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Dem „Geschäftsmodell“ Praktikum endlich einen Riegel vorschieben!

März 13, 2015 - Author: helmutgotthartsleitner

Erste Betroffene klagen Arbeitgeber, Rechtshilfe von der GPA-djp! „Die Watchlist Praktikum stößt seit ihrer Gründung vor mehr als einem halben Jahr auf großes Interesse, aber mittlerweile vergeht wirklich kaum ein Tag, an dem sich nicht Betroffene für diese Möglichkeit bedanken, ihre schlechten Erfahrungen zu melden, oder uns auf weitere Unternehmen aufmerksam machen, in denen die Umgehung von wasserdichten Anstellungen junger ArbeitnehmerInnen unter dem Deckmantel eines Praktikums System hat“, berichtet Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

Bei www.watchlist-praktikum.at können PraktikantInnen auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die erhobenen Daten werden an die Gebietskrankenkassen weitergeleitet, um die jeweiligen Unternehmen zu prüfen, was derzeit in mehr als 200 Fällen ansteht. Die Palette der gemeldeten Missstände geht quer durch alle Branchen, die mittlerweile rund 65.000 Klicks belegen den Handlungsbedarf, so Kronberger weiter: „Monatelange Vertretungen von Beschäftigten, die in Karenz sind, zum Nulltarif, oder Lehrverhältnisse, die nach dem Praktikum in Aussicht gestellt werden und dann nach einem Monat im Weihnachtsgeschäft ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, werden uns genauso gemeldet wie viele krass unterbezahlte Arbeitsverhältnisse und andere arbeitsrechtliche Umgehungen. Einige Betroffene haben sich dazu entschieden, ihre (ehemaligen) Arbeitgeber zu klagen und ihre Gehaltsansprüche geltend zu machen, die GPA-djp leistet bereits in mehreren Verfahren Rechtshilfe. Auch Klagen nach den Lohn und Sozialdumpinggesetz stehen im Raum.“

„Es ist wirklich nicht einzusehen, dass Praktika immer öfter ein lukratives Geschäftsmodell für Unternehmen werden, denen SchülerInnen und Studierende mehr oder weniger ausgeliefert sind, weil ihre Lehrpläne Praktika vorschreiben“, ergänzt Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp: „Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch: Die Entlohnung von PraktikantInnen muss nach Kollektivvertrag erfolgen. Die Lehrinhalte von Praktika müssen in den Hochschullehrplänen definiert werden und wir brauchen eine Beweislastumkehr. Es kann nicht zum Status Quo werden, dass immer die PraktikantInnen aktiv werden müssen, um zu beweisen, dass keine Lerninhalte oder Ausbildungen angeboten wurden – die Arbeitgeber sollen erklären müssen, was sie vermitteln: PraktkantInnen haben unsere volle Unterstützung, diesem Geschäftsmodell muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden!“

 

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GPA-djp-Studierende Wien erhalten Unterstützung von NR-Abgeordneten für faire Praktika!

Februar 26, 2015 - Author: helmutgotthartsleitner

Die Studierenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wien holten sich heute im Parlament Unterstützung für ihr Anliegen, faire Bedingungen für PraktikantInnen durchzusetzen. Unter dem Motto „Praktika: fair statt prekär“ bekundeten Abgeordnete der SPÖ und der Grünen ihre Solidarität.

„Bei Praktika hat sich seit geraumer Zeit eine Missbrauchskultur durchgesetzt, die für die Betroffenen untragbar geworden ist. Unter dem Titel Praktikum werden in großem Ausmaß legale Arbeitsverhältnisse umgangen und tausende junge Menschen ausgebeutet und um ihre Ansprüche gebracht. Es freut uns sehr, dass Abgebordnete von Parlamentsparteien unser Anliegen, endlich faire Bedingungen für junge und in Ausbildung befindliche Menschen durchzusetzen, offensiv unterstützen“ so der Vorsitzende der GPA-djp Studierenden Wien Christian Hofmann.

