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GPA-djp-Studierende Wien erhalten Unterstützung von NR-Abgeordneten für faire Praktika!

Februar 26, 2015 - Author: helmutgotthartsleitner

Die Studierenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wien holten sich heute im Parlament Unterstützung für ihr Anliegen, faire Bedingungen für PraktikantInnen durchzusetzen. Unter dem Motto „Praktika: fair statt prekär“ bekundeten Abgeordnete der SPÖ und der Grünen ihre Solidarität.

„Bei Praktika hat sich seit geraumer Zeit eine Missbrauchskultur durchgesetzt, die für die Betroffenen untragbar geworden ist. Unter dem Titel Praktikum werden in großem Ausmaß legale Arbeitsverhältnisse umgangen und tausende junge Menschen ausgebeutet und um ihre Ansprüche gebracht. Es freut uns sehr, dass Abgebordnete von Parlamentsparteien unser Anliegen, endlich faire Bedingungen für junge und in Ausbildung befindliche Menschen durchzusetzen, offensiv unterstützen“ so der Vorsitzende der GPA-djp Studierenden Wien Christian Hofmann.

Katharina Kucharowits, die SPÖ-Jugendsprecherin betonte: „Es ist unfassbar, was einige junge Leute beim Berufseinstieg erleben. Sie sind mit so genannten „Praktika“ konfrontiert, werden nicht gescheit oder gar nicht dafür bezahlt, obwohl sie eigentlichen einen vollwertigen Job machen. Kurz gesagt, sie werden von Unternehmen ausgebeutet. Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb weg mit unter- und unbezahlten Praktika und her mit einem gerechten und fairen Lohn für die geleistete Arbeit.“

Daniela Holzinger : „Praktikum bedeutet Ausbildung, nicht Ausbeutung! Viele Studierende erleben leider aber zunehmend das Gegenteil und werden als Billigarbeitskräfte missbraucht – ohne Mehrwert für Studium oder Beruf. Das muss ein Ende haben!“

Für den Abgeordneten der Grünen Julian Schmid „kann es nicht sein, dass unsere ganze Generation schlechtere Arbeitsverhältnisse hat als die Generationen vor uns – und das obwohl wir am besten ausgebildet sind und sich manche Unternehmen mit uns eine goldene Nase verdienen! Wir brauchen hier mehr Fairness, bessere Rechte & lückenlosere Gesetze!“

Schon seit über einem halben Jahr kämpft die GPA-djp, unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BASK) und von der „Plattform Generation Praktikum“ auf der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at für mehr Rechte junger ArbeitnehmerInnen. PraktikantInnen können auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die Angaben werden zur Prüfung an die jeweiligen Gebietskrankenkassen weitergeleitet, die bei Vorliegen von Arbeitsverträgen die sozialversicherungsrechtliche Richtigstellung verlangen können. Zudem werden besonders dreiste Inserate, mit denen PratikantInnenstellen ausgeschrieben werden, auf der Internetseite veröffentlicht.

Die GPA-djp Studierenden Wien auf facebook: https://www.facebook.com/pages/GPA-djp-Studierende-Wien/554750177986407

 

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Tätigkeitsbeschreibungen und Lerninhalte für Praktika definieren!

Oktober 15, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Weit mehr als 100 ganz konkrete Meldungen bei Watchlist Praktikum bestätigen Missstände! Dass die sogenannten „Praktika“ viel zu oft unter- oder gar unbezahlt sowie ohne soziale Absicherung, also z.B. ohne Meldung bei der Sozialversicherung, absolviert werden müssen, ist hinlänglich bekannt. „Viele Studierende müssen diese Situation mehr oder weniger akzeptieren, weil sie die Praktika zur Fortsetzung ihres Studiums brauchen. Zur schlechten oder fehlenden Bezahlung kommt aber auch, dass die Betroffenen in vielen Fällen überhaupt nicht ausgebildet werden, sondern zu unterbezahlten Hilfstätigkeiten oder schlicht als Urlaubsvertretungen herangezogen werden“, erklärt Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) diesen Teufelskreis.

