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Dem „Geschäftsmodell“ Praktikum endlich einen Riegel vorschieben!

Erste Betroffene klagen Arbeitgeber, Rechtshilfe von der GPA-djp! „Die Watchlist Praktikum stößt seit ihrer Gründung vor mehr als einem halben Jahr auf großes Interesse, aber mittlerweile vergeht wirklich kaum ein Tag, an dem sich nicht Betroffene für diese Möglichkeit bedanken, ihre schlechten Erfahrungen zu melden, oder uns auf weitere Unternehmen aufmerksam machen, in denen die Umgehung von wasserdichten Anstellungen junger ArbeitnehmerInnen unter dem Deckmantel eines Praktikums System hat“, berichtet Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

Bei www.watchlist-praktikum.at können PraktikantInnen auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist. Die erhobenen Daten werden an die Gebietskrankenkassen weitergeleitet, um die jeweiligen Unternehmen zu prüfen, was derzeit in mehr als 200 Fällen ansteht. Die Palette der gemeldeten Missstände geht quer durch alle Branchen, die mittlerweile rund 65.000 Klicks belegen den Handlungsbedarf, so Kronberger weiter: „Monatelange Vertretungen von Beschäftigten, die in Karenz sind, zum Nulltarif, oder Lehrverhältnisse, die nach dem Praktikum in Aussicht gestellt werden und dann nach einem Monat im Weihnachtsgeschäft ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, werden uns genauso gemeldet wie viele krass unterbezahlte Arbeitsverhältnisse und andere arbeitsrechtliche Umgehungen. Einige Betroffene haben sich dazu entschieden, ihre (ehemaligen) Arbeitgeber zu klagen und ihre Gehaltsansprüche geltend zu machen, die GPA-djp leistet bereits in mehreren Verfahren Rechtshilfe. Auch Klagen nach den Lohn und Sozialdumpinggesetz stehen im Raum.“

„Es ist wirklich nicht einzusehen, dass Praktika immer öfter ein lukratives Geschäftsmodell für Unternehmen werden, denen SchülerInnen und Studierende mehr oder weniger ausgeliefert sind, weil ihre Lehrpläne Praktika vorschreiben“, ergänzt Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp: „Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch: Die Entlohnung von PraktikantInnen muss nach Kollektivvertrag erfolgen. Die Lehrinhalte von Praktika müssen in den Hochschullehrplänen definiert werden und wir brauchen eine Beweislastumkehr. Es kann nicht zum Status Quo werden, dass immer die PraktikantInnen aktiv werden müssen, um zu beweisen, dass keine Lerninhalte oder Ausbildungen angeboten wurden – die Arbeitgeber sollen erklären müssen, was sie vermitteln: PraktkantInnen haben unsere volle Unterstützung, diesem Geschäftsmodell muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden!“

 

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