillen, wenn man sich die Finanzierungsvorschläge für die „Phase 2“ der ÖVP-Pläne ansieht: Zwei Milliarden Euro Entlastung sollen durch Einsparungen hereinkommen, hauptsächlich in den Bereichen Arbeitsmarkt und Pensionen. Pensions- und andere Sozialkürzungen würden nur dazu führen, dass sich die ArbeitnehmerInnen ihre  Entlastung hintenherum und langfristig erst recht wieder selbst bezahlen müssten. Darüber hinaus ist die Ankündigung einer Entlastung von zwei Milliarden bis 2020 äußert sonderbar, da sie nur von der nächsten Regierung umgesetzt werden könnte. Die derzeitige wurde nämlich  bis 2018 gewählt.

Wer soll das bezahlen?

In Sachen Gegenfinanzierung bleiben viele Fragen offen, die deutliche Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen bedeuten könnten. Zusätzlich soll den heimischen Spitzenverdienern mit der Erhöhung des Spitzensteuersatzes erst ab einem Einkommen ab 100.000 Euro ein zusätzlicher steuerlicher Vorteil gewährt werden.

Grundsätzlich ist es positiv, dass nunmehr beide Regierungsparteien ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt haben und somit die Ausgangspositionen der Koalitionspartner klar abgesteckt sind. Der ÖGB drängt weiterhin auf rasche und konstruktive Verhandlungen, damit das von der Regierung selbst gesteckte Ziel einer Einigung bis 17. März erreicht wird.

Eigenen Vorteil ausrechnen

Wer sich seine Steuerentlastung, die das AK/ÖGB Modell bringen würde, ausrechnen mag, kann das unter www.lohnsteuer-runter.at machen.

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Zu wenig zum Leben

November 27, 2014 - Author: barbarakasper

Die Handelsumfrage 2014 der GPA-djp Jugend zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten nicht mit ihrer Lehrlingsentschädigung zufrieden ist.

Jährlich werden die Gehälter, Löhne und Lehrlingsentschädigungen von den Gewerkschaften neu verhandelt und eine jährliche Einkommenserhöhung erreicht. Dennoch sind 56,50 Prozent der befragten Lehrlinge mit der Höhe ihrer Lehrlingsentschädigung nicht zufrieden. Nachvollziehbar, denn Wohnen, Lebensmittel, Energie und Mobilität werden stets teurer. Da bringt auch die jährliche Gehaltserhöhung oder die Erhöhung der Lehrlingsentschädigung nicht sehr viel, da die Inflation das meiste gleich wieder auffrisst. Die jungen Menschen spüren also kaum etwas von einer Gehaltserhöhung.

Anstieg an überbetrieblicher Ausbildung

Ein weiterer Grund für die Unzufriedenheit mit der Höhe der Lehrlingsentschädigung ist womöglich eine hohe Beteiligung von Lehrlingen aus überbetrieblichen Ausbildungsstätten (ÜBA) an der Umfrage. Generell steigt die Zahl junger Menschen, die nicht in Betrieben sondern in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ihren Beruf erlernen. Wurden 1980 noch 194.089 Lehrlinge in den heimischen Betrieben ausgebildet, waren es im Jahr 2012 nur mehr 125.228. Davon wurden 9.521 Lehrlinge nicht in Betrieben ausgebildet, sondern in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen, die vom AMS finanziert werden. Insgesamt bilden lediglich 20 Prozent der Betriebe, die das machen können, auch Lehrlinge aus.

Ungleiche Bezahlung

Nicht nur, dass junge Menschen gerne so realitätsgetreu wie möglich im Betrieb ausgebildet werden möchten, verdienen sie in überbetrieblichen Ausbildungsstätten auch entsprechend weniger. Während ein ÜBA-Lehrling im ersten und zweiten Lehrjahr 294 Euro und im dritten Lehrjahr 679,50 Euro zur Deckung des Lebensunterhaltes (DLU) bekommt, verdient ein Lehrling im Handel 504 bzw. 520 Euro im ersten Lehrjahr, 641 bzw. 661 Euro im zweiten und 913 bzw. 941 Euro im dritten Lehrjahr.

Daten und Fakten zur Umfrage

Bei der jährlichen Handelsumfrage der GPA-djp Jugend wurden im Frühjahr 2014 16.332 Fragebögen an alle Lehrlinge, die dem Kollektivvertrag Handel angehören, versandt. 2.050 Fragebögen wurden retourniert und ausgewertet. Die Teilnahme beläuft sich somit auf 12,55 Prozent.

Alle Ergebnisse auf goo.gl/Lxa5yl

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Gewaltfrei leben

November 25, 2014 - Author: barbarakasper

Heute, am 25. November ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Ein Thema, das leider noch immer ein viel zu großes Problem darstellt und in unserer Gesellschaft viel zu oft tabuisiert und verschwiegen wird.