Für diesen Missstand könnte rasch Abhilfe geschaffen werden: „Wenn in den Hochschullehrplänen sogenannte Pflichtpraktika vorgeschrieben sind, dann könnte auch klar definiert werden, wie diese Praktika ausgestaltet sein könnten. Das heißt, es sollten Tätigkeitsbeschreibungen bzw. Lerninhalte und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards festgeschrieben werden“, fordert Kronberger.

Derzeit beschränkt sich die Beschreibung der Pflichtpraktika auf eine gewisse Stunden- oder Monatsanzahl, wie genau sie gestaltet sein müssen, das wissen also weder die Studierenden noch die Unternehmen.

„Ein Zustand, der natürlich Tür und Tor für Missstände öffnet. Mit einer klaren inhaltlichen Definition der würden sich auch viele Unternehmen leichter tun“, unterstützt GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian die Forderung: „Es ist nicht einzusehen, dass viele junge Menschen ihren ersten Kontakt in der Arbeitswelt unter oft fragwürdigen Verhältnissen absolvieren müssen.“

Auch die inzwischen weit mehr als 100 Meldungen bei der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at beweisen den Handlungsbedarf. Eine Vielzahl der Meldungen über Missstände beim Absolvieren eines Praktikums wurde an die Gebietskrankenkasse weitergeleitet. Jetzt wird jeder einzelne Fall geprüft und Betriebe, die sich nicht an die arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen halten, haben zunächst mit sozialversicherungsrechtlichen Nachzahlungen zu rechnen. „Bei Praktika handelt es sich offenbar immer öfter nicht um Ausbildungs-, sondern um Umgehungsverträge. Diese Entwicklung könnte mit einer klaren Definition der Tätigkeits- und Lerninhalte gebremst werden“, so Kronberger und Katzian abschließend.

 

 

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GPA-djp-Katzian an WKO: Gemeinsam mit uns für faire Praktika-Spielregeln kämpfen!

August 25, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Täglich zahlreiche Anfragen und Meldungen bestätigen den Handlungsbedarf! „Sowohl bei der watchlist praktikum als auch an unseren Beratungstelefonen häufen sich wie jedes Jahr gegen Ende der Sommerferien die Meldungen und Anfragen junger PraktikantInnen. Viele ersetzen urlaubende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, oft zum Nulltarif, ein Gros der Anfragen bestätigt außerdem, dass jungen Leuten oft nichts beigebracht wird“, berichtet Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp).

Die Erfahrungswerte der GPA-djp decken sich keinesfalls mit jenen der Wirtschaftskammer Österreich: „Wären die heute in den Medien kolportierten WKO-Umfragen, wonach 90 Prozent der Studierenden und 88 Prozent der SchülerInnen mit ihren Praktika zufrieden sind, Realität, könnten wir einen großen Brocken an Arbeit von unserer Agenda streichen“, so Katzian weiter.

Tatsache sei, dass wir täglich zahlreiche Anfragen und Meldungen erhalten und dass bei der gemeinsam mit dem Sozialministerium und mit der Generation Praktikum betriebenen Onlineplattform www.watchlist-praktikum innerhalb weniger Wochen mehr als 17.000 Zugriffe registriert wurden und rund 100 konkrete Meldungen über tatsächliche Umgehungen von regulären Arbeitsverhältnisse eingegangen sind: „Die ExpertInnen bei den Gebietskrankenkassen überprüfen jeden gemeldeten Fall, es wird sicher sozialversicherungsrechtliche Nachforderungen geben“, so Katzian, der an die WKO appelliert, gemeinsam mit der GPA-djp für faire Arbeitsverhältnisse für junge BerufseinsteigerInnen zu sorgen. „Ich vernehme mit Freude die Forderung der WKO nach transparenten Qualitätsstandards für echte PraktikantInnen – das würde ja wohl ein Ende der Ausnutzung junger Menschen bedeuten, wie sie in manchen Betrieben offensichtlich auf der Tagesordnung stehen. Für die Wirtschaft wäre das eine Win-Win-Situation: Gut ausgebildete PraktikantInnen von heute sind motivierte ArbeitnehmerInnen von morgen! Wir stehen mit unserer Expertise gerne zur Verfügung!“