Katharina Kucharowits, die SPÖ-Jugendsprecherin betonte: „Es ist unfassbar, was einige junge Leute beim Berufseinstieg erleben. Sie sind mit so genannten „Praktika“ konfrontiert, werden nicht gescheit oder gar nicht dafür bezahlt, obwohl sie eigentlichen einen vollwertigen Job machen. Kurz gesagt, sie werden von Unternehmen ausgebeutet. Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb weg mit unter- und unbezahlten Praktika und her mit einem gerechten und fairen Lohn für die geleistete Arbeit.“

Daniela Holzinger : „Praktikum bedeutet Ausbildung, nicht Ausbeutung! Viele Studierende erleben leider aber zunehmend das Gegenteil und werden als Billigarbeitskräfte missbraucht – ohne Mehrwert für Studium oder Beruf. Das muss ein Ende haben!“

Für den Abgeordneten der Grünen Julian Schmid „kann es nicht sein, dass unsere ganze Generation schlechtere Arbeitsverhältnisse hat als die Generationen vor uns – und das obwohl wir am besten ausgebildet sind und sich manche Unternehmen mit uns eine goldene Nase verdienen! Wir brauchen hier mehr Fairness, bessere Rechte & lückenlosere Gesetze!“

Schon seit über einem halben Jahr kämpft die GPA-djp, unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BASK) und von der „Plattform Generation Praktikum“ auf der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at für mehr Rechte junger ArbeitnehmerInnen. PraktikantInnen können auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die Angaben werden zur Prüfung an die jeweiligen Gebietskrankenkassen weitergeleitet, die bei Vorliegen von Arbeitsverträgen die sozialversicherungsrechtliche Richtigstellung verlangen können. Zudem werden besonders dreiste Inserate, mit denen PratikantInnenstellen ausgeschrieben werden, auf der Internetseite veröffentlicht.

Die GPA-djp Studierenden Wien auf facebook: https://www.facebook.com/pages/GPA-djp-Studierende-Wien/554750177986407

 

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Tätigkeitsbeschreibungen und Lerninhalte für Praktika definieren!

Oktober 15, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Weit mehr als 100 ganz konkrete Meldungen bei Watchlist Praktikum bestätigen Missstände! Dass die sogenannten „Praktika“ viel zu oft unter- oder gar unbezahlt sowie ohne soziale Absicherung, also z.B. ohne Meldung bei der Sozialversicherung, absolviert werden müssen, ist hinlänglich bekannt. „Viele Studierende müssen diese Situation mehr oder weniger akzeptieren, weil sie die Praktika zur Fortsetzung ihres Studiums brauchen. Zur schlechten oder fehlenden Bezahlung kommt aber auch, dass die Betroffenen in vielen Fällen überhaupt nicht ausgebildet werden, sondern zu unterbezahlten Hilfstätigkeiten oder schlicht als Urlaubsvertretungen herangezogen werden“, erklärt Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) diesen Teufelskreis.

Für diesen Missstand könnte rasch Abhilfe geschaffen werden: „Wenn in den Hochschullehrplänen sogenannte Pflichtpraktika vorgeschrieben sind, dann könnte auch klar definiert werden, wie diese Praktika ausgestaltet sein könnten. Das heißt, es sollten Tätigkeitsbeschreibungen bzw. Lerninhalte und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards festgeschrieben werden“, fordert Kronberger.

Derzeit beschränkt sich die Beschreibung der Pflichtpraktika auf eine gewisse Stunden- oder Monatsanzahl, wie genau sie gestaltet sein müssen, das wissen also weder die Studierenden noch die Unternehmen.

„Ein Zustand, der natürlich Tür und Tor für Missstände öffnet. Mit einer klaren inhaltlichen Definition der würden sich auch viele Unternehmen leichter tun“, unterstützt GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian die Forderung: „Es ist nicht einzusehen, dass viele junge Menschen ihren ersten Kontakt in der Arbeitswelt unter oft fragwürdigen Verhältnissen absolvieren müssen.“

Auch die inzwischen weit mehr als 100 Meldungen bei der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at beweisen den Handlungsbedarf. Eine Vielzahl der Meldungen über Missstände beim Absolvieren eines Praktikums wurde an die Gebietskrankenkasse weitergeleitet. Jetzt wird jeder einzelne Fall geprüft und Betriebe, die sich nicht an die arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen halten, haben zunächst mit sozialversicherungsrechtlichen Nachzahlungen zu rechnen. „Bei Praktika handelt es sich offenbar immer öfter nicht um Ausbildungs-, sondern um Umgehungsverträge. Diese Entwicklung könnte mit einer klaren Definition der Tätigkeits- und Lerninhalte gebremst werden“, so Kronberger und Katzian abschließend.

