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Europas Jugend in der Krise

Wo sind die Arbeitsplätze?

Wo sind die Arbeitsplätze?

Nachdem die Jugendarbeitslosigkeit in Europa mit knapp 25 Prozent ein noch nie dagewesenes Hoch erreicht hat, haben sich die europäische Kommission und das europäische Parlament im Frühjahr 2013 auf die sogenannte Jugendgarantie geeinigt.

Generell ist das ein guter Schritt in eine jugendfreundliche Zukunft, allerdings ist es wirklich nur ein erster Schritt und es kann in keinem Fall von einer langfristigen Lösung ausgegangen werden. Jugendgarantie bedeutet, dass Jugendliche nach spätestens vier Monaten Arbeitslosigkeit in verschiedene Aus- und Weiterbildungsprogramme, in Praktika oder wenn möglich in echte Beschäftigungsverhältnisse integriert werden sollen. Jetzt stellt sich allerdings die Frage, in wieweit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für eine der am besten ausgebildeten Generationen in Europa eine echte Alternative darstellen. Auf kurz oder lang werden mit solchen Aktionen nur die Zahlen geschönt – langfristig wird sich aber dadurch an der Gesamtsituation nicht viel ändern. Hinzuzufügen ist, dass es noch lange nicht in allen Ländern Praxis ist Praktika auch zu bezahlen.

Europas Jugend steht vor einem massiven Problem – sie sind sehr gut ausgebildete junge Leute ohne Perspektive. In Griechenland beispielsweise nähert sich die Jugendarbeitslosigkeit der 60 Prozent Marke, Spanien liegt mit 50 und Portugal mit über 40 Prozent nur knapp dahinter. Es trifft aber nicht nur jene Länder die unter der Intervention der Troika stehen, auch Schweden hat gerade mit massiven Protesten der Jugend zu kämpfen. Ausschlaggebend dafür war ein Vorschlag der Regierung junge Menschen mit 75 Prozent des kollektivvertraglichen Gehaltes abzuspeisen.

Es braucht also langfristige Lösungen – bezüglich der Jugendgarantie kann niemand abschätzen in welchen Brachen und in welchen Verhältnissen die jungen ArbeitnehmerInnen landen sollen und werden. Fakt ist jedoch, dass es in Europa momentan nicht genug Arbeit gibt. Überall wird gespart und gekürzt, aber an den falschen Stellen. Es darf nicht sein, dass genau bei der Zukunft gespart wird. Es kann nicht sein, dass Europas Jugend jegliche Aussichten genommen werden.

Devise muss sein, Arbeit zu schaffen. Es muss gehandelt werden – aktiv gehandelt werden. Erste Schritte wären zum Beispiel nationale Bildungsabschlüsse auch international anzuerkennen, weiteren Privatisierungen muss unverzüglich ein Riegel vorgeschoben werden, Bankenrettungspakete müssen der Vergangenheit angehören und es muss sofort in Zukunftsperspektiven für Jugendliche – wie (Aus-) Bildung und Infrastruktur investiert werden. Investitionen in den Arbeitsmarkt sind unvermeidlich!

Europas Jugend hat echte Chancen verdient – nicht nur kurzfristige Maßnahmen um die Statistiken zu schönen.

„Wir wollen uneingeschränkt arbeiten können!“

Gemeinsam mit anderen Organisationen rufen wir am Tag der Arbeitslosen und Vorabend des Tages der Arbeit zur Demonstration für eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge und migrantische Studierende, und den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit auf.

Arbeitsrecht für migrantische Studierende. Studierende aus Nicht-EU Ländern dürfen nur 10 Stunden arbeiten (Master-Studierende nur 20 Stunden). Die Arbeitserlaubnis erhalten sie immer nur für einen einzigen Job, gespickt mit Hürden, und mit langen Wartezeiten. Das Ergebnis ist, dass Studierende aus Drittstaaten in der Regel schlechtbezahlte Schwarzarbeit machen müssen, wenn sie ein Auskommen finden wollen.

Jugendarbeitslosigkeit. Das ist aber kein rein österreichisches Phänomen, sondern hat viel mit der hohen Arbeitslosigkeit in der EU zu tun. Junge Menschen stellen einen gewaltigen Teil der Arbeitslosen: 5,7 der 26,3 Millionen Arbeitslosen in der EU sind unter 25 Jahre alt. In Österreich sind über 400.000 Menschen ohne Job – so viele, wie seit 1945 nicht mehr. (mehr …)

Solidarität in der Krise!

Copyright: bilderbox.at

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Spanische Schlosser boykottieren Zwangsräumungen! Immer mehr Menschen in Spanien sind von Zwangsräumungen betroffen, über 350.000 seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008. Zwei Millionen Kinder leben unter der Armutsgrenze. In den ersten neun Monaten des Vorjahres wurden in ganz Spanien 67.537 Zwangsräumungen angeordnet, was einen Anstieg um 18,3% gegenüber 2011 bedeutet. Bei einer Arbeitslosenrate von 26,6%, bei Jugendlichen sogar 56,5%, und fehlenden Einkommen ist es nicht überraschend, dass Zahlungen und Kredite nicht mehr geleistet werden können.  (mehr …)

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