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Richtig informiert in den Ferienjob starten

Juli 9, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Die Ferienzeit steht vor der Tür. Für viele Studierende, Schülerinnen und Schüler heißt es dann, ab in den Ferienjob um ihr Privatbudget etwas aufzubessern. Viele wissen dabei leider nicht über ihre kollektivvertraglichen Ansprüche bescheid.

Junge Menschen sollten sich über Ihre Rechte und Pflichten informieren! „Seit vielen Jahren berät die GPA-djp Jugendliche zum Thema Ferienjobs. Wir stellen dabei oft fest, dass viele Schwierigkeiten nicht auftreten würden, wären die Studierenden, Schülerinnen und Schüler besser über ihre Rechte und Pflichten informiert“, erklärt der Regionaljugendsekretärin Ines Rehrl.

Kollektivverträge gelten auch für Ferienjobber. „Was ist ein Arbeitsvertrag? Was muss ich verdienen? Bekomme ich auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld? Was geschieht wenn ich krank werde? Darf ich Überstunden machen und wenn ja, bekomme ich Zuschläge bezahlt? Das sind nur einige Beispiele für die Fragen der jungen Menschen. FerienjobberInnen sind ArbeitnehmerInnen! Sie unterliegen somit den geltenden Kollektivverträgen. Was viele nicht wissen ist, dass im Ferienjob ebenfalls ein aliquotes Urlaubs- und Weihnachtsgeld zusteht. Ebenfalls gebührt ein anteilsmäßiger Urlaub für die geleistete Dienstzeit!“, erläutert Ines Rehrl weiter.

Nachfragen lohnt sich! Die GPA-djp Jugend hat zum Thema Ferienjob eine Infobroschüre erstellt. Diese klärt in aller Kürze über die Rechte und Pflichten auf. Besonders beachten sollten die Jugendlichen auch, welche Art von Arbeitsvertrag sie unterzeichnen. „Es gibt einen Unterschied, ob ich einen Arbeitsvertrag, einen freien Dienstvertrag oder einen Werkvertrag unterschreibe. Die Arbeit ist meist dieselbe, jedoch sind oft finanzielle Einbußen die Folge“, warnt Christopher Simonlehner, Vorsitzender der GPA-djp Jugend Salzburg. „So ist nicht der unterzeichnete Vertrag ausschlaggebend, sondern die verrichtete Tätigkeit. Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall!“

FunktionärInnen informieren! Am 30.06.2014 standen junge FunktionärInnen der GPA-djp Jugend vor Salzburgs Schulen und informierten interessierte Schülerinnen und Schüler über deren Rechte und Pflichten beim Ferienjob oder Pflichtpraktikum. (s. Fotos im Anhang)

Beratungen und Infos in der GPA-djp Jugend Salzburg! Beratung und Information gibt es auch für PflichtpraktikantInnen, denn auch für jene Jugendlichen, die im Rahmen des Lehrplanes zur Absolvierung eines Pflichtpraktikums angehalten sind, gibt es in den meisten Fällen kollektivvertragliche Mindeststandards. „Die Info-Broschüre für SchülerInnen und StudentInnen, die in den Ferien arbeiten, ist ab sofort in der GPA-djp Jugend Salzburg unter der Telefonnummer 050301-27000 erhältlich. Für ein Beratungsgespräch steht unser Team jederzeit gerne zur Verfügung“, schließt Christopher Simonlehner.

