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Schulanrechnung an Lehrzeit verhindert Lohndumping!

AbsolventInnen von mittleren und höheren Schulen haben bereits einen Abschluss! Firmen wollen nur billige Arbeitskräfte! Bezugnehmend auf einen Artikel in der Salzburger Krone möchte die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) klar stellen, dass der neue Erlass für die Anrechnungen von Schulzeiten an Lehrzeiten nun endlich ein Ausbeuten von jungen Menschen verhindert.

Mit Lehre über € 30.000,- weniger Gehalt! „In den vergangenen Jahren wurde es von manchen Betrieben einfach übertrieben! So haben Firmen systematisch nach Absolventen von mittleren und höheren Schulen gesucht um diese nach dem Schulabschluss wieder in eine Ausbildung zu drängen! In einem Handelsbetrieb beträgt der Unterschied in den 3 Lehrjahren über € 30.000,-. Dazu kommen noch diverse Förderungen, welche auch direkt den Firmen zugutekommt. Dass Betriebe nun junge Leute überhaupt den Beruf verwehren finde ich unerträglich, stützt allerdings unsere These, dass in den vergangenen Jahren einfach nur billige gut ausgebildete junge Arbeitskräfte gesucht wurden“, zeigt sich Ines Rehrl, Jugendsekretärin der GPA-djp Salzburg, empört.

Beispiel einer Annahof-Absolventin „Ich habe die HBLA in Salzburg besucht und erlebte nach meinem Abschluss einige unangenehme Überraschungen. Kein Betrieb wollte meinen Abschluss anerkennen, da ich ja anscheinend keine Praxiserfahrung vorweisen konnte. Ein halbes Jahr nach meinem Abschluss erkannte ich, dass ich am Arbeitsmarkt keine Chance hatte und lies mich von einem Reisebüro als Lehrling im 2. Lehrjahr einstellen, obwohl ich dank meiner Ausbildung einen gleichwertigen Abschluss als Bürokauffrau oder Restaurantfachfrau erworben habe.“, so die junge Betroffene.

„Die Firmen müssen ihre Verantwortung wieder mehr wahrnehmen. Es kommen aus Salzburgs Schulen gut ausgebildete junge Menschen. Das theoretische Wissen ist zu hundert Prozent vorhanden. Um Praxiserfahrung zu sammeln, müssen auch die Betriebe ihren Beitrag leisten und junge Menschen in Beschäftigung nehmen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, ergänzt Ines Rehrl.

„Dass nun genau jene Firmen, die jahrelang von dieser Gesetzeslücke profitiert haben, als erstes laut aufschreien war uns klar. So gab es auch in der Vergangenheit genug Unternehmen, die Schulabsolventen als normale Fachkraft anstellten. Jetzt wird es Zeit, dass auch die im Artikel angesprochene Firma ihre soziale Verantwortung wahrnimmt und SchulabsolventInnen mit guten Noten auch ohne Praxiserfahrung normal anstellt und fair bezahlt“, so die Jugendsekretärin weiter.

„Wir bleiben weiterhin unserem Kurs treu, dass wir Lohndumping von jungen Menschen ganz klar verhindern wollen. Die Situation von einzelnen jungen Menschen, die sich nun genau bei jenen Firmen bewerben, welche das System ausnutzten, tut uns natürlich leid. Wir sind uns aber sicher, dass es für fleißige Schülerinnen und Schüler viele Betriebe gibt, die sich der Leistung und des Könnens der jungen Leute durchaus bewusst sind“, so Ines Rehrl abschließend.

Chaos Nebenjob!? Viel Arbeit für wenig Geld!

Nebenjob!?

Nebenjob!?

Worauf es bei Jobs neben Schule und Studium wirklich ankommt erfährst du hier! Ein Nebenjob ist für SchülerInnen und Studierende längst nicht mehr die Ausnahme. Die GPA-djp Jugend bringt Licht ins Nebenjob-Chaos.

Miete, Lebensmittel, Betriebskosten, Handyrechnung, Internet – das alles kostet Geld. Hinzu kommt, dass wir auch unsere Freizeit genießen wollen und uns einmal eine Kleinigkeit gönnen möchten: ein neues Kleidungsstück oder ein Glas Wein am Samstagabend mit guten FreundInnen. Das Taschengeld der Eltern reicht meist nicht, also versuchen viele sich durch einen Nebenjob etwas Geld dazu zu verdienen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten neben Schule oder Studium. Einige arbeiten jeden Samstag ganztägig, einige jeden Nachmittag/Abend ein paar Stunden, viele in der Ferienzeit, dafür Vollzeit. Egal in welcher Beschäftigung, es kann immer zu Ungerechtigkeiten kommen. Vielen werden die Überstunden nicht abgegolten, falsch eingestuft oder ein falsches Dienstverhältnis angeboten.

DIENSTVERHÄLTNIS!

Oft entstehen bei den Beschäftigungsformen Mischverhältnisse und es ist nicht ganz klar in welchem Dienstverhältnis man steht. Grundsätzlich gilt, dass echte Dienstverträge – egal ob auf geringfügiger Basis oder nicht – den Arbeitsrechtsgesetzen unterliegen. Darunter fallen zum Beispiel das Angestelltengesetz, das Arbeitszeitgesetz, das Urlaubs- oder das Mutterschutzgesetz. Diese Dienstverhältnisse sind in den meisten Fällen auch an Kollektivverträge bzw. an Betriebsvereinbarungen gebunden. In Österreich sind 98% der Berufsfelder durch Kollektivverträge abgedeckt. Diese Gesetze sind bei freien Dienstverhältnissen allerdings nicht tragend. Deshalb ist es wichtig, in unklaren Fällen bei der Gewerkschaft nachzufragen. (mehr …)

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