 

 

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GPA-djp-Katzian an WKO: Gemeinsam mit uns für faire Praktika-Spielregeln kämpfen!

August 25, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Täglich zahlreiche Anfragen und Meldungen bestätigen den Handlungsbedarf! „Sowohl bei der watchlist praktikum als auch an unseren Beratungstelefonen häufen sich wie jedes Jahr gegen Ende der Sommerferien die Meldungen und Anfragen junger PraktikantInnen. Viele ersetzen urlaubende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, oft zum Nulltarif, ein Gros der Anfragen bestätigt außerdem, dass jungen Leuten oft nichts beigebracht wird“, berichtet Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp).

Die Erfahrungswerte der GPA-djp decken sich keinesfalls mit jenen der Wirtschaftskammer Österreich: „Wären die heute in den Medien kolportierten WKO-Umfragen, wonach 90 Prozent der Studierenden und 88 Prozent der SchülerInnen mit ihren Praktika zufrieden sind, Realität, könnten wir einen großen Brocken an Arbeit von unserer Agenda streichen“, so Katzian weiter.

Tatsache sei, dass wir täglich zahlreiche Anfragen und Meldungen erhalten und dass bei der gemeinsam mit dem Sozialministerium und mit der Generation Praktikum betriebenen Onlineplattform www.watchlist-praktikum innerhalb weniger Wochen mehr als 17.000 Zugriffe registriert wurden und rund 100 konkrete Meldungen über tatsächliche Umgehungen von regulären Arbeitsverhältnisse eingegangen sind: „Die ExpertInnen bei den Gebietskrankenkassen überprüfen jeden gemeldeten Fall, es wird sicher sozialversicherungsrechtliche Nachforderungen geben“, so Katzian, der an die WKO appelliert, gemeinsam mit der GPA-djp für faire Arbeitsverhältnisse für junge BerufseinsteigerInnen zu sorgen. „Ich vernehme mit Freude die Forderung der WKO nach transparenten Qualitätsstandards für echte PraktikantInnen – das würde ja wohl ein Ende der Ausnutzung junger Menschen bedeuten, wie sie in manchen Betrieben offensichtlich auf der Tagesordnung stehen. Für die Wirtschaft wäre das eine Win-Win-Situation: Gut ausgebildete PraktikantInnen von heute sind motivierte ArbeitnehmerInnen von morgen! Wir stehen mit unserer Expertise gerne zur Verfügung!“

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GPA-djp zu Praktika: Betroffene bei der Rechtsdurchsetzung unterstützen

Juli 8, 2014 - Author: helmutgotthartsleitner

Online Plattform „watchlist-praktikum.at“ gibt die Möglichkeit, anonym Arbeitgeber zu melden! „Die von mehreren Kooperationspartnern eingerichtete Plattform soll dazu dienen, die Rechte von jungen Menschen in der Arbeitswelt durchzusetzen. Damit sie die Leistungen bekommen, die ihnen für ihre Arbeit auch zustehen. Wir sind zuversichtlich, dass viele Betroffene uns ihre Erfahrungen und Daten anonym zur Verfügung stellen, damit wir diese an die zuständigen Gebietskrankenkasse weiterleiten können, um den jeweiligen Fall genau zu prüfen“, so die Vorsitzende der Plattform Generation Praktikum Veronika Kronberger (GPA-djp Interessengemeinschaft work@flex).

Die erhobenen Daten werden an die Gebietskrankenkassen weitergeleitet, um die jeweiligen Unternehmen zu prüfen. Die watchlist-praktikum.at gibt es auch, um Missbräuche durch Arbeitgeber bei “Praktika” einzudämmen und zu verhindern sowie jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Ein wesentlicher Vorteil ist auch, dass die Betroffenen bei Vorliegen eines ganz normalen Arbeitsverhältnisses rückwirkend ihr Gehalt und ihre Versicherungszeiten erhalten.