 

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GPA-djp zu Praktika: Betroffene bei der Rechtsdurchsetzung unterstützen

Juli 8, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Online Plattform „watchlist-praktikum.at“ gibt die Möglichkeit, anonym Arbeitgeber zu melden! „Die von mehreren Kooperationspartnern eingerichtete Plattform soll dazu dienen, die Rechte von jungen Menschen in der Arbeitswelt durchzusetzen. Damit sie die Leistungen bekommen, die ihnen für ihre Arbeit auch zustehen. Wir sind zuversichtlich, dass viele Betroffene uns ihre Erfahrungen und Daten anonym zur Verfügung stellen, damit wir diese an die zuständigen Gebietskrankenkasse weiterleiten können, um den jeweiligen Fall genau zu prüfen“, so die Vorsitzende der Plattform Generation Praktikum Veronika Kronberger (GPA-djp Interessengemeinschaft work@flex).

Die erhobenen Daten werden an die Gebietskrankenkassen weitergeleitet, um die jeweiligen Unternehmen zu prüfen. Die watchlist-praktikum.at gibt es auch, um Missbräuche durch Arbeitgeber bei “Praktika” einzudämmen und zu verhindern sowie jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Ein wesentlicher Vorteil ist auch, dass die Betroffenen bei Vorliegen eines ganz normalen Arbeitsverhältnisses rückwirkend ihr Gehalt und ihre Versicherungszeiten erhalten.

„Wir hoffen, dass allein schon die abschreckende Wirkung zukünftig dafür sorgt, dass Arbeitgeber fairer mit BerufseinsteigerInnen umgehen und ihnen nicht länger das ihnen zustehende Gehalt samt den Sonderzahlungen und zustehenden Urlaubstagen vorenthalten wird. Wir wollen damit einen weiteren Schritt gegen die Umgehung von Gesetzen von jungen Menschen setzen und fordern alle, die von „Scheinpraktika“ betroffen waren oder sind auf, sich zu beteiligen“, erklärt der Bundesjugendsekretär der GPA-djp Helmut Gotthartsleitner.

Dass „Praktika“ viel zu oft unbezahlt und ohne soziale Absicherung, das heißt ohne Meldung zur Sozialversicherung, absolviert werden, ist seit Jahren kein Geheimnis mehr. Und dass es sich bei diesen unbezahlten oder stark unterbezahlten „Praktika“ in der Regel nicht um Ausbildungsverhältnisse oder Volontariate handelt, wird nicht zuletzt durch Studien wie der von FORBA „Praktika und Praktikanten/Praktikantinnen in Österreich – Empirische Analyse von Praktika sowie der Situation von Praktikanten/Praktikantinnen” von 2011 bewiesen. Bei dieser wurden von 41 erhobenen Praktika von Studierenden 39 als Arbeitsverhältnis klassifiziert. Gleichzeitig zeigt jedoch die „Studierenden Sozialerhebung“, des Instituts für Höhere Studien (IHS) aus dem Jahr 2011, dass ca. zwei Drittel der Pflichtpraktika, bzw. ein Drittel der „sonstigen Praktika“ (damit sind Volontariate oder befristete Dienstverhältnisse gemeint die unberechtigterer Weise „Praktika“ genannt werden) unbezahlt absolviert werden. „Je mehr Betroffene sich bei uns melden, desto wahrscheinlicher wird es, dass unbezahlte Praktika in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören“, so Kronberger.

Online-Plattform: www.watchlist-praktikum.at

 

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Dominik Pittracher bleibt Tiroler GPA-djp-Regionaljugendvorsitzender!

Oktober 23, 2013 - Author: gpadjpjugend
Tiroler GPA-djp-Regionaljugendforum fordert uneingeschränkte Anerkennung der Berufsreifeprüfung.

Beim Tiroler Regionaljugendforum der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) am vergangenen Samstag im ÖGB-Haus Innsbruck wurde der 22-jährige Innsbrucker Dominik Pittracher erneut mit überwältigender Mehrheit zum Vorsitzenden gewählt. Unter dem Motto „jung.politisch.organisiert.“ setzt sich die GPA-djp-Jugend zum Ziel, die uneingeschränkte Anerkennung der Berufsreifeprüfung zu ermöglichen, die Bedingungen für Zivil- und Präsenzdiener und die Struktur des Studienbeihilfensystems zu verbessern.