Jede dritte Frau in der europäischen Union ist von Gewalt betroffen. In Österreich erlebt jede fünfte Frau ab dem 15. Lebensjahr mindestens einmal in ihrem Leben eine Form von physischer oder sexueller Gewalt. Meist passiert Gewalt gegen Frauen und Kinder im häuslichen Umfeld, innerhalb der Familie. Aber auch außerhalb, beispielsweise am Arbeitsplatz, in der Schule oder auf der Universität sind Frauen damit konfrontiert. Das Strafrecht ist lückenhaft, Übergriffe werden oftmals verharmlost oder heruntergespielt und die Täter nicht oder unzureichend bestraft.

Hilfe
Diejenigen die Schutz und Hilfe suchen können sich an die Autonomen Frauenhäuser wenden. Zumindest 30 dieser Häuser für Frauen gibt es in Österreich. Das sind immer noch viel zu wenige, da jedes Jahr auch Frauen aufgrund von Platzmangel, wieder weggeschickt werden müssen. Vor allem in ländlichen Regionen fehlen sie. Als erste Anlaufstelle und Kontaktaufnahme dient außerdem die Frauenhelpline, die unter 0800 222 555 anonym und kostenlos, rund um die Uhr telefonisch erreichbar ist. Gewalt kann in den unterschiedlichsten Formen auftreten, ob physisch, psychisch, sexuelle, sexualisierte, finanzielle oder strukturelle Gewalt. Sie alle stellen ein Problem dar. Betroffene benötigen mehr Unterstützung und Schutz, weshalb präventive sowie gesetzliche Maßnahmen dringend ausgebaut werden müssen.

16 Tage gegen Gewalt
16 Tage gegen Gewalt an Frauen ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember), um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen. Österreich nimmt seit 1992 an der Kampagne teil. Auch die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser beteiligen sich aktiv mit verschiedenen Veranstaltungen und Projekten an der Kampagne. Alle Infos unter www.aoef.at/index.php/16-tage-gegen-gewalt.

Linktipps:

Autonome Frauenhäuser
www.aoef.at

WAVE – Women Against Violence Euope ist das europäische Netzwerk gegen Gewalt an Frauen
www.wave-network.org

Frauenhelpline
www.frauenhelpline.at, Tel.: 0800 222 555

Kampagne „GEWALTFREI LEBEN
www.gewaltfreileben.at

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Tätigkeitsbeschreibungen und Lerninhalte für Praktika definieren!

Oktober 15, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Weit mehr als 100 ganz konkrete Meldungen bei Watchlist Praktikum bestätigen Missstände! Dass die sogenannten „Praktika“ viel zu oft unter- oder gar unbezahlt sowie ohne soziale Absicherung, also z.B. ohne Meldung bei der Sozialversicherung, absolviert werden müssen, ist hinlänglich bekannt. „Viele Studierende müssen diese Situation mehr oder weniger akzeptieren, weil sie die Praktika zur Fortsetzung ihres Studiums brauchen. Zur schlechten oder fehlenden Bezahlung kommt aber auch, dass die Betroffenen in vielen Fällen überhaupt nicht ausgebildet werden, sondern zu unterbezahlten Hilfstätigkeiten oder schlicht als Urlaubsvertretungen herangezogen werden“, erklärt Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) diesen Teufelskreis.

Für diesen Missstand könnte rasch Abhilfe geschaffen werden: „Wenn in den Hochschullehrplänen sogenannte Pflichtpraktika vorgeschrieben sind, dann könnte auch klar definiert werden, wie diese Praktika ausgestaltet sein könnten. Das heißt, es sollten Tätigkeitsbeschreibungen bzw. Lerninhalte und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards festgeschrieben werden“, fordert Kronberger.

Derzeit beschränkt sich die Beschreibung der Pflichtpraktika auf eine gewisse Stunden- oder Monatsanzahl, wie genau sie gestaltet sein müssen, das wissen also weder die Studierenden noch die Unternehmen.

„Ein Zustand, der natürlich Tür und Tor für Missstände öffnet. Mit einer klaren inhaltlichen Definition der würden sich auch viele Unternehmen leichter tun“, unterstützt GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian die Forderung: „Es ist nicht einzusehen, dass viele junge Menschen ihren ersten Kontakt in der Arbeitswelt unter oft fragwürdigen Verhältnissen absolvieren müssen.“

Auch die inzwischen weit mehr als 100 Meldungen bei der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at beweisen den Handlungsbedarf. Eine Vielzahl der Meldungen über Missstände beim Absolvieren eines Praktikums wurde an die Gebietskrankenkasse weitergeleitet. Jetzt wird jeder einzelne Fall geprüft und Betriebe, die sich nicht an die arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen halten, haben zunächst mit sozialversicherungsrechtlichen Nachzahlungen zu rechnen. „Bei Praktika handelt es sich offenbar immer öfter nicht um Ausbildungs-, sondern um Umgehungsverträge. Diese Entwicklung könnte mit einer klaren Definition der Tätigkeits- und Lerninhalte gebremst werden“, so Kronberger und Katzian abschließend.

 

 

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