„Wir hoffen, dass allein schon die abschreckende Wirkung zukünftig dafür sorgt, dass Arbeitgeber fairer mit BerufseinsteigerInnen umgehen und ihnen nicht länger das ihnen zustehende Gehalt samt den Sonderzahlungen und zustehenden Urlaubstagen vorenthalten wird. Wir wollen damit einen weiteren Schritt gegen die Umgehung von Gesetzen von jungen Menschen setzen und fordern alle, die von „Scheinpraktika“ betroffen waren oder sind auf, sich zu beteiligen“, erklärt der Bundesjugendsekretär der GPA-djp Helmut Gotthartsleitner.

Dass „Praktika“ viel zu oft unbezahlt und ohne soziale Absicherung, das heißt ohne Meldung zur Sozialversicherung, absolviert werden, ist seit Jahren kein Geheimnis mehr. Und dass es sich bei diesen unbezahlten oder stark unterbezahlten „Praktika“ in der Regel nicht um Ausbildungsverhältnisse oder Volontariate handelt, wird nicht zuletzt durch Studien wie der von FORBA „Praktika und Praktikanten/Praktikantinnen in Österreich – Empirische Analyse von Praktika sowie der Situation von Praktikanten/Praktikantinnen” von 2011 bewiesen. Bei dieser wurden von 41 erhobenen Praktika von Studierenden 39 als Arbeitsverhältnis klassifiziert. Gleichzeitig zeigt jedoch die „Studierenden Sozialerhebung“, des Instituts für Höhere Studien (IHS) aus dem Jahr 2011, dass ca. zwei Drittel der Pflichtpraktika, bzw. ein Drittel der „sonstigen Praktika“ (damit sind Volontariate oder befristete Dienstverhältnisse gemeint die unberechtigterer Weise „Praktika“ genannt werden) unbezahlt absolviert werden. „Je mehr Betroffene sich bei uns melden, desto wahrscheinlicher wird es, dass unbezahlte Praktika in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören“, so Kronberger.

Online-Plattform: www.watchlist-praktikum.at

 

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Veranstaltungshinweis: Karriere um jeden Preis?

Oktober 18, 2013 - Author: helmutgotthartsleitner
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Zwischen Ausbeutung und fairen Arbeitsbedingungen in Praktika, Ferienjobs & Co
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Deine Studierendengewerkschaft GPA-djp Wien lädt ich herzlich dazu ein, mit uns und unseren Podiumsgästen die Fragen der modernen Arbeitswelt für Studierende zu klären.
  • Wann:      24. Oktober 2013, 19 Uhr
  • Wo:          Juridicum Wien, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien, Mensa
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Es diskutieren:
  • ÖH Sozialreferat, Adele Siegl
  • GPA-djp Studierenden-Vorsitzender, Christian Hofmann
  • Institut für Arbeit und Sozialrecht, Univ-Prof. Dr. Martin Risak
  • Junge Wirtschaft, Markus Roth Bundesvorsitzender Junge Wirtschaft
  • AK Wien, Josef Wöss, Abteilungsleiter Sozialpolitik – angefragt
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Im Anschluss stehen wir dir gerne zur Beantwortung individueller arbeitsrechtlicher Fragen zur Verfügung und für ein kleines Buffet und Getränke sind natürlich gesorgt.
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Dynamik, Leistung, Leistung
Die Bedingungen der Arbeitswelt haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Besonders viele junge ArbeitnehmerInnen versuchen am Beginn ihres Berufslebens sämtlichen Anforderungen zu genügen. So haben um Beispiel bereits 43 % aller Studierenden ein Praktikum absolviert, 63 % der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Doch Abseits aller Anforderungen, unter welchen Bedingungen arbeiten StudentInnen?
Sind Praktika wirklich dem Erwerb von Wissen und beruflicher Erfahrung gewidmet oder viel mehr Instrumente der Wirtschaft, um vor allem Studierende auszubeuten? Welche Maßnahme müssen getroffen werden, um Studierende im Erwerbsleben zu unterstützen?
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Mehr zum Thema:

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ÖVP-Wirtschaftsbund geht bei unbezahlter Arbeit junger Menschen mit Vorbild voran

August 26, 2013 - Author: helmutgotthartsleitner

BSh_wPVCUAAeyqSAuch für Praktika und Ferialjobs gelten arbeitsrechtliche Standards! „Der Aufruf des ÖVP-Wirtschaftsbundes, sich für unbezahlte (!) Praktika für den Nationalratswahlkampf zu bewerben, zeigt einmal mehr, welche Geistesshaltung in weiten Kreisen der Wirtschaft herrscht. Junge Menschen werden primär als billige und willige Arbeitskräfte gesehen, die am besten gratis ihre Arbeitskraft und Kreativität zur Verfügung stellen“, kritisiert der Bundesjugendsekretär der GPA-djp Helmut Gotthartsleitner den Internet-Aufruf.

„Es ist erschütternd, dass im ÖVP-Wirtschaftsbund offenbar keinerlei Bewusstsein über arbeitsrechtliche Standards herrscht. Möglicherweise versteht man unter der Entfesselung der Wirtschaft primär die entfesselte und grenzenlose Arbeit von jungen Menschen ohne Bezahlung“, so Gotthartsleitner.

Die GPA-djp erinnert daran, dass auch für junge Menschen, die Praktika absolvieren und Ferialarbeit verrichten, arbeitsrechtliche Bestimmungen gelten. „Alle PraktikantInnen, die vom ÖVP-Wirtschaftsbund im ÖVP Wahlkampf eingesetzt werden, sollen sich an die GPA-djp-Jugend wenden, damit ihre Ansprüche gesichert werden können“, so Gotthartsleitner.

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Praktikum: 50 Stunden die Woche für einen Hungerlohn arbeiten? Nicht mit uns!

August 12, 2013 - Author: helmutgotthartsleitner
Protest

Viele SchülerInnen und Studierende arbeiten neben ihrer Ausbildung oder in den Ferien. Das an sich ist nicht weiter ungewöhnlich, doch seit einigen Jahren gibt es den Trend zur „Gratisarbeit“. Die eigentlich normalste Sache der Welt, nämlich arbeiten um Geld zu verdienen, wird zunehmend zu einer „Ehre“, die für sich allein schon genug ist. Nämlich dann, wenn absurde Forderungen zur Norm und junge Menschen gezwungen werden, das Unmögliche trotzdem irgendwie möglich zu machen.

Die Quadratur des Kreises!
 Unternehmen wünschen sich MitarbeiterInnen, die gerade die Schule oder die Uni in Mindeststudienzeit und exzellenten Noten abgeschlossen haben, möglichst geringe Gehaltsvorstellungen haben und jahrelange Berufserfahrung aufweisen können. Wünschen kann man sich bekanntlich viel, aber die Forderung mit 22 Jahren ein Hochschulstudium mit Auszeichnung absolviert zu haben und einige Jahre Berufserfahrung zu haben, ist eher ein Fall für den Wunschzettel ans Christkind als Inhalt einer seriösen Stellenanzeige. Wie bitte soll das gehen? Ohne Berufserfahrung kriegt man heutzutage keinen Job und ohne Job kann man keine Berufserfahrung sammeln. Sollte eigentlich jedem einleuchten, dass das irgendwie nicht funktioniert!

Lösung: Praktikum?
 Auf den ersten Blick scheinen „Praktika“ der Ausweg aus diesem Dilemma zu sein: Neben der Ausbildung kann man ein wenig in den Berufsalltag hineinschnuppern, Kontakte knüpfen um nach dem Abschluss gleich einen Arbeitsplatz zu haben und die Sache mit der Stromrechnung ist damit auch erledigt. Angeblich war das bei der Cousine des Friseurs eines Freundes einer Bekannten auch tatsächlich so, aber bei den meisten schaut die Realität dann doch anders aus.