Das weitere Präsidium der Tiroler JugendvertreterInnen setzt sich aus Tobias Thurner (20 Jahre aus Imst), Dominik Lorenz (19 Jahre/Kematen), Franziska Lechner (19 Jahre/Münster), Robin Poller (19 Jahre/Rum) und Fabian Saxl (19 Jahre/Inzing) zusammen.

Die Zielgruppe des neu gewählten Präsidiums sind PräsenzdienerInnen, Lehrlinge, SchülerInnen, Studierende und junge ArbeitnehmerInnen. „Wir sind ein schlagkräftiges Team und werden die Bedürfnisse und Rechte der Jugendlichen bestmöglich vertreten“, ist sich der neu gewählte Regionaljugendvorsitzende abschließend sicher.

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Veranstaltungshinweis: Karriere um jeden Preis?

Oktober 18, 2013 - Author: helmutgotthartsleitner
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Zwischen Ausbeutung und fairen Arbeitsbedingungen in Praktika, Ferienjobs & Co
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Deine Studierendengewerkschaft GPA-djp Wien lädt ich herzlich dazu ein, mit uns und unseren Podiumsgästen die Fragen der modernen Arbeitswelt für Studierende zu klären.
  • Wann:      24. Oktober 2013, 19 Uhr
  • Wo:          Juridicum Wien, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien, Mensa
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Es diskutieren:
  • ÖH Sozialreferat, Adele Siegl
  • GPA-djp Studierenden-Vorsitzender, Christian Hofmann
  • Institut für Arbeit und Sozialrecht, Univ-Prof. Dr. Martin Risak
  • Junge Wirtschaft, Markus Roth Bundesvorsitzender Junge Wirtschaft
  • AK Wien, Josef Wöss, Abteilungsleiter Sozialpolitik – angefragt
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Im Anschluss stehen wir dir gerne zur Beantwortung individueller arbeitsrechtlicher Fragen zur Verfügung und für ein kleines Buffet und Getränke sind natürlich gesorgt.
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Dynamik, Leistung, Leistung
Die Bedingungen der Arbeitswelt haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Besonders viele junge ArbeitnehmerInnen versuchen am Beginn ihres Berufslebens sämtlichen Anforderungen zu genügen. So haben um Beispiel bereits 43 % aller Studierenden ein Praktikum absolviert, 63 % der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Doch Abseits aller Anforderungen, unter welchen Bedingungen arbeiten StudentInnen?
Sind Praktika wirklich dem Erwerb von Wissen und beruflicher Erfahrung gewidmet oder viel mehr Instrumente der Wirtschaft, um vor allem Studierende auszubeuten? Welche Maßnahme müssen getroffen werden, um Studierende im Erwerbsleben zu unterstützen?
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Mehr zum Thema:

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Praktikum: 50 Stunden die Woche für einen Hungerlohn arbeiten? Nicht mit uns!

August 12, 2013 - Author: helmutgotthartsleitner
Protest

Viele SchülerInnen und Studierende arbeiten neben ihrer Ausbildung oder in den Ferien. Das an sich ist nicht weiter ungewöhnlich, doch seit einigen Jahren gibt es den Trend zur „Gratisarbeit“. Die eigentlich normalste Sache der Welt, nämlich arbeiten um Geld zu verdienen, wird zunehmend zu einer „Ehre“, die für sich allein schon genug ist. Nämlich dann, wenn absurde Forderungen zur Norm und junge Menschen gezwungen werden, das Unmögliche trotzdem irgendwie möglich zu machen.

