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Chaos Nebenjob!? Viel Arbeit für wenig Geld!

Nebenjob!?

Nebenjob!?

Worauf es bei Jobs neben Schule und Studium wirklich ankommt erfährst du hier! Ein Nebenjob ist für SchülerInnen und Studierende längst nicht mehr die Ausnahme. Die GPA-djp Jugend bringt Licht ins Nebenjob-Chaos.

Miete, Lebensmittel, Betriebskosten, Handyrechnung, Internet – das alles kostet Geld. Hinzu kommt, dass wir auch unsere Freizeit genießen wollen und uns einmal eine Kleinigkeit gönnen möchten: ein neues Kleidungsstück oder ein Glas Wein am Samstagabend mit guten FreundInnen. Das Taschengeld der Eltern reicht meist nicht, also versuchen viele sich durch einen Nebenjob etwas Geld dazu zu verdienen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten neben Schule oder Studium. Einige arbeiten jeden Samstag ganztägig, einige jeden Nachmittag/Abend ein paar Stunden, viele in der Ferienzeit, dafür Vollzeit. Egal in welcher Beschäftigung, es kann immer zu Ungerechtigkeiten kommen. Vielen werden die Überstunden nicht abgegolten, falsch eingestuft oder ein falsches Dienstverhältnis angeboten.

DIENSTVERHÄLTNIS!

Oft entstehen bei den Beschäftigungsformen Mischverhältnisse und es ist nicht ganz klar in welchem Dienstverhältnis man steht. Grundsätzlich gilt, dass echte Dienstverträge – egal ob auf geringfügiger Basis oder nicht – den Arbeitsrechtsgesetzen unterliegen. Darunter fallen zum Beispiel das Angestelltengesetz, das Arbeitszeitgesetz, das Urlaubs- oder das Mutterschutzgesetz. Diese Dienstverhältnisse sind in den meisten Fällen auch an Kollektivverträge bzw. an Betriebsvereinbarungen gebunden. In Österreich sind 98% der Berufsfelder durch Kollektivverträge abgedeckt. Diese Gesetze sind bei freien Dienstverhältnissen allerdings nicht tragend. Deshalb ist es wichtig, in unklaren Fällen bei der Gewerkschaft nachzufragen.

SOZIALVERSICHERUNG!

Bei den Versicherungen ist Vorsicht geboten. Solange die Bezahlung die Geringfügigkeitsgrenze (EUR 386,80) nicht übersteigt, muss dich der/die ArbeitgeberIn nur unfallversichern. Kranken-, pensions- oder arbeitslosenversichert bist du in diesem Fall nicht. Du hast aber immer die Möglichkeit, durch ein „Opting In“ eine Kranken- und Pensionsversicherung zu erhalten. Dieses kostet EUR 54,59 im Monat und bietet dir die Möglichkeit, deine erbrachten Dienstzeiten zu deinen Erwerbsjahren hinzuzuzählen. Gehst du zwei oder mehr geringfügigen Beschäftigungen nach, wird der Verdienst zusammengezählt. Das heißt, du bist auch kranken- und pensionsversichert, allerdings fällt die Arbeitslosenversicherung weiterhin weg. In diesem Fall musst du selbst bei der GKK einen Antrag auf Leistung stellen, diese verrechnet dann einen pauschalierten Versicherungsbeitrag. Als WerkvertragsnehmerIn bist du ganz alleine für deine Sozialversicherung verantwortlich.

BESCHÄFTIGUNGSARTEN!

Ein Überblick über verschiedene Beschäftigungsverhältnisse, die für einen Nebenjob relevant sind. Geringfügige Beschäftigung Beträgt dein monatliches Entgelt weniger als EUR 386,80 (Stand 2013), liegt eine geringfügige Beschäftigung vor. Geringfügig beschäftigt kannst du sowohl mit einem echten als auch mit einem freien Dienstvertrag sein. In beiden Fällen heißt das, dass du nicht sozialversichert bist – dein/e ArbeitgeberIn muss dich aber unfallversichern. Aber nur, wenn du einen echten Dienstvertrag auf geringfügiger Basis hast, stehen dir auch alle kollektivvertraglich geregelten Rechte für ArbeitnehmerInnen zu. Das heißt, du hast Anspruch auf fünf Wochen bezahlten Urlaub, Weihnachts- und Urlaubsgeld und vieles mehr.

Der echte Dienstvertrag
Wenn du zum Erbringen einer Dienstleistung verpfl ichtet bist, diese in persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit erbracht wird, du dafür Geld bekommst, dich nicht vertreten lassen darfst, an Arbeitszeit sowie Arbeitsort gebunden bist und den Weisungen des Dienstgebers/der Dienstgeberin unterliegst, hast du einen echten Dienstvertrag. Der Vorteil dabei ist, dass dieser Vertrag eine Vollversicherung mit sich bringt – Unfall-, Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung (außer bei geringfügiger Anstellung). In den meisten Fällen ist dein Gehalt durch einen Kollektivvertrag geregelt, du hast den vollen Urlaubsanspruch von fünf Wochen und bekommst Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Der freie Dienstvertrag
Du hast eine Dienstverpflichtung ohne persönliche Abhängigkeit aber mit einer Vertretungsmöglichkeit und bist in einem Dauerschuldverhältnis gegenüber deinem/deiner DienstgeberIn – dann liegt ein freier Dienstvertrag vor. Wenn dein monatliches Entgelt die Geringfügigkeitsgrenze überschreitet, bist du vollversichert, hast aber keinen Anspruch auf die Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

Der Werkvertrag
Dieser liegt vor, wenn das Beschäftigungsverhältnis nur für die Dauer der Erbringung einer gewissen Leistung besteht. Du hast keinen fixen Dienstort oder geregelte Arbeitszeiten und kannst dich auch vertreten lassen. Liegt ein Werkvertrag vor musst du dich selbst versichern und hast keine Ansprüche auf kollektivvertragliche Leistungen.

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