Hackeln für die Ehre!
 Bei vielen LangzeitpraktikantInnen reiht sich ein schlecht oder gar unbezahltes „Praktikum“ an das Vorhergegangene. Überstunden, keine Sozialversicherung und am Ende bleibt die Hoffnung, dass das Nächste der langersehnte Einstieg in geregelte Arbeitszeiten und kollektivvertragliche Bezahlung wird. Gleichzeitig wundern sich WissenschaftlerInnen, warum immer mehr junge Menschen, die eigentlich gute Bildungsabschlüsse haben, keine Familien gründen, in größere Wohnungen umziehen oder konkrete Zukunftspläne für die kommenden Jahre haben. Zukunftsoptimismus ist aber schwierig, wenn man nicht konkret sagen kann, wie man in drei Monaten die Miete bezahlen wird. Und war das nicht immer die Forderung von Unternehmen und „WirtschaftsexpertInnen“, dass ArbeitnehmerInnen flexibler, moderner und dynamischer werden müssen? Hurra geschafft! Die „Generation Praktikum“ ist mittlerweile schon so „modern“ dass sie sich sogar schon von der „antiquierten“ Vorstellung verabschiedet hat, für Arbeit tatsächlich bezahlt zu werden.

Gesetzliche Regelung? Doch Zynismus kann nicht die Lösung sein. Stattdessen hört man immer häufiger die Forderung nach einem „PraktikantInnen-Gesetz“, das für minimale sozialrechtliche Absicherung und zumindest ein „Taschengeld“ sorgen soll. Aber ist das wirklich sinnvoll und eine Verbesserung der jetzigen Situation? Oder ist nicht in Wahrheit eigentlich eh schon alles geregelt, nur halten sich zunehmend immer mehr Unternehmen nicht mehr an das Arbeitsrecht? Aus unserer Sicht, sind Praktika wie reguläre Arbeitsverhältnisse zu behandeln und zu entlohnen.

Luxus ArbeitnehmerInnen-Rechte!
 Aus gewerkschaftlicher Sicht ist die Sache eigentlich relativ einfach. Da gibt es erstens so genannte „Pflichtpraktikas“, deren Absolvierung im Zuge eines Lehr- oder Studienplanes als Teil der Ausbildung verpflichtend vorgeschrieben sind, zweitens Volontariate und alles andere sind ganz normale (befristete) Dienstverhältnisse. In JEDEM Fall sind aber deine Rechte und Pflichten, Arbeitsbedingungen und die Entlohnung bereits geregelt. Entweder werden sie durch den gültigen Kollektivvertrag festgelegt oder in Form von bestehenden Gesetzen. Und, um es noch mal in aller Deutlichkeit zu sagen: arbeiten ohne Bezahlung nennt sich nicht „Praktikum“ sondern Sklaverei!

Generation Praktikum- Was tun? Prinzipiell ist es so, dass beim Einstieg in den Arbeitsmarkt Berufserfahrung keine Voraussetzung für kollektivvertragliche Rechte sind. Das bedeutet, auch wenn du keinerlei Berufserfahrung hast, musst du dennoch nach dem Gehaltsschema deines KVs eingestuft werden. Wenn du Berufserfahrung mitbringst, muss dir diese in Form von „Vordienstzeiten“ angerechnet werden, d.h. mehr Geld oder früher eine Gehaltserhöhung.

Check your Job! Ganz wichtig ist zuerst einmal zu wissen, was einem zusteht. Unternehmen versuchen oft die Unwissenheit von jungen ArbeitnehmerInnen auszunützen, indem sie z.B. normale Karenzvertretungen im Sommer als „Praktikum“ bezeichnen und weniger bezahlen, als sie eigentlich müssten. Also nicht von der Bezeichnung abschrecken lassen. Es zählt nicht die Bezeichnung des Arbeitsverhältnisses, sondern welche Tätigkeiten ausgeübt werden. Wende dich am besten an die GPA-djp Jugend, wir helfen dir gerne weiter.

Ausnützen lass ich mich nicht!