Die Quadratur des Kreises!
 Unternehmen wünschen sich MitarbeiterInnen, die gerade die Schule oder die Uni in Mindeststudienzeit und exzellenten Noten abgeschlossen haben, möglichst geringe Gehaltsvorstellungen haben und jahrelange Berufserfahrung aufweisen können. Wünschen kann man sich bekanntlich viel, aber die Forderung mit 22 Jahren ein Hochschulstudium mit Auszeichnung absolviert zu haben und einige Jahre Berufserfahrung zu haben, ist eher ein Fall für den Wunschzettel ans Christkind als Inhalt einer seriösen Stellenanzeige. Wie bitte soll das gehen? Ohne Berufserfahrung kriegt man heutzutage keinen Job und ohne Job kann man keine Berufserfahrung sammeln. Sollte eigentlich jedem einleuchten, dass das irgendwie nicht funktioniert!

Lösung: Praktikum?
 Auf den ersten Blick scheinen „Praktika“ der Ausweg aus diesem Dilemma zu sein: Neben der Ausbildung kann man ein wenig in den Berufsalltag hineinschnuppern, Kontakte knüpfen um nach dem Abschluss gleich einen Arbeitsplatz zu haben und die Sache mit der Stromrechnung ist damit auch erledigt. Angeblich war das bei der Cousine des Friseurs eines Freundes einer Bekannten auch tatsächlich so, aber bei den meisten schaut die Realität dann doch anders aus.

Hackeln für die Ehre!
 Bei vielen LangzeitpraktikantInnen reiht sich ein schlecht oder gar unbezahltes „Praktikum“ an das Vorhergegangene. Überstunden, keine Sozialversicherung und am Ende bleibt die Hoffnung, dass das Nächste der langersehnte Einstieg in geregelte Arbeitszeiten und kollektivvertragliche Bezahlung wird. Gleichzeitig wundern sich WissenschaftlerInnen, warum immer mehr junge Menschen, die eigentlich gute Bildungsabschlüsse haben, keine Familien gründen, in größere Wohnungen umziehen oder konkrete Zukunftspläne für die kommenden Jahre haben. Zukunftsoptimismus ist aber schwierig, wenn man nicht konkret sagen kann, wie man in drei Monaten die Miete bezahlen wird. Und war das nicht immer die Forderung von Unternehmen und „WirtschaftsexpertInnen“, dass ArbeitnehmerInnen flexibler, moderner und dynamischer werden müssen? Hurra geschafft! Die „Generation Praktikum“ ist mittlerweile schon so „modern“ dass sie sich sogar schon von der „antiquierten“ Vorstellung verabschiedet hat, für Arbeit tatsächlich bezahlt zu werden.

Gesetzliche Regelung? Doch Zynismus kann nicht die Lösung sein. Stattdessen hört man immer häufiger die Forderung nach einem „PraktikantInnen-Gesetz“, das für minimale sozialrechtliche Absicherung und zumindest ein „Taschengeld“ sorgen soll. Aber ist das wirklich sinnvoll und eine Verbesserung der jetzigen Situation? Oder ist nicht in Wahrheit eigentlich eh schon alles geregelt, nur halten sich zunehmend immer mehr Unternehmen nicht mehr an das Arbeitsrecht? Aus unserer Sicht, sind Praktika wie reguläre Arbeitsverhältnisse zu behandeln und zu entlohnen.

Luxus ArbeitnehmerInnen-Rechte!
 Aus gewerkschaftlicher Sicht ist die Sache eigentlich relativ einfach. Da gibt es erstens so genannte „Pflichtpraktikas“, deren Absolvierung im Zuge eines Lehr- oder Studienplanes als Teil der Ausbildung verpflichtend vorgeschrieben sind, zweitens Volontariate und alles andere sind ganz normale (befristete) Dienstverhältnisse. In JEDEM Fall sind aber deine Rechte und Pflichten, Arbeitsbedingungen und die Entlohnung bereits geregelt. Entweder werden sie durch den gültigen Kollektivvertrag festgelegt oder in Form von bestehenden Gesetzen. Und, um es noch mal in aller Deutlichkeit zu sagen: arbeiten ohne Bezahlung nennt sich nicht „Praktikum“ sondern Sklaverei!

