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GPA-djp-Katzian an WKO: Gemeinsam mit uns für faire Praktika-Spielregeln kämpfen!

Täglich zahlreiche Anfragen und Meldungen bestätigen den Handlungsbedarf! „Sowohl bei der watchlist praktikum als auch an unseren Beratungstelefonen häufen sich wie jedes Jahr gegen Ende der Sommerferien die Meldungen und Anfragen junger PraktikantInnen. Viele ersetzen urlaubende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, oft zum Nulltarif, ein Gros der Anfragen bestätigt außerdem, dass jungen Leuten oft nichts beigebracht wird“, berichtet Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp).

Die Erfahrungswerte der GPA-djp decken sich keinesfalls mit jenen der Wirtschaftskammer Österreich: „Wären die heute in den Medien kolportierten WKO-Umfragen, wonach 90 Prozent der Studierenden und 88 Prozent der SchülerInnen mit ihren Praktika zufrieden sind, Realität, könnten wir einen großen Brocken an Arbeit von unserer Agenda streichen“, so Katzian weiter.

Tatsache sei, dass wir täglich zahlreiche Anfragen und Meldungen erhalten und dass bei der gemeinsam mit dem Sozialministerium und mit der Generation Praktikum betriebenen Onlineplattform www.watchlist-praktikum innerhalb weniger Wochen mehr als 17.000 Zugriffe registriert wurden und rund 100 konkrete Meldungen über tatsächliche Umgehungen von regulären Arbeitsverhältnisse eingegangen sind: „Die ExpertInnen bei den Gebietskrankenkassen überprüfen jeden gemeldeten Fall, es wird sicher sozialversicherungsrechtliche Nachforderungen geben“, so Katzian, der an die WKO appelliert, gemeinsam mit der GPA-djp für faire Arbeitsverhältnisse für junge BerufseinsteigerInnen zu sorgen. „Ich vernehme mit Freude die Forderung der WKO nach transparenten Qualitätsstandards für echte PraktikantInnen – das würde ja wohl ein Ende der Ausnutzung junger Menschen bedeuten, wie sie in manchen Betrieben offensichtlich auf der Tagesordnung stehen. Für die Wirtschaft wäre das eine Win-Win-Situation: Gut ausgebildete PraktikantInnen von heute sind motivierte ArbeitnehmerInnen von morgen! Wir stehen mit unserer Expertise gerne zur Verfügung!“

„Aus“ für Lehrlingsstellen in der WKÖ

Diese und andere Fordrungen stellte das GPA-djp Bundesjugendforum an diesem Wochenende auf. Florian Hohenauer wurde mit großer Mehrheit zum Bundesjugendvorsitzenden wieder gewählt.

Die Delegierten des 6. Bundesjugendforums der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) tagen seit Freitag, 20. September bis heute Sonntag im Jugendgästehaus Velden, um die personellen und inhaltlichen Weichen für die kommenden zwei Jahre zu stellen. Florian Hohenauer wurde mit großer Mehrheit als Vorsitzender bestätigt.

Zentrale Forderung bleibt die Forderung nach besseren Zukunftsperspektiven durch mehr Investitionen in die Qualität der Ausbildung, besonders für die Lehre, erklärt Hohenauer: „Dazu gehört für uns besonders die Lösung dieser Herausforderung aus der Tagespolitik. In diesem Sinne haben wir die Lehrlingsstellen auf dem Radar, die in allen Bundesländern in der Wirtschaftskammer angesiedelt sind, womit sie oftmals weniger als Ansprechstelle für gute Ausbildung, sondern vielmehr als Vertreter der Arbeitgeber agieren.“

Deutlich werde das dadurch, dass die LeiterInnen der Lehrlingsstellen meist auch die bildungspolitischen ReferentInnen der jeweiligen Wirtschaftskammer sind. „Und noch deutlicher wird das, wenn Wege gesucht und gefunden werden, um Regelungen, die zugunsten von Lehrlingen und ArbeitnehmerInnen eingeführt werden sollen, zu umgehen. Es erscheint also als logische Konsequenz, die Lehrlingsstellen in ihrer bestehenden Form aufzulösen und durch unabhängige Agenturen zur Sicherung der Ausbildungsqualität zu ersetzen“, erklärt Hohenauer den entsprechenden, vom GPA-djp Bundesjugendforum beschlossenen Antrag: „Für eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung zu fairen Rahmenbedingungen, von der AusbildnerInnen und Jugendliche gleichermaßen profitieren, braucht es mutige Entscheidungen, die nur losgelöst von gesellschaftspolitischen Scheuklappen getroffen werden können!“

Schwerpunkt für die GPA-djp-Jugend bleibt neben der Forderung nach dem Ende von Zugangsbeschränkungen an den Universitäten auch jene nach der Abschaffung der Pflichtpraktika für SchülerInnen: „Das Pflichtpraktikum gibt es im Arbeitsrecht gar nicht, es ist also auch in den Schulgesetzen abzuschaffen und durch kollektivvertraglich abgesicherte Dienstverhältnisse zur Vertiefung des theoretischen Unterrichts zu ersetzen“, erklären Hohenauer und GPA-djp-Bundesjugendsekretär Helmut Gotthartsleitner: „Schluss mit der Ausbeutung von Jugendlichen – dafür gehen wir auch in den nächsten Jahren auf die Barrikaden, wenn es notwendig ist!“

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