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Alternative MedienAkademie – Medienarbeit jenseits des Mainstreams!

Oktober 28, 2013 - Author: helmutgotthartsleitner - Keine Kommentare

AlMA Alternative MedienakademieVon 07. bis 17. November 2013 findet in Wien erstmals die Alternative Medienakademie, kurz „AlMA“, statt. Am allgemeinen Ziel der Veranstaltung lässt sich auch das Programm bereits erahnen: Schulung, Vernetzung und Organisierung für kritische und alternative MedienarbeiterInnen.

Freie und alternative Medienarbeit meint vor allem: Medienberichterstattung selbst aktiv mitzugestalten, unabhängig von institutioneller Anbindung und ökonomischer Verwertungslogik. Alternative Medien ermöglichen damit jeder und jedem am öffentlichen Diskurs teilzunehmen – nicht nur als Rezipient*in, sondern auch als Gestalter*in. Alternative Medienarbeiter*innen intervenieren in mediale Diskurse, erzeugen kritische Öffentlichkeiten und gestalten demokratische Mitbestimmung.


Die österreichische Medienlandschaft und die Notwendigkeit selbstbestimmter Medienarbeit
Wer sich die österreichische Medienlandschaft, wird rasch Zusammenhänge zwischen Eigentumsverhältnissen der Medienhäuser, Zeitungsverlage etc. und Berichterstattung erkennen. Der Einfluss der Wirtschafts- und Arbeitgeberseite ist zum Beispiel im medialen Mainstream großer (Tages-)Zeitungen nicht von der Hand zu weisen. So veröffentlichte beispielsweise „Die Presse“ eine inexistente (!) Studie der Industriellenvereinigung. Anderes, internationales Beispiel: Im „Economist“ dominieren in den medialen Kommentaren zur Finanzkrise jene Personen, die wirtschaftliche Eigeninteressen im Krisenzentrum der Finanzmärkte vertreten.

Für ArbeitnehmerInnen war es hingegen immer schon schwierig, ihre Themen, Missstände und Unterdrückung in der Arbeitswelt, schwierige Arbeitsbedingungen und Kritik am Wirtschaftssystem in der breiten medialen Öffentlichkeit unterzubringen bzw. wiederzufinden. Der Erfolg der Gewerkschaftsbewegung war schon in ihrer Entstehungsphase in hohem Maße davon abhängig, inwieweit es den ArbeiterInnen gelang, eigenständige („alternative“) Kommunikations- und Informationskanäle aufzubauen. Ergebnisse dieser Entwicklungen sind letztlich auch Mitgliederzeitschriften wie die Kompetenz oder auch ein eigener Verlag. Seite langem gelten die diesbezüglichen Erfordernisse sowohl für die Gewerkschaften wie auch für andere soziale Bewegungen und NGOs.

Alternative Medien sind auch Teil des "Goodie-Pakets"

Alternative Medienakademie: Weiterentwicklung und Vernetzung alternativer Medienarbeit

Das System der Massenmedien ist heute hoch komplex, stark ausdifferenziert und hoch professionalisiert. Wer jenseits des medialen Mainstreams erfolgreiche Öffentlichkeits-, Presse-, Medienarbeit machen möchte findet abseits der universitären Ausbildungslehrgänge nur wenige freie Bildungsangebote. Die Alternative Medienakademie ist in dieser Lücke angesiedelt – und geht sowohl in der Veranstaltungsforme als auch im vielfältigen Programm andere Wege.

Geplant sind Workshops, (Podiums-)Diskussionen, Vernetzungscafés zu vier Aspekten alternativer und kritischer Medienarbeit:

  • Journalistisches Handwerk: Schulungsangebote und Workshops sollen Einblicke in die (alternative) kritische Medienarbeit geben, Medienkompetenzen vermitteln und den Wissenstransfer zwischen Erfahrenen und Neulingen in den Bereichen Radio, Print, Fotografie, Video- und Netzjournalismus ermöglichen.
  • Diskurs: Podiumsdiskussionen sollen dazu beitragen, den Diskurs über alternative Medien zu stärken und die Bedingungen von und Zugänge zu kritischer und alternativer Medienarbeit zu reflektieren.
  • Netzwerke: Vernetzungscafés ermöglichen den Austausch mit anderen Medienmacher*innen in einem offenen Rahmen, schaffen die Grundlage für medienübergreifende Kooperationen und ermöglichen es, gemeinsame Ideen voranzutreiben oder in den Raum zu stellen.
  • Organisierung: Organisierungsaktivitäten möchten der Vereinzelung etwas entgegen setzen, mit der prekär arbeitende Medienmacher*innen aus allen Mediensektoren konfrontiert sind. Die Suche nach Möglichkeiten der Verbesserung der Arbeitsbedingungen alternativer Medienarbeiter*innen soll zum Ausgangspunkt für nachhaltige Organisierung werden und in konkrete Forderungen münden.

Adressiert sind

  • aktive Medienarbeiter*innen in alternativen Zeitungen, Radios, Fernsehanstalten, Web-Medien
  • kritische (prekarisierte) Medienarbeiter*innen in Mainstreammedien, die mit alternativen Medienarbeiter*innen an gemeinsamen Strategien abeiten möchten
  • alle, die sich an kritischer Medienarbeit beteiligen möchten
  • all jene, die für zivilgesellschaftliche Initiativen oder NGOs Öffentlichkeitsarbeit betreiben
  • alle an alternativer Medienöffentlichkeit Interessierte
  • Personen und Gruppen, die sich für kritische Medien und demokratische Öffentlichkeit einsetzen

Categories: Interessenvertretung, Veranstaltung - Tag: , ,

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