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Zivildienst-„Reförmchen“ mit dringendem Nachholbedarf

Untitled-11.jpg„Eine Reform, von der die Betroffenen profitieren,
schaut definitiv anders aus“, kommentiert Helmut Gotthartsleitner,
Bundesjugendsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck,
Journalismus, Papier (GPA-djp
) die vorgelegten Pläne zum Zivildienst.
Natürlich seien die verbesserte Anrechenbarkeit und das erweiterte
Ausbildungsangebot richtige Schritte, vom Ziel einer tatsächlichen
Win-win-Situation für alle Beteiligten sei man aber noch weit
entfernt, so Gotthartsleitner weiter: „Bei den für die jungen Männer
wesentlichen Punkten wie der Dauer und der Bezahlung ihres
Zivildiensts soll sich offenbar gar nichts ändern. Dieses Reförmchen
hat dringenden Nachholbedarf!“

Die von der GPA-djp-Jugend geforderte logische Verkürzung des
Zivildiensts auf sechs Monate, um ihn auf die Dauer des
Grundwehrdiensts anzugleichen, habe die Innenministerin
beispielsweise mit dem Argument ausgeschlossen, dass Zivildiener im
Gegensatz zu Grundwehrdienern eine Reihe von Vorteilen genießen
würden, da sie etwa zuhause wohnen dürften, ärgert sich
Gotthartsleitner: „Auch die von vielen Seiten geforderte Erhöhung der
Vergütung von monatlich derzeit rund 300 Euro wurde abgelehnt. Das
bedeutet, dass Zivildiener weiterhin mit einem Hungerlohn abgespeist
werden sollen, obwohl weitgehend Einigkeit darüber herrscht, dass sie
einen gesellschaftlich wichtigen Beitrag leisten. Für die
Trägerorganisationen gibt es berechtigterweise Geld, wenn sie eine
Ausbildung, etwa zum Heimhelfer oder zum Kindergartenhelfer,
anbieten. Eine klare Missachtung der Zivildiener und vor allem kein
Ansporn, den Zivildienst zu absolvieren!“

Die GPA-djp-Jugend bleibt bei ihrer Forderung nach einer zeitlichen
Gleichstellung mit dem Grundwehrdienst und nach einer angemessenen
Bezahlung auf Basis des Kollektivvertrags in der österreichischen
Sozialwirtschaft (monatlich derzeit rund 1380 Euro brutto): „Mit
diesem Lohndumping unter dem Deckmantel der Nächstenliebe muss
Schluss sein!“, erinnert Gotthartsleitner außerdem an die von der
GPA-djp-Jugend gestartete Parlamentarische Bürgerinitiative, die bis
10. Mai unterzeichnet werden kann, um den Forderungen Nachdruck zu
verleihen. Weitere Informationen unter www.jugend.gpa-djp.at

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