Generation Praktikum- Was tun? Prinzipiell ist es so, dass beim Einstieg in den Arbeitsmarkt Berufserfahrung keine Voraussetzung für kollektivvertragliche Rechte sind. Das bedeutet, auch wenn du keinerlei Berufserfahrung hast, musst du dennoch nach dem Gehaltsschema deines KVs eingestuft werden. Wenn du Berufserfahrung mitbringst, muss dir diese in Form von „Vordienstzeiten“ angerechnet werden, d.h. mehr Geld oder früher eine Gehaltserhöhung.

Check your Job! Ganz wichtig ist zuerst einmal zu wissen, was einem zusteht. Unternehmen versuchen oft die Unwissenheit von jungen ArbeitnehmerInnen auszunützen, indem sie z.B. normale Karenzvertretungen im Sommer als „Praktikum“ bezeichnen und weniger bezahlen, als sie eigentlich müssten. Also nicht von der Bezeichnung abschrecken lassen. Es zählt nicht die Bezeichnung des Arbeitsverhältnisses, sondern welche Tätigkeiten ausgeübt werden. Wende dich am besten an die GPA-djp Jugend, wir helfen dir gerne weiter.

Ausnützen lass ich mich nicht!

  • Klär beim Bewerbungsgespräch wie viel du verdienen wirst, Arbeitszeit und welcher Kollektivvertrag Gültigkeit hat.
  • Erkundige dich bei deiner GPA-djp Regionalgeschäftsstelle deines Bundeslandes und lass, wenn du dir unsicher bist, ob das alles Rechtens ist, deinen Vertrag und deine Abrechnung überprüfen! Du kannst ausstehende Ansprüche auch im Nachhinein (gerichtlich) einfordern, allerdings gibt es Fristen nach denen dein Anspruch erlischt. Deshalb: so schnell wie möglich!
  • Unterschreib keinesfalls eine Verzichtserklärung mit der du auf alle weiteren Ansprüche verzichtest. Damit erklärst du dich nämlich einverstanden mit dem was vereinbart wurde, egal ob dir eigentlich mehr zustehen würde oder nicht!
  • Mach genaue Arbeitszeitaufzeichnungen!
  • Werde GPA-djp Mitglied, dadurch wirst du immer gute Vertreten

 

 

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Podiumsdiskussion & Buchpräsentation: Alles rund ums Praktikum!

Mai 3, 2013 - Author: helmutgotthartsleitner

Montag | 6. Mai 2013 | 18:30 Uhr | ÖGB Fachbuchhandlung | Rathausstraße 21 | 1010 Wien

Alles rund ums Praktikum!

Alles rund ums Praktikum!

BUCHPRÄSENTATION! Die Schere zwischen den Einkommen von Frauen und Männern ist in Österreich überdurchschnittlich hoch: In der Privatwirtschaft verdienen Arbeiterinnen 68 Prozent und weibliche Angestellte nur 66 Prozent des jeweiligen Männereinkommens. Das Recht auf „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ ist in Österreich noch lange nicht durchgesetzt. Dieses Buch will erklären, wie es zu den großen Einkommensunterschieden kommt. Es werden aber auch Lösungswege aufgezeigt, um endlich faire Einkommen für Frauen zu erreichen.

PROBLEME BEI PRAKTIKA! Wie in der regulären Berufswelt, werden Frauen auch wenn sie Praktika absolvieren oft schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen und zu Tätigkeiten wie Kaffeekochen eingeteilt. So werden 70 Prozent der unbezahlten Praktika von Studentinnen absolviert und die Zufriedenheit mit dem Praktikum ist wesentlich geringer.

PODIUMSDISKUSSION! Dem unterschied in der „Bezahlung“ von PraktikantInnen und noch vielem mehr, werden wir bei ‚Alles rund ums Prakitkum‘ erst im Rahmen der Buchpräsentation und dann im Laufe der Podiumsdiskussion widmen. Am Podium diskutieren:

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