  • Klär beim Bewerbungsgespräch wie viel du verdienen wirst, Arbeitszeit und welcher Kollektivvertrag Gültigkeit hat.
  • Erkundige dich bei deiner GPA-djp Regionalgeschäftsstelle deines Bundeslandes und lass, wenn du dir unsicher bist, ob das alles Rechtens ist, deinen Vertrag und deine Abrechnung überprüfen! Du kannst ausstehende Ansprüche auch im Nachhinein (gerichtlich) einfordern, allerdings gibt es Fristen nach denen dein Anspruch erlischt. Deshalb: so schnell wie möglich!
  • Unterschreib keinesfalls eine Verzichtserklärung mit der du auf alle weiteren Ansprüche verzichtest. Damit erklärst du dich nämlich einverstanden mit dem was vereinbart wurde, egal ob dir eigentlich mehr zustehen würde oder nicht!
  • Mach genaue Arbeitszeitaufzeichnungen!
  • Werde GPA-djp Mitglied, dadurch wirst du immer gute Vertreten

 

 

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Europas Jugend in der Krise

Juni 13, 2013 - Author: verenamischitz
Wo sind die Arbeitsplätze?

Wo sind die Arbeitsplätze?

Nachdem die Jugendarbeitslosigkeit in Europa mit knapp 25 Prozent ein noch nie dagewesenes Hoch erreicht hat, haben sich die europäische Kommission und das europäische Parlament im Frühjahr 2013 auf die sogenannte Jugendgarantie geeinigt.

Generell ist das ein guter Schritt in eine jugendfreundliche Zukunft, allerdings ist es wirklich nur ein erster Schritt und es kann in keinem Fall von einer langfristigen Lösung ausgegangen werden. Jugendgarantie bedeutet, dass Jugendliche nach spätestens vier Monaten Arbeitslosigkeit in verschiedene Aus- und Weiterbildungsprogramme, in Praktika oder wenn möglich in echte Beschäftigungsverhältnisse integriert werden sollen. Jetzt stellt sich allerdings die Frage, in wieweit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für eine der am besten ausgebildeten Generationen in Europa eine echte Alternative darstellen. Auf kurz oder lang werden mit solchen Aktionen nur die Zahlen geschönt – langfristig wird sich aber dadurch an der Gesamtsituation nicht viel ändern. Hinzuzufügen ist, dass es noch lange nicht in allen Ländern Praxis ist Praktika auch zu bezahlen.

Europas Jugend steht vor einem massiven Problem – sie sind sehr gut ausgebildete junge Leute ohne Perspektive. In Griechenland beispielsweise nähert sich die Jugendarbeitslosigkeit der 60 Prozent Marke, Spanien liegt mit 50 und Portugal mit über 40 Prozent nur knapp dahinter. Es trifft aber nicht nur jene Länder die unter der Intervention der Troika stehen, auch Schweden hat gerade mit massiven Protesten der Jugend zu kämpfen. Ausschlaggebend dafür war ein Vorschlag der Regierung junge Menschen mit 75 Prozent des kollektivvertraglichen Gehaltes abzuspeisen.

Es braucht also langfristige Lösungen – bezüglich der Jugendgarantie kann niemand abschätzen in welchen Brachen und in welchen Verhältnissen die jungen ArbeitnehmerInnen landen sollen und werden. Fakt ist jedoch, dass es in Europa momentan nicht genug Arbeit gibt. Überall wird gespart und gekürzt, aber an den falschen Stellen. Es darf nicht sein, dass genau bei der Zukunft gespart wird. Es kann nicht sein, dass Europas Jugend jegliche Aussichten genommen werden.

Devise muss sein, Arbeit zu schaffen. Es muss gehandelt werden – aktiv gehandelt werden. Erste Schritte wären zum Beispiel nationale Bildungsabschlüsse auch international anzuerkennen, weiteren Privatisierungen muss unverzüglich ein Riegel vorgeschoben werden, Bankenrettungspakete müssen der Vergangenheit angehören und es muss sofort in Zukunftsperspektiven für Jugendliche – wie (Aus-) Bildung und Infrastruktur investiert werden. Investitionen in den Arbeitsmarkt sind unvermeidlich!

Europas Jugend hat echte Chancen verdient – nicht nur kurzfristige Maßnahmen um die Statistiken zu schönen.

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